Über
Stone und Ralf beim Ironman 2011 in Roth: Das ist die Idee hinter diesem Blog.
Alles begann 2006 mit einem Telefonat zwischen Stone und mir, in dem Stone mir etwas von dem Projekt “von 0 auf 42″ erzählte. Das lief damals auf SWR3. Darin ging es um sieben Leute, die sich dafür bewerben konnten, von Dr. Thomas Wessinghage für den New York Marathon trainiert zu werden. Das ist absolut sehenswert, da sieben sehr unterschiedliche Leute ausgewählt wurden und man schöne Charakterstudien dazu machen kann.
Nachdem ich mir das angeschaut hatte, bekam ich auch Lust, mal einen Marathon zu machen. Das ist allerdings sehr hartes Brot, wenn man als Nichtsportler mit einer gewissen Verletzungsanfälligkeit das Training starten will. Also erstmal die klassische Variante gewählt: Nächste Woche fange ich an ….. Daraus wurde nicht sonderlich viel.
Einige Wochen später wieder ein Telefonat. Während des Telefonats erzäht mir Stone, dass es in Pforzheim einen Sportverein mit einem ähnlichen Programm gäbe: Von 0 auf Volkstriathlon. Gleich mit Trainingsplan, Radfahren auf Malle, Schwimmtraining und zwei Wettkämpfen. Dieses Telefonat fand im Februar 2006 statt. OK. War gebongt. Bis Juni 2006 (da fand der Vorbereitungswettkampf statt) wollte ich mich quasi aus der Ferne darauf vorbereiten. 500 Meter schwimmen, 25 Kilometer mit dem Rad und dann noch ein 5 Kilometer langer Lauf solten eigentlich drin sein.
Die ersten Trainingseinheiten waren nicht sonderlich ermutigend: Nach 50 Metern im Hallenbad wäre ich fast ertrunken, nach 250 Metern, die ich dann mit aller Gewalt gerade noch schaffte, konnte ich nicht mehr aus dem Schwimmbecken aussteigen, weil meine Arme ohne Gefühl waren. Die nächtlichen Wadenkrämpfe von damals verfolgen mich heute noch manchmal. Der Ehrgeiz und das Fieber hatten mich aber gepackt.
Früher habe ich mich immer gefragt, was Menschen dazu bringt, sich so zu quälen. Jetzt weiß ich es: Es ist das Gefühl, sich immer wieder selbst zu überwinden, noch einen Schritt oder einen Zug zu machen. Später kamen dann die Wettkampferfahrungen dazu. Selbst beim kleinsten Wettkampf ist es ein unbeschreibliches Gefühl, wenn Dich wildfremde Leute anfeuern. Das Schönste am Triathlon ist aber, dass es nur den Wettkampf Du gegen die Zeit gibt. Keine anderen, keine Ausreden, keinen Ärger, weil ein Mitspieler heute gerade keine Lust hat.
Stone konnte 2006 aus diversen Gründen leider im Training nicht mitziehen und hat auch keine Wettkämpfe mitgemacht. Ich habe 2006 zwei Wettkämpfe gefinished. In Pressath beim Massenstart im Baggersee dachte ich, dass ich es nicht überlebe und bekam echt Panik. Training im Schwimmbecken und Wettkampf im Baggersee sind zwei Paar Schuhe. In Regensburg gab es einen Massenstart in der Donau. Bei 14° Celsius Außentemperatur und 18° Celsius im Wasser war das nicht wirklich angenehm. Deshalb habe ich jetzt auch einen Neoprenanzug ;-).
Seit Anfang 2007 ist Stone auch im Training. Ich habe mein Pensum im Vergleich zu 2006 deutlich erhöht und trainiere jetzt mit einem Trainingsplan.
Im Mai sind wir gemeinsam in Amberg beim dortigen Volkstriathlon gestartet. Im Juni ging es dann (zusammen mit Jörg) nach Grossweier. Inzwischen konnte sich auch jOerg für die Idee begeistern und bloggt auch fleißig mit. In Zukunft werden wir hier die Geschichten auf unserem Weg nach Roth veröffentlichen.
PS: Warum erst 2011? Weil wir beide in dem Jahr 40 Jahre alt werden und das eine Schnapsidee bei den vielen Telefonaten war: Kurz vor dem 40.ten den Ironman in Roth finishen.



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