Die Beine! Sie brennen! Lichterloh! Duathlon Krailling am 15.05.2011

Was ein Spaß! Bei Kilometer sieben auf dem Rad ist mir wieder eingefallen, warum ich bisher nur einen Duathlon gemacht habe: Das ist hammerhart! Deutlich härter als ein Triathlon. Da die Beine beim Schwimmen meist nur locker im Wasser hängen, sind sie zum Start des Radfahrens total entspannt. Das ist bei einem Duathlon, bei dem man am Anfang einen 10er im leicht submaximalen Bereich läuft, natürlich etwas anders.

Location

Der Start fand im Bauhof statt. Klingt etwas seltsam, ist aber von der Örtlichkeit her gar nicht schlecht.
Die Laufstrecke ging zum größten Teil durch den Wald, was mir leider vorher nicht bewusst war, sonst hätte ich nicht die leuchtgelben (und quasi noch fabrikneuen und jetzt endlich mit LockLaces versehenen) Saucony Type A4 als “Tanzschläppchen” ausgewählt. Einige Stellen waren mit Pfützen versehen, Wurzeln im Wald und absolut unebene Schotterpisten sind beim Laufen meine natürlichen Feinde.
Die Radstrecke war komplett gesperrt und eigentlich flach. Für mich als absolut schaltfaulen Aerolenkerlieger mit superschmalen Vision Bremshebeln sind regennasse Straßen mit mehreren Wendepunkten und Kreisverkehren nicht dazu geeignet, den Geschwindigkeitsweltrekord zu brechen. Insofern habe ich da sicherlich etwas Zeit liegen lassen.
Mehr …

Erlebnisbericht Trainingslager Italien Teil 2

Der erste Teil war noch recht geschmeidig. Es war von Tobi geplant, die Belastung im Camp zum Ende hin zu steigern. Belastung zu Entlastung am Anfang 3:1 (Sonntag, Montag, Dienstag Belastung, Mittwoch Entlastung) und am Ende 2:1 (Donnerstag und Freitag Belastung, Samstag Entlastung). Daher ging es ab Donnerstag richtig in die Vollen.

Donnerstag

Killereinheit! Geplant waren ca. 120 Kilometer mit rund 2.500-3.000 Höhenmeter. Gekommen ist es aber ganz anders! Es gab wieder zwei Gruppen. Die starke Gruppe fuhr voraus, die langsame Gruppe fuhr die gleiche Strecke und sollte im Zweifelsfall die “schwächeren” Mitglieder der starken Gruppe am Passo Della Spina (rund 1.500 Höhenmeter) aufnehmen. Ich war in der schwächeren Gruppe und die Anfahrt war absolut unproblematisch. Wir machten nach zwei Bergen mit rund 1.200 Höhenmeter und rund 60 gefahrenen Kilometern in einer Pizzeria am Lago d’Idro eine kurze Pause und ich musste erstmal einen Teller Nudeln essen. Gerade als wir wieder losfahren wollten, kam ein Anruf der anderen Gruppe. Mehr …

Erlebnisbericht Trainingslager Italien Teil 1

Geschätzte Sportsfreunde, das war ein echt ultra harter Brocken. Als Feinschliff-Camp angekündigt, wurde auf jeden Fall der Teil “schleifen” voll erfüllt. Fein war das allerdings nicht immer. ;-)
Wenn ich vorher gewusst hätte, welche Berge mich da erwarten, hätte ich das Camp sicher nicht gebucht. Bisher bin ich den “Bergen” hier in der Oberpfalz, die jetzt für mich maximal noch Hügelchen sind, relativ gut aus dem Weg gegangen. Insofern war ich absolut nicht auf 4.440 Höhenmeter auf 423 Kilometer vorbereitet. Zudem hatte ich den Einsatzwagen E-112 dabei, der bekanntermaßen ein Zeitfahrrad ist. Vorne zwei Blätter, die recht gut zum schnell in der Ebene fahren geeignet sind, aber sicher nicht, um Steigungen mit bis zu 17% zu erklimmen bzw. zu erkriechen. Da das Camp so umfangreich war, muss ich den Bericht in zwei Teile aufteilen.

Location

Kleiner Campingplatz, der aber alle notwendigen Dinge (Supermarkt, Restaurant, Tennisplatz, Pool) bietet. Als Unterkunft konnte ein Zelt oder ein Mobilheim gebucht werden. Als alter Camper, der früher seine ganzen Urlaube mit den Eltern auf dem Campingplatz verbracht hat, war mir allerdings klar, dass Übernachtungen im Zelt Anfang Mai nach harten Trainingseinheiten sicher nicht der Regeneration zuträglich sein dürften. Deshalb habe ich zusammen mit einem Vereinskollegen ein Mobilheim - mit Heizung! - gebucht. Da wir dort nur zu zweit untergebracht waren, war auch noch Platz für das komplette Schwimm-, Rad- und Laufequipment - Triathlon ist extrem materialintensiv! Die Räder wurden im Bad und im Vorraum geparkt, der Tisch der Sitzecke wurde zusammengeklappt im Hochbett verstaut. Da wir nicht kochen mussten, war das restliche Platzangebot erträglich. Wir waren sowieso fast nur zum Schlafen und Duschen im Mobilheim. Bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass der Pool noch nicht mit Wasser gefüllt war, was ein Schwimmen darin ziemlich unmöglich machte. Das Schwimmtraining fand daher zwei Mal im Schwimmbad in Fantecolo statt.
Mehr …

T minus 2 Monate

Im Kontrollzentrum herrscht Zuversicht. Das Trainingslager hat die Oberschenkel hart und die Ausdauer deutlich besser gemacht. Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass man das ganze Jahr rumtrödeln kann, aber in den letzten acht Wochen vor dem Hauptwettkampf sollte man Vollgas geben. Es ist nicht so, dass ich bisher nur rumgetrödelt hätte, aber trotzdem werden die nächsten acht Wochen wahrscheinlich ziemlich hart. Ich bin gerade dabei, den im Trainingslager gewonnen Raddruck noch bis Ende der Woche für den Duathlon in Krailling zu konservieren. Ich habe am Sonntag, Montag und heute das sehr gute Wetter genutzt und bin insgesamt rund 200 Kilometer von locker bis ziemlich schnell gefahren. Muss mal meinen Garmin überprüfen, da mir dieser seit Sonntag Tempowerte anzeigt, die ich fast nicht glauben kann. Nach den langen Bergauffahrten am Lenker (Oberlenker habe ich am E-112 keinen. Auf jeden Fall keinen, an dem ich mich bei den gefahrenen Bergen hätte festhalten können) habe ich die letzten drei Tage fast ausschließlich auf dem Aerolenker gelegen. Das tat richtig gut. Die Koppelläufe sind ja inzwischen Pflichtprogramm nach jeder Einheit. Morgen steht nochmal ein Lauf über 30 Kilometer an, danach wird es etwas ruhiger, um noch etwas Kraft für den Duathlon am Sonntag zu haben.
Ich hatte schon vor dem Trainingslager geplant, den Duathlon als Chris-McCormack-No-Regrets-Alles-oder-Nichts-Gedächtnislauf anzusehen. Jetzt wird das eine komplette No Regrets Woche. ;-) Passt aber, ich fühle mich gut. Ich bin der Meinung, dass mich das Tapern nicht unbedingt schneller macht und möchte es mal so herum probieren. Den ersten 10er werde ich natürlich nicht ganz mit Vollgas laufen, geplant ist ein kontrollierter Schnitt von 04:00 Minuten. Noch kenne ich die Strecke nicht, kann daher nicht sagen, ob das realistisch ist. Beim Radfahren geht es aufs Ganze. 250 Watt oder mehr sollten nachher als Durchschnittsleistung im SportTracks zu sehen sein. Den abschließenden 5er werde ich (falls dann noch möglich) mit Vollgas angehen, was dann ca. 03:40-03:45 für den ersten Kilometer bedeuten dürfte. Danach entscheide ich spontan (wenn ich dann noch klar denken kann), wie es weitergeht.

Zur Challenge: Das Feld der Profis ist inzwischen benannt. Neben den Herren Raelert und Kienle ist jetzt auch Frau Wellington amtlich am Start. Bei den Herren sind auch am Start: James Cunnama, Keegan Williams, Luke Dragstra, Clemens Coenen und die Altmeister Lothar Leder und Jürgen Zäck. Bei den Frauen (natürlich) Rebekah Keat und (natürlich) Belinda Granger. Die dürften aber nur um die Plätze kämpfen. Das wird ein Spaß!

Buchtipp: Born to run

Dieses Buch wurde mir von einem Bekannten ausgeliehen und empfohlen. Da ich zuerst keine Zeit für die Lektüre hatte (Training geht ja schliesslich vor!), lag es relativ lange ungelesen in der Ecke. Als ich dann mal damit angefangen habe, dachte ich zuerst, dass es ein Roman sei. Ich habe eher zufällig die genannten Namen im Netz recherchiert und festgestellt, dass das mehr oder weniger ein Tatsachenbericht ist. Ab da war das Lesen gleich eine Nummer kurzweiliger. Absolut durchgeknallte Geschichten über die Ultraläufer werden da erzählt. Totaler Wahnsinn! Da erscheint einem das Triathletenleben vom sportlichen Aspekt her gleich wieder langweilig und höchstens durchschnittlich. Die Geschichten über Caballo Blanco, Scott Jurek, Billy “Bonehead” Barnett, Jenn Shelton, Barefoot Ted und noch einige andere sind höchst amüsant und lassen einen manchmal durchaus am Verstand der Protagonisten zweifeln. Ziemlich beeindruckend fand ich die Message, dass Laufen nichts mit Arbeit zu tun haben sollte.
Und nach der Lektüre von Kapitel 26 finde ich das Essen von bei 30 Grad Celsius auf das Oberrohr geklebten PowerBar Riegeln (was ich persönlich nicht mache, nehme nur High 5 Riegel und klebe diese sicher nicht auf das Oberrohr!) und das Trinken von ca. 28 Grad warmer Aldi Cola ohne Kohlensäure, die schon mindestens eine Stunde im Plastikbecher in der prallen Sonne steht und einem häufig bei den Verpflegungsstationen gereicht wird, überhaupt nicht mehr schlimm. Macht euch da auf was gefasst. ;-)

Weiterhin habe ich gelernt, dass ein massiv gedämpfter Schuh eher schlecht für all die Körperteile ist, die eigentlich durch die Dämpfung geschützt werden sollten. Davon bin ich sowieso schon länger überzeugt und laufe fast nur noch in leicht bis wenig gedämpften Schuhen. Von Adidas gab es mal diesen chipgesteuerten Schuh, der die richtige Dämpfung zur Laufzeit (schöner Wortwitz für alle, die aus der Softwareentwicklung kommen) errechnen sollte. Hat sich aber (vielleicht auch wegen den 250 Euro Anschaffungskosten) nie durchgesetzt. Ich habe tatsächlich noch nie jemanden mit diesem Schuh gesehen. Mit dem Dämpfungsungeheuer Kinsei von ASICS bin ich damals meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Danach habe ich ihn aber kaum noch benutzt, weil er mir viel zu schwer war. Vielleicht wage ich dieses Jahr sogar mal einige Läufchen in den BIKILA Laufschuhen von VIBRAM? Dazu muss ich aber erstmal hier in der Nähe einen Laden finden, wo man die Schuhe probieren kann.

Born to run
Christopher McDougall
ISBN: 978-3896673664

Sommer an Ostern

Nach dem langen und harten Winter meinte es das Wetter über Ostern sehr gut mit mir. Ich konnte am Freitag mit dem Einsatzwagen E-112 bei geschmeidigen 26 Grad Celsius in kurz/kurz durch die frühlingshaft blühenden Wiesen der Oberpfalz rollen. Sonntag war es auf dem Rad nicht ganz so warm, was aber daran lag, dass ich schon am Vormittag unterwegs war. Es versteht sich von selbst, dass nach den Radeinheiten (Freitag 93 Kilometer) und am Sonntag (80 Kilometer) noch ein Koppellauf für den krönenden Abschluss sorgen durfte. Am Freitag konnte ich die fünf Kilometer mit einem Schnitt von 03:58 Minuten pro Kilometer bewältigen, am Sonntag brachte ich die vier Kilometer mit einem Schnitt von 03:54 hinter mich. Das Koppeln klappt also schon mal ganz gut. Der erste Kilometer ist allerdings noch etwas unrund. Selbst in den Newtons, in denen ich momentan alles unter zehn Kilometern laufe.
Am Samstag konnte ich bei meinem Lauf über 32 Kilometer mit Endbeschleunigung ab Kilometer 25 auf 04:20 (jeden Kilometer zehn Sekunden schneller) ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, wenn man in der brennenden Sonne (gut, ist jetzt etwas übertrieben) laufen muss. Die Endbeschleunigung hat bis auf den Kilometer 31 auch geklappt. Da hatte ich einen leichten Hänger und war zehn Sekunden über dem Schnitt, wobei ich bei Kilometer 30 zehn Sekunden unter dem Schnitt war. Insofern gleicht sich das wieder aus. Lustig war die Episode, bei der eine etwas ältere Dame auf ihrem Fahrrad mit aller Gewalt zu mir aufschließen wollte, nur um mir folgendes mitzuteilen: “Sie laufen ja schneller, als ich mit dem Rad fahre!” Als ich ihr dann antwortete, dass ich schon 30 Kilometer hinter mir hatte, war sie sprachlos und hat sich wieder etwas zurückfallen lassen. Ist mir übrigens schon öfters passiert, dass mir die Radfahrer diese Tatsache mitteilen wollen.
Letzte Woche noch Under Armour Coldgear, diese Woche musste ich dann schon das Under Armour Heatgear Shirt aus dem Schrank holen. In erster Linie habe ich es allerdings als Sonnenschutz benutzt, da ich die Version mit den langen Ärmeln habe. Ich hatte nämlich noch keine Sonnencreme zur Hand. Kaufe ich erst am Freitag. Für Italien. Nächste Woche.
Zu guter letzt (bzw. am Anfang des Oster-Trainings-Block) bin ich am Donnerstag morgens 10,5 Kilometer mit einem 04:30er Schnitt gelaufen (der fühlte sich schon fast so gut an, wie letztes Jahr im Sommer!). Abends dann das Tempo-Training mit 2 Kilometer ein, 10 Minuten Lauf-ABC, 4×200 Meter steigernd, 4×2 Kilometer mit 03:40-03:45 Minuten pro Kilometer, 4×200 Meter steigernd, 2 Kilometer aus. So kamen rund zwölf Stunden Training in vier Tagen zusammen. Die zwei geplanten Schwimmeinheiten habe ich “verschoben”, hatte dafür beim besten Willen keine Zeit mehr. Das Schwimmen spielt für mich dieses Jahr eine etwas untergeordnete Rolle, Fokus liegt klar auf dem Radfahren und Laufen. Und das klappt ganz gut.

T minus 3 Monate minus 3 Tage

Aktuelle Meldung aus dem Kontrollzentrum: Ab sofort darf gekoppelt werden! Der Trainingsplan VP3a “überrascht” (nicht wirklich) mit der Vorgabe einer gekoppelten Laufeinheit nach jeder Radeinheit. Im Sommer macht das richtig Spaß, bei sechs Grad Celsius hält sich dieser jedoch sehr stark in Grenzen.  Die kurzen Laufeinheiten laufe ich seit letzter Woche alle mit dem Newton Distance Racer. Fühlt sich gut an, wobei ich nicht so einen großen Unterschied zu den anderen Schuhen feststellen kann. Sonst läuft alles nach Plan. Vielleicht komme ich diese Saison ohne eine einzige Erkältung durch den Winter? Das wäre mal was!
Zu was anderem: Wenn nur die Hälfte der Leute nach Roth zum Wettkampf kommt, die sich bisher als Zuschauer angekündigt haben, dürfte es fast für eine durchgehende Menschenkette “meiner Fans” auf der Marathonstrecke reichen. ;-) Einer hat sich sogar schon bereit erklärt, Tweets mit den Zwischenzeiten etc. abzusetzen. Man könnte also auch zu Hause bleiben und den Athlete Tracker und die Tweets konsumieren. ABER: Gestern kam die Meldung, dass Andreas Raelert dieses Jahr in Roth starten wird. Da heißt es für mich Gas geben, um nicht beim Radfahren überrundet zu werden - wobei ich dann wenigstens mal kurz im Bild wäre. Und für alle anderen heißt es Augen auf und nach ca. 07:45:00 Stunden Renndauer mal einen Abstecher ins Stadion machen! Bei normalen Bedingungen dürfte der uralte Streckenrekord bei den Herren fallen. Und wenn Frau Wellington dieses Jahr auch wieder in Roth startet - das restliche Feld der Profis wird erst demnächst verkündet -, dürfte auch bei den Damen ein neuer Streckenrekord drin sein. Vielleicht schafft es Chrissie Wellington dieses Jahr in die Top Fünf Gesamt? Wenn sie wieder so einen Marathon wie in Südafrika raushämmert (02:52:54), könnte das gut klappen. Vielleicht trauen sich auch keine Pro Männer mehr nach Roth, wenn Chrissie startet? Man hat da letztes Jahr ja so Gerüchte gehört, dass bestimmte Männer lieber ausgestiegen sind, als sich von Chrissie Wellington auf einer Langdistanz überholen zu lassen. Da ich nach ihr starte, kann sie mich immerhin schon mal nicht überholen, wird aber deutlich weniger Zeit für den Wettkampf benötigen.

Ich fasse also nochmal die Vorteile des Besuchs bei der 2011er Challenge in Roth zusammen:

  • ein generell unglaubliches Erlebnis bei der Jubiläums Challenge,
  • eine der besten Atmosphären bei einem Wettkampf,
  • eventuell Langdistanz-Weltrekord bei den Herren,
  • eventuell Langdistanz-Weltrekord bei den Damen,
  • eventuell eine Frau unter den Top 5 Gesamt,
  • meine ewige Dankbarkeit für aufmunternde Worte beim Marathon,
  • mein Rücktritt von der Langdistanz!

Ganz wichtig: Jeder, der mich beim Laufen sieht, darf mich anbrüllen und irgendwie nach vorne peitschen. Vielleicht hilft es was? Ich habe nämlich schwer den Verdacht, dass die zweite Hälfte des Marathons nicht so lustig wird. Demächst werde ich mal feste Streckenverpflegung bei einem 30 Kilometerlauf testen. Nur mit flüssigem High5 und Riegeln komme ich nicht über die Strecke.

Amberger Halbmarathon am 10.04.2011

Einer der Fixpunkte im jährlichen Wettkampfplan ist der Amberger Halbmarathon Anfang April. Die vierte Teilnahme war die mit den bisher schönsten Umgebungsparametern. Frühlingshafte 15 Grad Celsius bei strahlendem Sonnenschein lassen einen das Laufen schon fast genießen. ;-) Wenn ich die Temperaturen der drei Jahre davor zusammenzähle, komme ich wahrscheinlich nicht auf die 15 Grad. Es war immer kalt und es hatte immer richtiges April-Wetter: Sonne, Regen, Schnee, Graupel. Und das alles hintereinander oder gleichzeitig in knapp 01:30:00.
Der Wettkampf ist einwandfrei organsiert, die Startnummernausgabe etc. läuft absolut reibungslos ab, die Verpflegungsstellen sind auch sehr gut besetzt, so dass es bei den Getränken keine Engpässe gibt.
Bei diesem Wettkampf starten immer sehr viele sehr gute Läufer, so dass es hier gleich am Start mit Blaulicht und Sirenen losgeht. So auch dieses Jahr wieder. Geschmeidige 03:32 Minuten für den ersten Kilometer waren deutlich fordernder als die gemütlichen 03:53 Minuten vor zwei Wochen in Steinberg. Danach bis Kilometer zwölf immer zwischen 03:55 und 04:00. Dann war der große Schwung weg und die Kraft alle. Ich hatte gehofft, dass ich diesen Schnitt auf der flachen Strecke länger halten kann, hat aber nicht geklappt. Schlussendlich kam ich mit 01:25:51 ins Ziel und war damit rund 20 Sekunden langsamer als letztes Jahr. Passt!
Das war es vorerst mit den Wettkämpfen. Anfang Mai geht es nach Italien ins Trainingslager, Mitte Mai dann zur Bayerischen Duathlon Meisterschaft nach Krailling. Die restliche Zeit ist Trainingszeit.

Ergebnis: 01:25:51 (für 21,1 Kilometer)
Platzierung: Platz 50 von 358 (AK: 9 von 43)

Bergrennen III: Oberpfälzer Winterlauf Challenge Teil III

Zuerst: Besten Dank für die vielen Glückwünsche zur neuen Halbmarathon Bestzeit. Freut mich sehr, dass sich die Welt für meine Ergebnisse interessiert. ABER: Das waren keine 21,1 Kilometer. Laut Garmin waren es 20,18 Kilometer. Trotzdem bin ich bei dem Streckenprofil (laut Garmin 125 Höhenmeter, gefühlt locker das Doppelte!) mehr als zufrieden mit der erzielten Zeit.
OWC 2011 Lauf 3 Das Wetter war einwandfrei. Sonnenschein, irgendwas um die 11 Grad Celsius. Nach diesem Winter bin ich temperaturmäßig echt genügsam geworden. Gegen Ende kam ein leichter Wind auf, der im Triathlon Zweiteiler und einem total durchnässten Under Armour Coldgear Longsleeve gerade noch erträglich war. Der Wettkampf an sich war sehr unterhaltsam. Nach dem Startschuss ging es in einem relativ gemäßigten Tempo (03:53 und 03:50 Minuten pro Kilometer - da habe ich schon ganz andere Starts erlebt) los. Das vordere Feld war bis Kilometer vier relativ dicht zusammen. Einer direkt hinter dem Führungsfahrrad, dann eine Fünfergruppe, dann eine Gruppe mit ca. 15 Läufern, in der ich mich befand. Bis Kilometer fünf walzte diese Gruppe wie ein Zug über die Strecke. Zwei entgegenkommende Radfahrer mussten auf einem relativ schmalen Wegstück spontan auf den Randstreifen ausweichen, da einer aus der vorderen Reihe “wir sind mehr und stärker” schrie. Bei Kilometer fünf kam dann der erste Anstieg und die Gruppe wurde recht schnell gesprengt. Die stärkeren Läufer zogen das Tempo einigermaßen durch, der Rest platzte nach und nach weg. Nach ca. 300 Metern war ich mit deutlichem Abstand Letzter der ehemaligen Gruppe. Ich hielt es aber nicht für angebracht, nach sechs Kilometern ans Limit (bzw. darüber hinaus) zu gehen, um das Loch wieder zuzulaufen. Da es auf der Strecke mehrere heftige Anstiege gibt und es eine Wendepunktstrecke ist, sollte man etwas mit den Kräften haushalten. Ich vertraute zu diesem Zeitpunkt noch voll auf meine Bergab-Stärke, um wieder etwas Zeit aufholen zu können. Nach 04:57 Minuten hatte ich den sechsten Kilometer hinter mir und war schon auf einem bergab Stück unterwegs, als ich feststellen musste, dass die Bergab-Beine nicht wollten. Entweder hatte ich nur starke Bergab-Läufer um mich rum oder total schlechte Beine: Ich konnte die Abstände zu den anderen Läufern nicht verringern. 03:53 und 03:52 Minuten für Kilometer acht und neun sind jetzt auch nicht wirklich die Hammerzeiten wenn es bergab geht. Danach kam ein flaches Stück hin zur Wendemarke. Die Wendemarke war auf jeden Fall 500 Meter zu früh, was dann in der Summe zu dem fehlenden Kilometer führte. Vielleicht sollte der zuviel gelaufene Kilometer vom zweiten Rennen wieder kompensiert werden? ;-)
Mehr …

Die absolut unerwartete Rückkehr der Tempohärte: Frühjahrslauf TB Weiden am 20.03.2011

So kann es dann auch mal laufen: Ohne jegliche Vorwarnung ist meine Tempohärte gestern absolut unerwartet wieder aufgetaucht. Vielleicht lag es am endlich mal einigermaßen warmen Wetter? Oder an der schnee- und eisfreien Strecke? Oder an den Nudeln zum Mittagessen? Wäre tatsächlich sehr interessant zu wissen. Unterm Strich ist es auch egal, ich bin glücklich, dass ich beim gestrigen Wettkampf über 15,1 Kilometer einen Schnitt von 04:02 Minuten pro Kilometer laufen konnte. Die ersten drei Kilometer bin ich mit der vorderen Menge mitgeschwommen und konnte so deutlich unter 04:00 Minuten pro Kilometer laufen. Danach konnte ich bis Kilometer 10 das Tempo recht stabil knapp über 04:00 Minuten halten. Bei Kilometer 11 kam dann ein kleiner Einbruch, der zu einem 04:22er Schnitt führte. Entgegen den bisherigen Rennen in diesem Jahr konnte ich danach aber wieder zulegen und zog das Tempo etwas an. Lief einfach gut gestern.

Nach dem Wettkampf ging es direkt nach Hause. Sonntag ist ja der Tag der langen Läufe. Daher musste ich mich schnell umziehen und für den geplanten GA1 15 Kilometerlauf vorbereiten. Deutlich dicker eingepackt als beim Wettkampf lief ich los und fühlte mich bis Kilometer sieben sehr gut. Danach waren die Schritte schon etwas schwerer. Ab Kilometer 12 kamen leichte Schmerzen in der Wade dazu. Ab Kilometer 13 durfte ich schon mal erleben, wie sich die letzten zehn Kilometer beim Marathon in Roth anfühlen dürften: Extrem hart! Der letzte Kilometer war wohl der härteste Kilometer mit einem 06:00er Schnitt, den ich je gelaufen bin. Das war absolut grenzwertig. Aber es hat sich gelohnt: Guten Wettkampf gemacht und insgesamt 30 Kilometer gelaufen. Sehr schön! Freue mich schon auf den Halbmarathon in Steinberg am Wochenende.

Ergebnis: 01:01:10 (für 15,1 Kilometer)
Platzierung: gibt nur die AK-Wertung: 3 von 11

Nach oben

Projekt 2011

Zuerst war dieser Blog als Begleitung auf dem Weg zur Challenge Roth 2011 gedacht. Die Challenge Roth 2011 ist vorbei, aber das Training und die Wettkämpfe gehen weiter!