Mannschaftszeitfahren mit Crosslauf: Nonstop Triathlon Baunach 2011

Das war ein lustiger Wettkampf! Die Organisation war einwandfrei, alle Helfer waren leidenschaftlich dabei. Das hat echt Spaß gemacht. Das Wetter war leider nicht so ganz optimal: Relativ kalt und zwischendrin leichter Regen.

Schwimmen:

Das Schwimmen fand in einem Weiher statt, der auf jeden Fall nicht die Wasserqualität des Steinberger Sees hatte. Ich habe noch nicht mal die Füße des jeweiligen Vordermannes gesehen, so dass ich zwei Mal voll auf Schwimmer aufgeschwommen bin. Ich wurde auch mehrfach auf- bzw. überschwommen, so dass es sicher nicht nur an mir gelegen hat. Landstarts sind eigentlich eine feine Sache, weil man nicht schon zehn Minuten vor dem Start im Wasser rumpaddeln muss. Aber wenn rund 150 Athletern auf rund zehn Meter Breite gleichzeitig ins Wasser stürmen ist das nicht mehr ganz so entspannt. Ich hatte mir den Start der Sprintdistanzler, der eine Stunde vor meinem Start stattfand, angeschaut und habe mich daher am linken Rad positioniert und kam dann auch recht gut weg. Die Schwimmstrecke war etwas verwinkelt: Boje 1, Boje 2, Boje 3, Boje 1, Boje 2, Boje X waren die Stationen. Offiziell waren es 1,4 Kilometer, der Garmin zeigt 3 KIlometer an (in der Regel ist es die doppelte Strecke). Bei den vielen Bojen bin ich aber sicher nicht immer die optimale und gerade Strecke geschwommen. Mit 22:58 Minuten bei der amtlichen Zeitnahme bin ich zufrieden.

Wechsel 1:

Beim Ausziehen des Neos habe ich mir fast mit dem Zeitnahmechip einen Riss im rechten Ärmel des neuen 2XU C:2 Neos zugezogen, weil sich der Chip verdreht hatte. Da es recht kalt war, musste ich erstmal Socken (die schicken Skinfit Socken, die es in Krailling als Finisher-Geschenk gab) und Armlinge anziehen. Dann strümpfig durch den Rasen. Als ich auf das Rad gesprungen bin und die Socken auf die Schuhe gestellt habe, musste ich leider feststellen, dass das keine gute Idee war. Die Socken haben sich wunderbar in dem Klettverschluss der Radschuhe “verkeilt”. In Zukunft also wieder nur Baumwollsocken, die machen keine Probleme mit dem Klettverschluss. Mehr …

T Minus 7 Tage

Die Spannung steigt, das Kribbeln ist schon zu spüren. Nächsten Sonntag geht es über die 226 Kilometer in Roth. Gestern habe ich als letzte “Spitze” noch beim Nonstop Triathlon über die olympische Distanz in Baunach teilgenommen. Jetzt gibt es für mich nicht mehr viel zu tun. Montag und Dienstag werde ich nochmal locker mit dem Rad auskurbeln und kurze (und lockere) Koppelläufe machen, um die Spannung noch etwas hochzuhalten. Mittwoch stehen nochmal drei Kilometer im Neo auf dem Schwimmplan. Ab Donnerstag werde ich in Roth vor Ort sein und mir am Freitag die Örtlichkeiten genau anschauen, um einen Platz für die Trinkgurtübergabe auszusuchen. Als Betreuer werden meine Schwester und meine Freundin am Sonntag an der Strecke stehen. Wir werden für beide Fahrräder mitnehmen, da auch die Strecken, die die Zuschauer zurücklegen müssen, bei einer Langdistanz etwas länger sind als beim lokalen Volkstriathlon.

Ich denke, dass ich sehr gut vorbereitet bin. Bei pasendem Wetter (keine Affenhitze und bitte keine 14 Grad Celsius!) müsste ich gut durchkommen. Wenn ich dann noch diszipliniert meinen Ernährungsplan einhalte, sollte einem ordentlichem Finish nichts im Wege stehen. Aber auf einer Langdistanz kann viel passieren, insofern mache ich mich nicht durch Zeitvorgaben verrückt und werde einfach versuchen, gut über alle drei Disziplinen zu kommen.

Die erste Herausforderung dürfte es sein, beim Besuch der Triathlonmesse nicht gleich alle angebotenen Schnäppchen einzukaufen. Bei Saucony und High 5 dürfte mir das sicher sehr schwer fallen. ;-)

Ein sehr guter Freund von mir kann leider am Sonntag nicht in Roth vor Ort sein. Er hat meine Enwicklung vom Gelegenheitsfußballer zum Langdistanzler von Anfang an (also ab 2006) miterlebt. In einer E-Mail schrieb er mir diese Woche, dass “mit Roth ja quasi eine Ära ihrem Kulminationspunkt zusteuert.” Das sehe ich auch so. Fünf Jahre hartes Training werden nächsten Sonntag in einem einzigen Wettkampf münden. Ich freue mich!

T Minus 2 Wochen

Endspurt! In meinem zweiwöchigen Urlaub in Italien mit bestem Wetter konnte ich etwas an meiner Hitzeresistenz (abends beim Laufen noch meist um die 30 Grad Celsius) und etwas an der Schwimmform (erste Woche 17,5 Kilometer) arbeiten. Das Rad blieb zu Hause, dafür wäre auch gar keine Zeit gewesen, ich lag ja den ganzen Tag faul am Strand und habe regeneriert. ;-)
Dafür habe ich gestern und heute ordentlich in die Pedale getreten: Gestern 03:49:09 Stunden mit rund 102 Kilometern und heute 05:13:02 Stunden mit rund 150 Kilometern. Und da ich ja Triathlet bin, bin ich natürlich danach noch direkt zu schönen Koppelläufen aufgebrochen. Was ein Spaß! Gestern 12 Kilometer und heute dann noch geplante 15 und gelaufene 14 Kilometer. Das übliche Quäldichrichtigprogramm (1. und 3. Kilometer mit 03:45) habe ich mir heute erspart, da ich nach dem Radfahren schon recht platt war. Es war keine gute Idee, nach einer 150 Kilometer Radtour zum anschließenden Koppellauf über 15 Kilometer mit nur einem Gel loszulaufen. Bei Kilometer fünf kam das erste Loch, das ich mit dem Gel überbrücken konnte. Jetzt die große Frage: Wann kam dann das zweite Loch? Genau, bei Kilometer zehn. Dummerweise hatte ich kein Gel mehr dabei und habe ganz schön gelitten, so dass ich mich spontan dazu entschied, die Laufstrecke um einen Kilometer zu kürzen.
Gestern beim Radfahren hatte es um die 18 Grad Celsius, heute 22 mit gelegentlichem Regen und nassen Straßen. Pünktlich zum Koppellauf kam dann die Sonne raus und es wurde richtig warm. Das war im Mai irgendwie besser.
Ich habe an beiden Tagen nochmal etwas mit der Ernährung experimentiert. War sehr aufschlussreich. Ohne Salztablette jede Stunde auf dem Rad bekomme ich beim Laufen Wadenkrämpfe. Ohne Gels komme ich nicht durch den Laufsplit, wenn er länger als zehn Kilometer ist. Ich werde beim Radsplit in Roth die High5 EnergyBars und SportsBars mischen. Nur die EnergyBars geht nicht. Spätestens den dritten Riegel muss ich mit aller Gewalt runterwürgen. Wenn ich wirklich jede halbe Stunde einen vollen Riegel essen werde, werden das zehn bis zwölf Riegel werden. Ich hoffe, dass es nicht ganz so warm wird, dann schmilzt die Joghurt Glasur nicht und die SportsBars lassen sich besser essen. Für die “Lagerung” auf dem Rad habe ich auch schon eine tolle Idee. Ich denke, dass ich damit endgültig den Preis für das hässlichste Rad einheimsen werde. Vielleicht werde ich demnächst noch ein Bild davon posten.
Die nächste Woche wird nochmal etwas radlastig, am Samstag geht es dann zum Nonstop Triathlon über die olympische Distanz nach Baunach.

Die Kraft der Tomate

Was habe ich ernährungstechnisch nicht schon alles ausprobiert? Diverse Riegel (Oatsnack, Powerbar, High5), Gels (High5, Aktiv3 Liquid, PowerBar, Xenofit), Pulver (Sponser, Vitargo, High5) und fertige Getränke (Vitargo) lagerten schon in meinem Vorratsschrank. So richtig glücklich bin ich mit keinem geworden. Aktuell benutze ich das 4:1 Getränkepulver mit Berry Geschmack von High5, weil es mir am besten schmeckt. Als Riegel kommen im Training die High5 Sportsbars (ebenfalls Berry), im Wettkampf die High 5 Energy Bars (natürlich Berry!) zum Einsatz. Das haut beim Rad bis zu drei Stunden Belastung auch alles wunderbar hin. Wenn es aber mal wieder länger dauert (vielleicht sollte ich mir mal einige Snickers einpacken?), komme ich damit aber nicht über den Berg bzw. um den Hungerast. Beim Laufen der Strecken über 30 Kilometer bin ich leistungstechnisch schon öfters trotz ausreichender Versorgung mit High5 Getränk ziemlich in den Keller gefahren. Inzwischen mache ich diese Läufe immer nach dem Mittagessen, was deutlich bessser funktioniert. Das wird aber in Roth wahrscheinlich eher nicht möglich sein. Neulich habe ich ja schon mal geschrieben, dass ich auf einem langen Lauf mal “feste” Verpflegung (Toastbrot o.ä.) testen will. Kam ich aber noch nicht dazu.

Als ich vor dem Trainingslager nochmal schnell beim Stadler in Regensburg (”nur mal schauen”) war, habe ich neben der Neptune Regenjacke von Mavic auch noch einige Packungen von Squeezys berühmten Tomatengel gekauft. Als ich das damals in der Dauerwerbezeitung gelesen habe, hielt ich es erst für einen Scherz. In meiner Verzweiflung habe ich es einfach mal für einen Test mitgenomen. Es ist nämlich so, dass mir die süßen Gels nach mehreren Stunden einfach zum Hals raushängen und man sich die immer ziemlich reinwürgen muss. In Italien habe ich zwei Packungen davon bei der Koppeleinheit gegessen. Schmeckt wie Ketchup und lässt sich auch warm noch recht gut schlucken, was man jetzt von den PowerBar Gels, die sich unabhängig von der Temperatur sowieso nie gut schlucken lassen, nicht unbedingt behaupten kann. Die High5 Iso-Gels lassen sich zwar einwandfrei schlucken und man braucht noch nicht mal Wasser hinterher, aber die bekommen meinem Magen überhaupt nicht. Eine Leistungsexplosion habe ich nach dem Genuss keine feststellen können, aber ich bin immerhin auch nicht mehr eingebrochen als die anderen.
Ich habe in Steinberg kurz vor dem zweiten Wechsel ein Tomatengel genommen. Auf der Laufstrecke konnte ich ebenfalls nochmal eines zu mir nehmen. Da ich nur High 5 4:1 Getränk im Gürtel hatte, und das nicht mehr trinken konnte/wollte, hat es für das zweite Tomatengel nicht mehr gereicht. In Roth werde ich im Getränkegürtel nur sehr dünnes High 5 oder pures Wasser mitnehmen. So kann ich unterwegs trinken und das Wasser der Aid Stations zur Kühlung benutzen. Ich muss es nur schaffen, zum Halbmarathon an den zweiten Gürtel zu kommen. Aber das wird schon klappen.

Zum Schluss: Als ich mal bei einem Wettkampf den Gürtel voller Aktiv3 Liquids hatte, wurde ich gefragt, was ich mit der ganzen Zahncreme im Rennen vorhabe.

We have a new record

Gesamtumfang Rad 2006 bis 2011 Wer hätte es gedacht? Der Mai war der bisher radstärkste Monat jemals. Das gute Wetter und das Trainingslager haben einen guten Teil dazu beigetragen, dass ich auf sehr gute 1.355 Kilometer in einem Monat gekommen bin. Gefühlt bin ich jeden Tag im Mai auf dem Rad gesessen, in Wirklichkeit waren es nur 19 Tage. Auf dem Einsatzwagen E-112 von Argon macht das Radfahren auch richtig Spaß. Die Episode, als ich bei einer Ausfahrt nach rund 50 gefahrenen Kilometern am Anfang eines Anstiegs fast den Lenker samt Vorbau in den Händen gehalten hätte, weil sich alle vier Schrauben gelöst hatten, vergesse ich hier mal. Bin auch selbst schuld, wenn ich kein Werkzeug mitnehme und mich dann mit dem Auto abholen lassen muss. Zum Glück war das aber am Anfang des Anstiegs und nicht bei der Abfahrt, da wäre das vielleicht anders ausgegangen.

Gesamtumfang Schwimmen 2006 bis 2011
Beim Schwimmen ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Wenn es das Wetter zulässt, werde ich demnächst einige Einheiten im Neo im Freibad machen. In Steinberg habe ich mich im neuen Neo schon sehr wohl gefühlt.

Gesamtumfang Laufen 2006 bis 2011
Das Laufen bewegt sich auf einem guten Niveau und ist meine beste Disziplin. Es macht auf jeden Fall mehr Spaß, beim abschließenden Lauf noch Leute einsammeln zu können als ständig überholt zu werden. Wenn die Temperaturen stimmen, kommt immer ein gutes Ergebnis raus. Im nächsten Jahr gilt es, etwas am Tempo zu arbeiten, so dass die Zeiten bei den 10 Kilomtern und dem Halbmarathon gesteigert werden können. Aber das dann erst 2012!

T Minus 4 Wochen

Geschätzte Sportsfreunde, wir befinden uns (zum Glück) auf der Zielgeraden! Nur noch vier Wochen, bis zum Tanz des Jahres! Die aktuelle Stimmung ist gut, das Training lief bisher auf hohem Niveau einwandfrei. Ich habe etwas Respekt vor dem abschließenden Marathon, der mir vor allen Dingen bei warmen Temperaturen sehr schwer fallen dürfte. Ich kann jetzt eigentlich nicht mehr viel machen, außer dafür zu sorgen, daß ich mich nicht mehr verletze oder erkälte und die Form bis zum 10.07. konserviere. Eines steht aber für mich absolut fest und wird mir mit jedem Tag klarer: Das wird meine einzige Langdistanz sein. Ich habe das ja bereits mehrfach angekündigt und sage es hier nur nochmal, um ganz sicher zu gehen, dass es auch jeder verstanden hat. Ich habe mir schon einen 2XU Einteiler für die Sprint- und Kurzdistanz-Wettkämpfe im nächsten Jahr besorgt! ;-)

Zur Challenge:
Die Startnummern sind jetzt offiziell festgelegt. Ich werde mit der Startnummer 1586 ins Rennen gehen. In der sechsten Startgruppe startet für mich die Challenge Roth um 07:10 Uhr.

Kurzer Programmhinweis:

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Ich bin mir fast sicher, dass sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die Weltbestzeiten fallen (Damen) oder zumindest heftig wackeln (Herren) dürften. Wer also am 10.07. noch nichts vorhat und auch nicht selbst startet, sollte nach Roth kommen. Dort könnte man Zeuge eines historischen Zieleinlaufes werden!

Am Rande bemerkt: Ab 2012 wird ein Ironman in New York stattfinden. Die Startgebühr soll 1.000 US Dollar (rund 700 Euro) betragen. Es lebe die Gewinnmaximierung!

Sehr warm und hügelig: 4. Oberpfälzer Seenland Triathlon am 05.06.2011

Die Wechselzone Gestern stand der Testlauf für die Challenge in Roth auf dem Wettkampfplan. Ich habe beim 4. Oberpfälzer Seenland Triathlon das Race-Setup und den Ernährungsplan für Roth getestet. Abgesehen von den Temperaturen um die 30 Grad Celsius war der Wettkampf sehr schön.

Schwimmen:

Mit Tobi, dem TriCamper, beim Einschwimmen Das Schwimmen fand im Steinberger See statt. Das Wasser hatte knapp 19 Grad Celsius, so dass mit dem Neoprenanzug geschwommen werden konnte. Ich hatte den neuen 2XU C:2 im Einsatz. Den habe ich mir neulich gekauft, da mein alter Orca Evo ein mittelgroßes Loch am Übergang vom dickem zum dünnen Neopren hat und ich nicht wollte, dass dieses Loch mitten im Wettkampf noch größer wird. Den C:2 hatte ich am Freitag noch im Schwimmbad für zwei Kilometer im 50 Meter Becken des Freibads ausprobiert. Das war eine gute Idee, denn wenn er nicht richtig sitzt, fängt er an der Achsel des rechten Arms zu drücken an. Am Sonntag war das aber kein Problem, er passte perfekt. Der Schwimmstart war der entspannteste und fairste, den ich bisher erlebt habe. Da sich die gedachte Startlinie über ca. 50-60 Meter Breite zog, standen maximal drei Leute hintereinander im hüfthohen Wasser. Nach dem Startschuss schwammen die meisten recht entspannt los und die üblichen Prügelszenen blieben aus. Ich hielt mich rechts am Rand und konnte absolut unbedrängt schwimmen. Da ich nicht so recht wusste, wo ich hinschwimmen musste, orientierte ich mich immer mal wieder (eher schlecht als recht) an den anderen. Trotz der verspiegelten Predator Schwimmbrille machte mir das helle Licht und die Reflektionen auf dem Wasser etwas zu schaffen und ich konnte die Bojen nicht so richtig erkennen. Da ich die Entfernungen der Bojen und die zu schwimmenden Streckenlängen von einer Boje zur nächsten nicht kannte, tat ich mich etwas schwer mit der Einschätzung des Tempos.  Schlussendlich hatte ich nach rund 35 Minuten wieder Boden unter den Füßen. Für zwei Kilometer Freiwasserschwimmen auf einem Dreieckkurs mit Inselumrundung finde ich die Zeit in Ordnung. Der Garmin zeigt 3,76 Kilometer an. In der Regel erfasst er beim Schwimmen immer die doppelte Strecke. Mehr …

Besichtigung Radstrecke Roth

Junge Menschen unter 30 nutzen den Vatertag offensichtlich in erster Linie dazu, mit einem Bollerwagen voll mit Bier durch die Gegend zu marschieren und sich relativ sinnlos zu betrinken. Alte Menschen um die 60 packen bei gutem Wetter das gute alte Fünfgang Fahrrad aus und machen damit die Straßen unsicher. Die Menschen, die am Vatertag keinen Bewegungsdrang verspüren, sitzen im Garten und grillen. Da ich mich zu keiner der drei Kategorien zähle, bin ich zusammen mit Hans die Radstrecke der Challenge Roth abgefahren. Eigentlich wollten wir am 15.05.2011 mit dem Professional Endurance Team eine geführte Tour fahren. Bei mir kam aber der Duathlon in Krailling dazwischen, Hans war erkältet und konnte daher nicht mitfahren. Da wir beide der Meinung sind, dass eine gewisse Streckenkenntnis nicht verkehrt ist, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, den heutigen Tag dafür zu nutzen. Und wir waren nicht alleine!

Am Anfang taten wir uns etwas schwer, den “richtigen” Park & Ride Parkplatz in Roth zu finden. Da es aber auf dem Weg nach Eckersmühlen nur einen gibt, haben wir den genommen. Dort haben wir das Auto abgestellt, die Räder ausgeladen und sind dann Richtung Eckersmühlen losgefahren. Dort haben wir uns gleich verfahren, da wir immer erst den Zettel rauskramen mussten, auf dem die einzelnen Stationen stehen. Wir haben erst bei Kilometer 40 geblickt, dass an den diversen Verkehrsschildern Challenge Roth Wegweiser angebracht sind.  Unterwegs haben wir eine siebenköpfige Truppe getroffen, die offensichtlich die gleiche Idee hatte wie wir. So haben wir uns immer mal wieder gegenseitig überholt. Am Kalvarienberg in Greding trennten sich aber unsere Wege, da ich die Abfahrt verpasst habe und dann reaktionsstark die Auffahrt für die Gegenfahrbahn benutzt habe. Hätte super gepasst, wenn ich nicht den dicken Gang drin gehabt hätte. Beim Schalten am Berg ist mir dann die Kette runtergesprungen und wir mussten einen Notstopp einlegen. Das wird mir am 10.07. hoffentlich nicht wieder passieren. Der Kalvarienberg ist am Anfang ganz schön steil, aber nach den italienischen Steilwänden kann mich das nicht mehr schocken. Weiter oben wird er wieder etwas flacher und lässt sich ganz gut hochkurbeln. Wie das dann im Rennen bei der zweiten Runde aussieht, kann ich nicht sagen. Der Solarer Berg ist ziemlich harmlos. Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass dort in drei oder vier Reihen Menschen stehen, die einen den Berg hochpeitschen, dürfte das eher ein kleines Problem sein. Was mich etwas überrascht hat, war das gesamte Streckenprofil. Alle Leute, mit denen ich mich bisher unterhalten habe, haben mir erzählt, dass die Strecke flach und schnell ist. Nachdem Sebastian Kienle letztes Jahr die Radbestzeit auf der Langstrecke aufgestellt hat, kann es schon sein, dass die Strecke schnell ist. Aber flach ist das Profil auf jeden Fall nicht. Wir hatten gefühlt auch immer Gegenwind, was bei einem Rundkurs ja nicht so ganz möglich ist. Ich hoffe, dass es am 10.07. windstill ist.
Nachdem wir die Fahrräder wieder im Auto verstaut hatten, sind wir noch die ersten fünf Kilometer der Laufstrecke bis kurz vor den Kanal gelaufen und dann wieder ungekehrt. Insgesamt hat sich die Tour auf jeden Fall gelohnt, da ich jetzt weiß, was mich auf der Radstrecke am Wettkampftag erwartet. Und der erste Teil der Laufstrecke ist auch nicht ohne, da geht es knackig den Berg hoch. Also auf keinen Fall einen Blitzstart hinlegen!

Bilder Trainingslager Italien

Ich habe von Sascha und dem Tricamp-Team einige Bilder aus dem Trainingslager erhalten. Die Lawine bekam meine Gruppe ja nicht mehr zu sehen. Um ehrlich zu sein: Da bin ich nicht traurig! Das sieht nicht so lustig aus.

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Winkel, Kurven, Kopfsteinpflaster: Amberger Running Night am 21.05.2011

Da ich noch keinen amtlichen (die Wettkämpfe im Winter zähle ich nicht dazu) zehn Kilometer Wettkampf in diesem Jahr im Log stehen hatte, entschloss ich mich relativ kurzfristig dazu, bei der Amberger Running Night zu starten. Nachdem es bis kurz vor der Abfahrt in Weiden noch ziemlich stark geregnet hat, wollte ich schon fast ein DNS (did not start) hinlegen, weil Regen und Kopfsteinpflaster sicher keine gute Kombination für eine PBZ auf den zehn Kilometern sein dürften. Auf der Fahrt nach Amberg (rund 50 Kilometer) wurde das Wetter aber immer besser und in Amberg selbst gab es strahlenden Sonnenschein bei irgendwas um die 20 Grad Celsius. Optimales Laufwetter also. Startnummer geholt, umziehen, aufwärmen, kurzer Plausch mit einem Bekannten, aufwärmen, aufstellen an der Startlinie. Der Kurs ist ein Rundkurs, den es vier Mal zu bewältigen gilt. Jede Runde hat 2,5 Kilometer und eine Verpflegungsstation im Start-/Ziel-Bereich.
Gleich nach dem Start ging es los wie die Feuerwehr, was bei dem Feld auch nicht sonderlich überraschend ist. Ich musste erst noch schnell einen etwas langsameren Block umkurven, um dann direkt die Spitzengruppe vor mir zu sehen. Da ich manchmal wie ein Hamster in seinem Drehrädchen bin, versuchte ich an der Gruppe dran zu bleiben. So kommt man dann auf eine 03:29 für den ersten Kilometer. Um die PBZ auf dem 10er zu machen, war mir das gerade recht. Danach habe ich das Tempo allerdings etwas reduziert, da ich niemals mit einem Schnitt um die 03:30 über die zehn Kilometer gekommen wäre. Die Kurven, Winkel und das Kopfsteinpflaster machten es mir auch nicht unbedingt einfach, die Kilometer zwei und drei in 03:41 zu laufen. Ca. bei Kilometer 1,5 lauerte die übelste Stelle des Wettkampfes: Zuerst geht es leicht bergauf, dann eine Rechtskurve, dann eine Linkskurve, dann eine Treppe (breite Stufen, trotzdem nicht lustig), dann eine kleine Brücke, 90 Grad Linkskurve, Rampe. Das war nicht wirklich schön. Und die Aussicht, diese Stelle noch drei Mal passieren zu dürfen führte nicht zu großer Begeisterung. Nach diesem Abschnitt ging es weiter leicht bergauf, bis man schließlich zum “Gipfel” gelangte.  Von dort aus ging es bergab und ich konnte bei allen Runden meine grandiosen Bergabbeine erfolgreich einsetzen. Ich denke, die zwei Sportsfreunde, die ich dort in jeder Runde überholt habe, fanden es nicht so lustig. Dumm nur, dass sie mich in jeder Runde trotzdem wieder überholt haben :-(

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Projekt 2011

Zuerst war dieser Blog als Begleitung auf dem Weg zur Challenge Roth 2011 gedacht. Die Challenge Roth 2011 ist vorbei, aber das Training und die Wettkämpfe gehen weiter!