Archiv für Kategorie ‘Wettkampf’

Wettkampfauftakt 2012: Winterlauf Challenge Teil 1

Der erste Wettkampf des Jahres ist traditionell der erste Teil der Winterlauf Challenge. Bis Freitag sah alles nach einem wunderbaren Wettkampf aus: Kein Schnee, nicht kalt. Doch dann hat es von Freitag auf Samstag geschneit und die Temperaturen gingen unter null Grad Celsius. Insofern war auch dieses Jahr wieder ein großer Teil der Strecke mit Schnee bedeckt. Im Gegensatz zu den Jahren davor war es aber noch kein Eis, sondern eine eigentlich gut zu laufende Schneedecke. Nachdem ich letztes Jahr auf den Asphaltabschnitten mit den IceBugs nicht so richtig glücklich war, fiel dieses Jahr die Schuhwahl auf einen der neuen Schuhe in meinem Schrank: Den Salomon SpeedCross 3. Die Wahl hat sich rückblickend als sehr gut herausgestellt. Im Schnee hatte ich damit immer ausreichend Grip, auf Asphalt ist er zwar auch kein superleichter Wettkampfschlappen, aber immerhin deutlich flexibler als der IceBug. Der Wettkampf an sich ist schnell erzählt: Dieses Jahr waren (wahrscheinlich wegen dem Wetter) gefühlt deutlich weniger Leute am Start als noch letztes Jahr. Bisher gab es hier bisher noch keinen so richtigen Winter, da haben sich einige von Schnee und Kälte abschrecken lassen. Der Start ging diszipliniert ab und war mit 03:45 für den ersten Kilometer auch ganz zügig. Auf den ersten zwei bis drei Kilometern hatte ich noch etwas mit der Kälte (kurze Tri-Short, Under Armour Coldgear und Tri-Top sind nicht soooo warm) zu kämpfen. Trotz SpeedCross konnte ich keinen optimalen Druck auf den Boden bringen und musste mich daher mit Kilometerrunden um die 04:00 Minute zufrieden geben. Da das Streckenprofil nicht flach ist, verwundert das aber nicht wirklich. Kilometer fünf war mit 04:12 Minuten pro Kilometer der langsamste, danach konnte wieder zulegen und konnte die Kilometer acht (03:55) und neun (03:57) wieder unter der vier Minuten Marke absolvieren. Das letzte Stück hat mehrere kleine Wellen drin, die aber nach rund 35 Minuten ganz schön schmerzen können. Schlussendlich kam ich mit (handgestoppten - mit dem neuen Garmin Forerunner 910XT!) 39:50 Minuten ins Ziel. Wenn ich mir überlege, dass ich am Donnerstag bei der Leistungsdiagnostik war, am Freitag morgens um 06:30 Uhr schwimmen war, um 17:00 Uhr rund 12,5 Kilometer laufen war, um 20:00 Uhr noch zwei Stunden auf dem Ergometer abgekurbelt habe und am Samstag zwei Stunden bei einem Langlauf-Skating-Kurs war, bin ich mit der Zeit mehr als zufrieden. Das sind übrigens fast zwei Minuten schneller als letztes Jahr. 2012 fängt sehr gut an!

Zum neuen Garmin Forerunner 910XT werde ich demnächst noch mehr schreiben, muss ihn erstmal etwas benutzen, um fundierte Aussagen machen zu können. Eines ist schon mal sicher: Er ist ein echter Handschmeichler im Vergleich zum 310XT (vom 305 rede ich hier erst gar nicht!).

Ergebnis: 00:39:50 (für 9,9 Kilometer)
Platzierung: Platz 20 von 190 (AK: 5)

Das härteste Feld bisher: 10 KM Rheinzabern am 11.12.2011

Das hat gerockt! Fast 1.300 Starter bei einem 10 Kilometer Wettkampf mitten im Dezember. Ich habe einen Besuch zu Hause mit einem Wettkampf in der Nähe kombiniert und konnte dabei auch gleich noch Jörg und Petra (besten Dank an dieser Stelle für die Einladung und das außerordentlich leckere Mittagessen!) besuchen. Also das Maximum rausgeholt.

Ich bin noch immer von dem Starterfeld beeindruckt. Bei uns lassen sich bei 0 Grad Celsius irgendwie keine 1.300 (!) Leute finden, die bereit sind, sich zwischen 00:31:26 und 01:19:22 über die Wettkampfstrecke zu bewegen. Ich habe das riesige Feld am Anfang unterschätzt und stand beim Start dementsprechend irgendwie in Reihe 30. Nach dem Startschuss ging es erstmal im Schritttempo zur Startlinie. Selbst danach war an laufen geschweige denn rennen überhaupt nicht zu denken. Daher habe ich an meinem Garmin den Start-Knopf erst gedrückt, als es auch Sinn machte. Die Spuren wurden wild gewechselt, wenn man schnell vorwärts kommen wollte. Der erste Kilometer war absolut unrund und schon ganz schön hart. Danach wurde es etwas lockerer, weil sich das Feld bis dahin schon etwas entzerrt hatte. Trotzdem hatte man immer fünf bis zehn Leute in seiner unmittelbaren Nähe. Es war schon ein komisches Gefühl, als ich mit einer 5er Durchgangszeit von 18:49 immer noch mitten im Feld war. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine feine Sache, wenn man so viele Leute um sich rum hat. Man kommt nicht ins Grübeln und verfällt auch sicher nicht in das berüchtigte Wohlfühltempo. Bei Kilometer neun kam die von Jörg angekündigte “Rampe”. Im Training läuft man da einfach drüber weg und bemerkt sie vielleicht überhaupt nicht. In einem Wettkampf an der Leistungsgrenze macht sie sich aber ziemlich bemerkbar. Bei Kilometer acht stand eine 03:52 auf dem Display. Bei Kilometer neun waren es dann schon 04:00. Zum Glück ist am Ende der “Rampe” ein Wendepunkt, so dass man sie dann auf dem letzten Kilometer wieder runter rennen kann. Das führte dann zu einer 03:50 für den letzten Kilometer.
Da es keine Brutto-/Nettozeiten gibt, stimmt die offizielle Zeit von 38:57 Minuten natürlich nicht. Mein Garmin gibt für eine Strecke von 10,04 Kilometern eine Zeit von 38:25 Minuten an. So nebenbei also mitten im Winter eine neue Bestzeit auf den 10er gerannt. Ich bin begeistert! Letztes Jahr um die Zeit waren 40 Minuten für den 10er unmöglich. Ich bin mir noch nicht sicher, woran es liegt, dass ich jetzt schon so schnell bin, nehme es aber natürlich dankend hin. Die Platzierung Gesamt und auch in der AK zeigen, was das das für ein hartes Feld war. Für Platz 100 musste man eine 36:53 laufen!

Ergebnis: 00:38:25 (offiziell 38:57)
Platzierung: Platz 181 von 1289 (Platz 30 von 56 in der AK M40)

Podest: Battert-Lauf am 08.10.2011

Ganz vorne ist es interessant  Endlich! Podest! Dritter in der Gesamtwertung! Und dann die Siegerehrung verpasst!

Ja, so war das am Samstag! Das Wetter war bei weitem nicht so gut wie beim Halbmarathon in Etsdorf am Montag. Elf Grad Celsius mit Regengefahr erwarteten mich kurz vor dem Start. Das Feld war recht groß, für mich aber nicht einzuschätzen, da ich außer Jan Werner keinen Namen kannte. Er startete auch schon beim Das gibt es nur in Baden-Baden: Laufwettkampf mit PferdedroschkeSilvesterlauf in Wintersdorf und gewann dort das Rennen über 10,5 Kilometer. Insofern war mir klar, dass er sicher das Tempo ganz vorne mitbestimmen würde. Da alle Läufer (sieben und zwölf Kilometer) gleichzeitig starteten, war es etwas schwer, einzuschätzen, an wen man sich halten muss. Da es recht kalt war, machte ich mich relativ lange warm und erachtete Mütze und leichte Handschuhe als notwendige Accessoires. Inzwischen läuft die Pre-Race-Phase schon recht routiniert ab. Zumal es “nur” ein Lauf über zwölf Kilometer war. Auch meine Schwester hat nach den diversen Wettkämpfen (Oberhausen, Großweier, Kraichgau, Roth), die sie als Betreuerin dabei war, inzwischen schon reichlich Erfahrung.

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Mit einem Bein auf dem Podest: Tempel-Marathon in Etsdorf am 03.10.2011

Der Weg ins Nirgendwo Das war knapp! Bis ca. 400 Meter vor dem Ziel war ich auf dem dritten Platz der Halbmarathon Konkurrenz. Leider wurde ich auf der Zielgeraden überholt und doch noch vom Treppchen gestoßen.

Aber von vorne: Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fand am 03.10. in Etsdorf der erste Tempel-Marathon statt. Mir war im Vorfeld schon klar, dass durch das übersichtliche Starterfeld keine sonderliche große Konkurrenz zu erwarten war. Insofern ging ich top motiviert an den Start. Als ich aber den Start sah, überkam mich doch etwas Respekt. Wir wurden mit dem Bus vom Ziel zum Start gefahren, der oben auf einem Berg gelegen war. Das war schon ziemlich beeindruckend: Direkt vom Start weg rund 800 Meter richig steil den Berg runter. Gut, ist ja meine Stärke. Vor dem Start wurden noch einige offizielle Bilder gemacht und schon wurde der Countdown gezählt. Mit dem Schuss ging es los und ich versuchte gleich, ganz nach vorne zu kommen, da der Weg nicht so breit war und ich hier keine Zeit liegen lassen wollte. Ich konnte mich direkt an Platz zwei setzen. Der Sportsfreund vor mir war noch schneller. Ich konnte sein Tempo nicht ganz mitgehen, hatte aber nach rund 800 Metern einen Schnitt von 02:53 auf dem Garmin stehen. Dann ging es noch rund 200 Meter flach weiter, bis kurz vor dem Zielbogen der erste Kilometer absolviert war: 03:03 erschien auf meinem Display. Die Lunge brannte und die Beine waren auch schon etwas schwammig. Weiter ging es. Am Zielbogen vorbei und noch ca. 200 Meter bis zur ersten Kurve. Direkt nach der Kurve hat der Der steile Weg zum Start bisher führende zwei Gänge runtergeschaltet und den gemütlichen Sonntagslauf-Gang eingeworfen. Es war ein Staffelläufer, der wohl als erster durch den Zielbogen wollte. Somit schnupperte ich zum ersten Mal in meiner jungen Sportlerkarriere Führungsluft. Allerdings nur für 200-300 Meter, dann wurde ich auch schon wieder überholt. Da alle Starter (Staffelmarathon, Halbmarathon, Marathon) gleichzeitig starteten, war es schwer einzuschätzen, wer welche Disziplin macht. Das Streckenprofil war echt hammerhart und der bergige Halbmarathon Amberg-Weiden war dagegen schon fast ein Lauf in der Rheinebene. Es ging ständig (vor allen Dingen) auf und ab. An der ersten Versorgungsstation musste man sich die Becher selbst vom Tisch nehmen, weil die Hilfskräfte offensichlich nicht instruiert wurden.
So zog sich das alles hin und ich konnte feststellen, dass auch hier keine Bestzeit zu erwarten war. Bei Kilometer neun gab es dann einen Wendepunkt und man konnte sich die Startnummern (bzw. die Farbe der Startnummer) der weiter vorne platzierten Läufer anschauen. Ich war aber so mit mir selbst beschäftigt, dass ich nicht darauf achtete. Schließlich wurde ich von einem Läufer überholt, den ich letzte Woche noch distanzieren konnte. Er hatte am Montag einfach die besseren Beine. Als ich zum zweiten Mal am Wendepunkt vorbeikam, achtete ich auf die Farben. Ein Halbmarathoni, ein Staffelläufer, noch ein Mein Favorit: Bergab rennenStaffelläufer, ein Halbmarathoni. Das waren alle vor mir. Dritter Platz also. Gerade als Freude aufkam und ich den Wendepunkt erreichte, wurde die Euphorie gleich wieder gedämpft: Ich hatte nur noch ca. 15-20 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Läufer. Und das war einer mit einer Halbmarathon-Nummer. Mist! Ich versuchte alles, aber an dem Anstieg 400 Meter vor dem Ziel zog er vorbei und ich konnte nicht mehr kontern. Gerne hätte ich die Sache etwas spannender gestaltet, aber es ging nicht. Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen muss ich mich auf der Zielgeraden bei einem Halbmarathon geschlagen geben. Aber wenn einer schneller ist, dann ist er halt schneller. Auch wenn vier Sekunden Rückstand bei einem Halbmarathon etwas bitter sind.

In Zukunft werde ich wieder flache Strecken suchen. Wobei nächsten Samstag mit dem Battert-Lauf nochmal eine richtige Rampe wartet: 340 Höhenmeter auf sieben Kilometer und dann fünf Kilometer die Strecke wieder runter zum Start! Mal schauen, ob die grandiosen Bergab-Beine da noch Lust haben, eine 02:53 abzuliefern. ;-)

Ergebnis: 01:28:30 (Garmin gemessen), 01:29:04 (Veranstalter)
Platzierung: Platz 4 von 31 (AK-Wertung gab es keine)

Bergige Geschichte: Halbmarathon Amberg-Weiden am 25.09.2011

Auch die sechste Woche der HM Vorbereitung lief nicht glatt. Eine Erkältung hielt mich den größten Teil der Woche davon ab, ordentlich trainieren zu können. Dienstag und Freitag waren zwei Einheiten mit insgesamt 25 Kilometern drin. Mehr ist nicht passiert diese Woche. Entsprechend erwartungsarm bin ich dann heute in den Halbmarathon gestartet. Kaum Training, eine gerade auskurierte Erkältung und ein nicht gerade flaches Streckenprofil auf der ersten Hälfte der Strecke.
Das Wetter war absolut grandios. Wahrscheinlich hat der Sommer ein schlechtes Gewissen und versucht nochmal einige Punkte gut zu machen? Für einen Halbmarathon waren es optimale Voraussetzungen. Da ich wusste, was mir auf dem ersten Teil anstiegstechnisch drohte, wollte ich es relativ locker angehen lassen. Der erste Kilometer war mit 03:39 schneller als geplant, das lag aber an dem leicht abschüssigen Stück am Ende. Zuvor war ich sauber 03:50 gelaufen und konnte die Spitzengruppe im Auge behalten. Am ersten Anstieg setzte sich die Spitzengruppe etwas ab und ich konnte mich aus einer Fünfergruppe lösen. So ging es dann ständig geschmeidig den Berg hoch. Das Profil ist echt unangenehm. Es gab auch Sportler, die den ganzen Marathon gelaufen sind. Die hatten sicher viel Spaß, sich mit 21 Kilometern in den Beinen da hoch zu quälen. Kurz vor der 10er Marke ging es ca. einen Kilometer nur bergab. So richtig wollten die Bergab-Beine nicht, aber es reichte immer noch, um Löcher zuzulaufen und selbst wieder Löcher zu reißen. Das Feld war da schon recht ausgedünnt, was für den Kopf etwas schwer war. Ab Kilometer 11 wurde es dann endlich flach, aber das Tempo wollte nicht unter die 04:00 Minuten Marke fallen. Bestzeit war eh nicht drin, so versuchte ich, den Abstand nach vorne nicht zu groß werden zu lassen und nach hinten immer mit einem Ohr die Abstände einzuschätzen. Von Kilometer 14-17 bin ich immer 04:15 Minuten pro Kilometer plus/minus zwei Sekunden gelaufen. Gefühlt war es deutlich langsamer. Ich konnte das Tempo aber nicht mehr forcieren. Der Kilometer 20 mit 04:21 kam mir ultra langsam vor und ich dachte, dass ich kaum noch vorwärts komme. Ca. 600 Meter vor dem Ziel war es dann soweit: Ich wurde doch noch überholt. Zuerst wollte ich kontern, aber auf dem Kopfsteinpflaster machten mir meine Oberschenkel sehr schnell deutlich, dass sie darauf keine Lust hatten. Insofern dachte ich mir, dass so jeder von uns beiden ein schönes Zielfoto bekommt. Ist ja auch was. Da konnte ich ja nicht wissen, dass mir so der dritte Platz in der AK flöten ging. Ist aber auch egal, da es sowieso keine Preise für die AKs gab.
Das Ergebnis von vor zwei Jahren (9. Platz gesamt) konnte ich leider nicht bestätigen, das Feld war dieses Jahr allerdings auch deutlich stärker. Ergebnis und Zeit passen aber nach fast zwei Wochen erzwungener Trainingspause. Mal schauen, was am 03. Oktober beim Tempel Halbmarathon gehen wird…..

Ergebnis: 01:26:49
Platzierung: Platz 16 von 434 (Platz 4 von 71 in der AK M40)

Streichergebnis: Triathlon Regensburg am 14.08.2011

Endlich aus dem Wasser Es gibt so Wettkämpfe, da fragt man sich hinterher, warum man überhaupt gestartet ist. Der Triathlon über die olympische Distanz letzten Sonntag in Regensburg ist so einer. Seit Roth hatte ich nicht mehr strukturiert trainiert und habe durch das Adduktorenproblem mehr als eine Woche sogar komplett auf Sport verzichtet. Am Freitag bin ich 3,5 Stunden nach Baden-Baden gefahren, um am Samstag mit Stone seinen 40.ten Geburstag feiern zu können. Dort bin ich gegen 21:30 Uhr wieder losgefahren und war gegen 00:30 Uhr wieder in Weiden. Am Sonntag klingelte um 05:45 Uhr wieder der Wecker, um das Equipment für Regensburg zu packen. Die Coolwings habe ich auf Grund der Wetterprognose (”26 Grad Celsius”) törichterweise zu Hause gelassen. Unterwegs habe ich noch einen Vereinskollegen mit Fahrrad eingesammelt. Gegen 08:15 Uhr waren wir in Regensburg und es war mir zu diesem Zeitpunkt schon viel zu warm. Auf den ursprünglich geplanten Start im 2XU Einteiler  habe ich aufgrund der Temperaturen verzichtet, weil ich nicht einschätzen konnte, wie sich dieser bei 30 Grad Celsius im Schatten verhält. Da ich als Backup noch den bekannten Zweiteiler dabei hatte, konnte ich ja noch wechseln.

Den Schwimmstart hätte ich fast schon wieder verbummelt, keinen Ahnung, was dieses Jahr los ist. Die Donau mit knapp 18 Grad Celsius war auch im Neo nicht wirklich angenehm. So hatte ich noch damit zu kämpfen, mich auf die Kälte einzustellen, als bereits der Startschuss fiel. Der Schwimmstart in Regensburg ist so ziemlich der übelste, den es gibt. Da wird geprügelt, getreten und geschlagen wie bei einem Kickbox-Fight. Ich bekam einen Schlag in den Unterleib, in den Magen und auf den Kopf. Schon leicht panisch versuchte ich an den Rand zu kommen, was aber nicht ganz so einfach war. Hier war Oma-Brustschwimmen angesagt. Ich kam überhaupt nicht in einen (und schon gar nicht meinen) Rhythmus. Erst nach der Wendeboje konnte ich mit einer akzeptablen Geschwindigkeit durchs Wasser gleiten. Beim Ausstieg stand eine 26:37 auf der Uhr, was für die gerade Strecke absolut kein guter Wert ist und deutlich unter meinen Fähigkeiten (und meiner Erwartung) liegt.

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DNS in Hof - Ironman FFM im TV

Neulich wurde ich noch zu meiner geringen Verletzungsanfälligkeit beglückwünscht. Kurz danach hat es mich dann richtig übel erwischt. Drei schlaflose Nächte wegen massiver Schmerzen im linken Oberschenkel trieben mich schließlich zum Arzt. Die Diagnose: Adduktorenzerrung. Wie das passiert ist, kann ich nicht sagen. Mir wäre auch keine klassische Aktion aufgefallen, die zu einer Zerrung hätte führen können. Nach mehreren Sitzungen beim Physio geht es jetzt aber schon wieder deutlich besser und es deutet eher auf eine Muskelverhärtung hin. Den Start beim Triathlon in Hof musste ich trotzdem schweren Herzens absagen. Wobei 12 Grad Celsius und Regen bekanntlich keine meiner präferierten Wettervarianten ist. Die armen Kerle, die in Frankfurt den Ironman durchstehen mussten.

Das war nämlich wegen Bewegungsunfähigkeit am Sonntag mein Alternativprogramm: Sechs Stunden Ironman Frankfurt auf HR3. Das war ganz schön spannend. Faris ballert bei 14 Grad Celsius auf dem Rad in Badehose einsam vorne weg und meckert kurz vor T2 über das Motorrad, das ihm den Weg versperrt. Caroline Steffen drückt ständig übelst dicke Gänge mit einer geringen Trittfrequenz durch, ich dachte schon, dass sie Kraftausdauertraining macht. Als sie beim Marathon schon nach wenigen Kilometern Krämpfe bekommen hat, habe ich nicht gedacht, dass sie das bis zum Ende durchstehen kann. Da aber alle anderen - bis auf Sonja Tajsich - wohl auch ziemlich unter der Kälte gelitten hatten, konnte keine andere mehr die Führung an sich reißen. Sehr interessant war auch die Tatsache, dass Faris kurz vor dem Ziel die blanke Angst ins Gesicht geschrieben war, da er befürchtete, auf den letzten Metern noch überholt zu werden.

Die Übertragung war recht kurzweilig. Warum “Sportreporter” der Meinung sind, einen sichtlich extrem angeschlagenen Sportler fragen zu müssen, wie es im geht, kann ich nicht nachvollziehen und finde es ehrlich gesagt auch reichlich daneben. Wundert mich direkt, dass Faris nicht handgreiflich wurde, nachdem er zuvor schon mehrfach wütend geschimpft hatte. Wahrscheinlich war er einfach nur fertig.

Diese Woche ist für mich noch sehr lockeres (reines) Lauftraining angesagt, muss erstmal die Beine langsam austesten. Ab nächster Woche wird es wieder etwas triathlonspezifischer, um am 14.08. in Regensburg gut über die olympische Distanz zu kommen. Danach geht dann direkt die Halbmarathonvorbereitung los. Für den Oktober habe ich noch ein schönes Schmankerl entdeckt. Dazu demnächst mehr.

Besten Dank an die Veranstalter des Triathlons in Hof. Sie haben mir aufgrund meiner Verletzung einen Freistartplatz für 2012 gegeben. Ein Termin für 2012 steht also schon mal fest.

Challenge Roth 2011: Handtuch geworfen - DNF

Das Handtuch (eigentlich sind es meine Coolwings) geworfen. Und das ist nicht mein Bauch, sondern die ca. 15 Gels, die ich in meinem Oberteil stecken hatte!

Geschätzte Sportsfreunde,

zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die am Sonntag in Roth vor Ort
oder am Live-Ticker das Rennen verfolgt haben. Vielen Dank für die Anrufe,
E-Mails, SMS und Kommentare.

Es war für mich im Vorfeld klar, dass es zwei Möglichkeiten gibt, die zu einem Scheitern führen könnten: Zum einem die Wärme und zum anderen die Ernährung. Beides entwickelte sich gestern leider zu meinen Ungunsten. Bei Kilometer fünf auf der Laufstrecke habe ich mich dazu entschlossen, das Abenteuer Langdistanz aufzugeben und meinen Rücktritt von derselben etwas vorzuziehen.

Nach fünf Jahren hartem Training und ungezählten Hungerästen weiß ich inzwischen sehr gut, wann mein Körper keine Lust mehr hat, weiterhin Sport zu treiben. Am Sonntag war es bei Kilometer fünf soweit. Es macht keinen Sinn, sich 37 Kilometer gehend durch den Marathon zu quälen und womöglich noch die Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

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Mannschaftszeitfahren mit Crosslauf: Nonstop Triathlon Baunach 2011

Das war ein lustiger Wettkampf! Die Organisation war einwandfrei, alle Helfer waren leidenschaftlich dabei. Das hat echt Spaß gemacht. Das Wetter war leider nicht so ganz optimal: Relativ kalt und zwischendrin leichter Regen.

Schwimmen:

Das Schwimmen fand in einem Weiher statt, der auf jeden Fall nicht die Wasserqualität des Steinberger Sees hatte. Ich habe noch nicht mal die Füße des jeweiligen Vordermannes gesehen, so dass ich zwei Mal voll auf Schwimmer aufgeschwommen bin. Ich wurde auch mehrfach auf- bzw. überschwommen, so dass es sicher nicht nur an mir gelegen hat. Landstarts sind eigentlich eine feine Sache, weil man nicht schon zehn Minuten vor dem Start im Wasser rumpaddeln muss. Aber wenn rund 150 Athletern auf rund zehn Meter Breite gleichzeitig ins Wasser stürmen ist das nicht mehr ganz so entspannt. Ich hatte mir den Start der Sprintdistanzler, der eine Stunde vor meinem Start stattfand, angeschaut und habe mich daher am linken Rad positioniert und kam dann auch recht gut weg. Die Schwimmstrecke war etwas verwinkelt: Boje 1, Boje 2, Boje 3, Boje 1, Boje 2, Boje X waren die Stationen. Offiziell waren es 1,4 Kilometer, der Garmin zeigt 3 KIlometer an (in der Regel ist es die doppelte Strecke). Bei den vielen Bojen bin ich aber sicher nicht immer die optimale und gerade Strecke geschwommen. Mit 22:58 Minuten bei der amtlichen Zeitnahme bin ich zufrieden.

Wechsel 1:

Beim Ausziehen des Neos habe ich mir fast mit dem Zeitnahmechip einen Riss im rechten Ärmel des neuen 2XU C:2 Neos zugezogen, weil sich der Chip verdreht hatte. Da es recht kalt war, musste ich erstmal Socken (die schicken Skinfit Socken, die es in Krailling als Finisher-Geschenk gab) und Armlinge anziehen. Dann strümpfig durch den Rasen. Als ich auf das Rad gesprungen bin und die Socken auf die Schuhe gestellt habe, musste ich leider feststellen, dass das keine gute Idee war. Die Socken haben sich wunderbar in dem Klettverschluss der Radschuhe “verkeilt”. In Zukunft also wieder nur Baumwollsocken, die machen keine Probleme mit dem Klettverschluss. Mehr …

Sehr warm und hügelig: 4. Oberpfälzer Seenland Triathlon am 05.06.2011

Die Wechselzone Gestern stand der Testlauf für die Challenge in Roth auf dem Wettkampfplan. Ich habe beim 4. Oberpfälzer Seenland Triathlon das Race-Setup und den Ernährungsplan für Roth getestet. Abgesehen von den Temperaturen um die 30 Grad Celsius war der Wettkampf sehr schön.

Schwimmen:

Mit Tobi, dem TriCamper, beim Einschwimmen Das Schwimmen fand im Steinberger See statt. Das Wasser hatte knapp 19 Grad Celsius, so dass mit dem Neoprenanzug geschwommen werden konnte. Ich hatte den neuen 2XU C:2 im Einsatz. Den habe ich mir neulich gekauft, da mein alter Orca Evo ein mittelgroßes Loch am Übergang vom dickem zum dünnen Neopren hat und ich nicht wollte, dass dieses Loch mitten im Wettkampf noch größer wird. Den C:2 hatte ich am Freitag noch im Schwimmbad für zwei Kilometer im 50 Meter Becken des Freibads ausprobiert. Das war eine gute Idee, denn wenn er nicht richtig sitzt, fängt er an der Achsel des rechten Arms zu drücken an. Am Sonntag war das aber kein Problem, er passte perfekt. Der Schwimmstart war der entspannteste und fairste, den ich bisher erlebt habe. Da sich die gedachte Startlinie über ca. 50-60 Meter Breite zog, standen maximal drei Leute hintereinander im hüfthohen Wasser. Nach dem Startschuss schwammen die meisten recht entspannt los und die üblichen Prügelszenen blieben aus. Ich hielt mich rechts am Rand und konnte absolut unbedrängt schwimmen. Da ich nicht so recht wusste, wo ich hinschwimmen musste, orientierte ich mich immer mal wieder (eher schlecht als recht) an den anderen. Trotz der verspiegelten Predator Schwimmbrille machte mir das helle Licht und die Reflektionen auf dem Wasser etwas zu schaffen und ich konnte die Bojen nicht so richtig erkennen. Da ich die Entfernungen der Bojen und die zu schwimmenden Streckenlängen von einer Boje zur nächsten nicht kannte, tat ich mich etwas schwer mit der Einschätzung des Tempos.  Schlussendlich hatte ich nach rund 35 Minuten wieder Boden unter den Füßen. Für zwei Kilometer Freiwasserschwimmen auf einem Dreieckkurs mit Inselumrundung finde ich die Zeit in Ordnung. Der Garmin zeigt 3,76 Kilometer an. In der Regel erfasst er beim Schwimmen immer die doppelte Strecke. Mehr …

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Projekt 2011

Zuerst war dieser Blog als Begleitung auf dem Weg zur Challenge Roth 2011 gedacht. Die Challenge Roth 2011 ist vorbei, aber das Training und die Wettkämpfe gehen weiter!