Gib niemals auf: Das Ende der Trilife

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Ralf

Ich hatte es schon fast vermutet, dass der Karren nicht mehr aus dem Dreck kommt, als ich am 22.09.2008 die erste E-Mail von der Trilife Buchhaltung bekam:

Wir möchten Sie auf diesem Wege darüber informieren, dass aufgrund laufender Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung von TRILIFE und einem Zweitverlag die nächsten beiden Ausgaben (Oktober und November) nicht erscheinen können.

Daraufhin habe ich eine Anfrage gestellt, da ich bis dahin gerade mal eine Ausgabe im Rahmen meines Jahresabos bekommen hatte. Mir wurde geantwortet, dass sich mein Abo natürlich um die zwei fehlenden Ausgaben verlängert. Mir wurde auch angeboten, das Geld zurückzuerstatten. Davon habe ich damals abgesehen. Ich hoffte, dass es wieder wird - meine bei diversen Wettkämpfen verlorenen Schwämme und Gels haben mich schon mehr gekostet, also rege ich mich darüber nicht auf.
Ich habe die Trilife echt gerne gelesen. Sie war deutlich anders als die Triathlon, schöne Bilder, tolle Berichte und natürlich: das Trilife-Team. Sowas bietet die Triathlon in diesem Jahr in leicht abgewandelter Form auch an. Die Ideen der Trilife waren gut, leider war der finanzielle Atem offensichtlich nicht lang genug.

Wie die Trinews.at berichtet, ist der Konkurs seit dem 03.02.2009 publik. Ein Blick in die eröffneten Insolvenzen beim Wirschaftsblatt.at bestätigt diese Aussage.

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JLow: Hawaii kann kommen

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Ralf

Die wichtigste Nachricht vom Wochenende: JLow hat Ihren ersten Triathlon überlebt. Da sie vorher angekündigt hatte, notfalls kriechend über die Ziellinie zu kommen, hatte sie vorsichtshalber schon mal das Krankenhaus- oder Totenhemd an. Ich gebe Unsummen für Kompressionskleidung aus, zwänge mich in hautenge Swimsuits, um einige Sekunden rauszuholen, kaufe Radjacken immer recht eng, damit ja nichts im Wind schlackert. Kann ja sein, dass es durch das weite Hemd zu günstigen Verwirbelungen kommt, die einen schneller machen. Wer weiß? 2009 wird es sicherlich eine JLow-Triathlon-Collection von XTerra geben.
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JLow: Was diese Frau alles leistet!

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Ralf

Vorneweg: Was andere machen, interessiert mich eigentlich nicht. Jeder darf im neongelben Asics-Einteiler rumrennen, mit Tempo 28 und einem Aerohelm über die Strecke schleichen, beim Marathon mal eben den Weg abkürzen oder mit dem neuesten und teuersten Sailfish Neopren-Anzug nach 34 Minuten und 1.500 Metern aus dem Wasser kommen. Da mache ich mir eigentlich keinen Kopf drüber, setze ich doch auch Material ein, das wahrscheinlich überhaupt nicht meiner Leistungsklasse entspricht. Ich bin sogar schon einen 5 Kilometerlauf mit Kompressions-Socken gelaufen (was ich inzwischen aber nicht mehr mache). Da im Moment irgendwie schon fast Off-Season ist und ich etwas mehr Zeit habe als sonst, muss ich hier mal meinen Senf dazu abgeben, weil der ganze Hype um diese “sportliche Höchstleistung” völlig absurd ist. Ich bin auch nicht der einzige, der das alles ziemlich lächerlich findet: Tri to be funny sieht das ähnlich.
Neulich habe ich das Video gepostet, in dem sich Jennifer Lopez auf einen Triathlon vorbereitet. Da es im Internet kein Problem mehr ist, an Informationen zu kommen, habe ich mal etwas Recherche betrieben. Die Nachricht, dass JLow nach Ihrer Zwillings-Schwangerschaft, die sicher die härteste Schwangerschaft aller Zeiten war, eine neue “Herausforderung” sucht, war im Focus, im Spiegel und natürlich bei ABC. Einen ausführlichen Text mit wunderschöner Bildergalerie gibt es bei justjared.com. Wenn ich mir diese Bilder anschaue, komme ich schon etwas ins Grübeln. Ich bin keine Frau und auch kein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, trotzdem meine ich zu wissen, dass Ohrringe mit einem Durchmesser von ca. 50 Zentimetern bei einem “Workout” störend sein können. Das passende Video dazu gibt es bei Youtube.

Ich habe mir die Mühe gemacht und den Höllen-Triathlon, gegen den der Ironman Lanzarote, der Ironman 70.3 in Monaco und auch die Challenge in Roth wahrscheinlich nur müde Trainingseinheiten sind, rausgesucht: Es handelt sich um den Nautica Malibu Triathlon, bei dem sehr viele Prominente mitmachen. Dieser Triathlon-Event geht über zwei Tage und zwei Distanzen. Einmal die Olympische Distanz am Samstag und die Classic Variante am Sonntag, bei der auch die Ultra-Extremsportlerin JLow teilnehmen wird. Die nahezu unmenschlichen Distanzen:

  • 0,5 Mile Swim (=0,8 Kilometer)
  • 18 Mile Bike (=29 Kilometer)
  • 4 Mile Run (=6,4 Kilometer)

Als ich 2006 nach mehreren Jahren Sportabstinenz nach drei Monaten “Training” meinen ersten Volkstriathlon über 0,5 Kilometer Swim, 25 Kilometer Bike und 6 Kilometer Run mit dem 80. von 85 Plätzen und einer Zeit von 01:40:03 abschloss, war das noch nicht mal der lokalen Presse eine Nachricht wert. Vielleicht sollte ich auch mal mit 20 Zoll Laufrädern am Ohr trainieren?

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