T minus 3 Monate minus 3 Tage
- Mittwoch, 13.04.2011
- von Ralf
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Aktuelle Meldung aus dem Kontrollzentrum: Ab sofort darf gekoppelt werden! Der Trainingsplan VP3a “überrascht” (nicht wirklich) mit der Vorgabe einer gekoppelten Laufeinheit nach jeder Radeinheit. Im Sommer macht das richtig Spaß, bei sechs Grad Celsius hält sich dieser jedoch sehr stark in Grenzen. Die kurzen Laufeinheiten laufe ich seit letzter Woche alle mit dem Newton Distance Racer. Fühlt sich gut an, wobei ich nicht so einen großen Unterschied zu den anderen Schuhen feststellen kann. Sonst läuft alles nach Plan. Vielleicht komme ich diese Saison ohne eine einzige Erkältung durch den Winter? Das wäre mal was!
Zu was anderem: Wenn nur die Hälfte der Leute nach Roth zum Wettkampf kommt, die sich bisher als Zuschauer angekündigt haben, dürfte es fast für eine durchgehende Menschenkette “meiner Fans” auf der Marathonstrecke reichen.
Einer hat sich sogar schon bereit erklärt, Tweets mit den Zwischenzeiten etc. abzusetzen. Man könnte also auch zu Hause bleiben und den Athlete Tracker und die Tweets konsumieren. ABER: Gestern kam die Meldung, dass Andreas Raelert dieses Jahr in Roth starten wird. Da heißt es für mich Gas geben, um nicht beim Radfahren überrundet zu werden - wobei ich dann wenigstens mal kurz im Bild wäre. Und für alle anderen heißt es Augen auf und nach ca. 07:45:00 Stunden Renndauer mal einen Abstecher ins Stadion machen! Bei normalen Bedingungen dürfte der uralte Streckenrekord bei den Herren fallen. Und wenn Frau Wellington dieses Jahr auch wieder in Roth startet - das restliche Feld der Profis wird erst demnächst verkündet -, dürfte auch bei den Damen ein neuer Streckenrekord drin sein. Vielleicht schafft es Chrissie Wellington dieses Jahr in die Top Fünf Gesamt? Wenn sie wieder so einen Marathon wie in Südafrika raushämmert (02:52:54), könnte das gut klappen. Vielleicht trauen sich auch keine Pro Männer mehr nach Roth, wenn Chrissie startet? Man hat da letztes Jahr ja so Gerüchte gehört, dass bestimmte Männer lieber ausgestiegen sind, als sich von Chrissie Wellington auf einer Langdistanz überholen zu lassen. Da ich nach ihr starte, kann sie mich immerhin schon mal nicht überholen, wird aber deutlich weniger Zeit für den Wettkampf benötigen.
Ich fasse also nochmal die Vorteile des Besuchs bei der 2011er Challenge in Roth zusammen:
- ein generell unglaubliches Erlebnis bei der Jubiläums Challenge,
- eine der besten Atmosphären bei einem Wettkampf,
- eventuell Langdistanz-Weltrekord bei den Herren,
- eventuell Langdistanz-Weltrekord bei den Damen,
- eventuell eine Frau unter den Top 5 Gesamt,
- meine ewige Dankbarkeit für aufmunternde Worte beim Marathon,
- mein Rücktritt von der Langdistanz!
Ganz wichtig: Jeder, der mich beim Laufen sieht, darf mich anbrüllen und irgendwie nach vorne peitschen. Vielleicht hilft es was? Ich habe nämlich schwer den Verdacht, dass die zweite Hälfte des Marathons nicht so lustig wird. Demächst werde ich mal feste Streckenverpflegung bei einem 30 Kilometerlauf testen. Nur mit flüssigem High5 und Riegeln komme ich nicht über die Strecke.



