Archiv für Februar, 2012

Es läuft: Winterlauf Challenge Teil 2

Am Sonntag stand der zweite Lauf der Winterlauf Challenge auf dem Plan. Das erste Mal, dass es bei diesem Wettkampf nicht lausig kalt und eisig mit schwierigen Bodenverhältnissen war. Irgendwas um die sechs Grad Celsius, kein Schnee oder Eis, kein Regen. Optimale Voraussetzungen für einen angenehmen Winterlauf also. Entsprechend gut gelaunt ging ich an den Start. Triathlon Zweiteiler plus erste Schicht mit Under Armour erwiesen sich als ausreichend warm. Buff, leichte Mütze und dünne Handschuhe waren schon fast zuviel.
Der erste Kilometer ging wieder über die Außenbahn der Kartbahn. Da läuft es sich (ohne Schnee und Eis) sehr angenehm, da dort irgendwie immer irgendwie ein leichtes Gefälle eingebaut ist. Ohne sonderlich zu überzocken ging so der erste Kilometer locker mit 03:37 Minuten über die Bühne. Fein! Trotz des nicht immer flachen Streckenprofils konnte ich danach einigermaßen immer um die 04:00 Minuten (plus/minus fünf Sekunden) laufen. So kam ich zu einer 10er Durchgangszeit von 38:57 Minuten. Im Gegensatz zu den letzten Jahren konnte ich auch am Ende das Tempo konstant halten, so dass nur der Kilometer 13 (und das auch nur profilbedingt) mit 04:14 etwas aus dem Rahmen fiel. Der letzte Kilometer ging wieder über die Außenbahn der Kartbahn und war mit 03:53 wieder ein echter Genuss! Der Lauf entwickelt sich immer etwas zum Abenteuer, da man nie weiß, wie viele Kilometer man schlußendlich laufen muss. Es waren schon fast 17, 15, dieses Jahr waren 14,6 angekündigt, die sich am Ende als ziemlich genau 14,0 Kilometer rausstellten. Aber lieber zu kurz als zu lang. Die warme Suppe als Zielverpflegung war dieses Jahr nicht ganz so notwendig wie die Jahre davor, aber trotzdem war sie lecker. Prima Veranstaltung mit sehr guter Organisation.

Ergebnis: 00:55:02 (für 14 Kilometer)
Platzierung: Platz 21 von 148 (AK: 6 von 27)

Im Gelände: Salomon SpeedCross 3 VS Adidas Kanadia 4 GTX

Dieses Jahr geht es ab und zu auch durchs Gelände. Zusammen mit einem Vereinskollegen bin ich neulich rund um den Fischerberg quer durch den Wald gelaufen. Wir sind dabei sowohl über befestigte Waldwege als auch über Trampelpfade im gemütlichen Tempo gelaufen. Leider war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig kalt, so dass die Wasserpfützen und -löcher noch nicht gefroren waren. Da habe ich es dann schon bereut, beim SpeedCross nicht ein paar Euro mehr für die Climashield-Variante ausgegeben zu haben. Das Wasser aus der Pfütze war nämlich sehr schnell im Schuh. Das ist natürlich eher suboptimal. Da der freundliche Versandhändler in England kürzlich seinen Mega Sale machte, bei dem die Preise wirklich unglaublich niedrig waren (z.B. LunaRacer 3 für knapp 70(!) Euro), habe ich mir ein Paar Adidas Kanadia 4 mit Gore-Tex Obermaterial bestellt.

Adidas Kanadia 4 GTX

Adidas Kanadia 4 GTX oben Vorneweg erstmal das Gewicht: 400 Gramm bringt ein Schuh in Größe 46 auf die Waage. Das ist schon ein ziemlicher Brocken, den man da mit sich rumschleppt. Gut, ist ein Cross-Schuh, aber 400 Gramm ist schon etwas heftig. Der Einstig gestaltet sich etwas schwierig, da über der Zunge nochmal so eine Art “Schutzhülle” aus ClimaProof-Material eingearbeitet ist. Diese ist an beiden Seiten festgenäht und nicht wirklich dehnbar. Mit einem Schuhlöffel geht es etwas leichter, wobei ich bisher noch bei keinem Schuh einen Schuhlöffel benötigt hätte. Der Schuh Adidas Kanadia 4 GTX unten fällt im Gegensatz zu den Adizero Modellen von Adidas recht breit aus.
Ich hatte den Schuh bei Schneefall und leicht schneebedeckter Straße an. Ich habe sogar vorsätzlich die eine oder andere Pfütze gesucht und bin mit voller Absicht durchgerannt. Ich konnte durch den Schuh spüren, wie das Wasser auf den Schuh aufprallte, aber das von den anderen Schuhen bekannte Gefühl, wenn das Wasser durch das Obermaterial dringt, stellte sich nicht ein. Ich konnte mit dem Schuh auf der hauptsächlich asphaltierten Strecke gut laufen und muss sagen, dass der Grip auf der Adidas Kanadia 4 GTX seitlich schneebedeckten Strecke durchgehend sehr gut war. Ich denke, dass auf Eis nichts an die IceBugs rankommt, aber auf Schnee und durch den Matsch dürfte das Profil der Adidas Kanadia 4 GTX sehr gut für einen ordentlichen Vortrieb sorgen. Die Füße blieben trotz der dünnen “Sommersocken” die ganze Zeit über schön warm. Was mich nach dem rund 70 minütigen Lauf etwas irritierte: die Socken waren tropfnass. Ob das jetzt das Wasser war, das oben in den Schuh eingedrungen war oder Schweiß, lässt sich nicht sagen. Das muss ich nochmal bei trockenen Bedingungen (wobei da ein solcher Schuh eigentlich wenig Sinn macht) testen.
Kürzlich war ich auch bei tiefem Schnee mit dem Schuh unterwegs. Ich hatte keine kalten Füße, die Socken waren trotzdem nass, aber ich denke, dass diese Nässe von oben über die Socken eindringt. Bei einem wilden Lauf durchs leicht abschüssige Gelände bin ich auf Eisplatten getroffen und musste feststellen, dass dieser Schuh nicht für das Laufen auf Eis gemacht wurde: Mir hat es beide Beine einfach weggezogen und ich habe einen sauberen Abflug hingelegt. Ist aber nichts passiert.

Fazit:
Ein absolut solider Schuh, der sicherlich keinen Preis für das geringste Gewicht erhalten wird. Wenn der Einstieg mal geglückt ist, fühlt man sicher jederzeit wohl in diesem Schuh. Die Füße bleiben schön warm, wenn auch nicht immer ganz trocken. Für die wenigen Läufe im Jahr, die ich durch das Gelände gehe, ist er mehr als ausreichend.

Salomon SpeedCross 3

Speedcross 3 oben Auch hier zu Anfang das Gewicht: Rund 360 Gramm pro Schuh in Größe 46 wird im Display der Küchenwaage angezeigt. Das sind zwar “nur” 40 Gramm weniger als der Adidas Kanadia 4 GTX, aber am Fuß ist das doch deutlich angenehmer. Vor allen Dingen, wenn man sonst immer in Light-Weight-Trainern, die so um die 250 Gramm oder weniger auf die Waage bringen, trainiert. Ich bin mit dem Schuh durchs winterliche Gelände gerannt und musste relativ schnell Speedcross 3 seitlich feststellen, dass ich die etwas teurere Climashield-Version (Gore-Tex gab es nur beim SpeedCross 2) hätte kaufen sollen. Schon nach der ersten Pfütze, der man auf Waldwegen relativ schnell begegnet, war Wasser im Schuh. Der Grip war im Matsch und Schnee absolut tadellos. Auch bergab gab es auf leicht rutschigen Passagen keine Probleme. Auf Eis hat aber Speedcross 3 unten auch der Speedcross keine Chance gegen den IceBug. Die Füße waren, auch wenn schon Wasser im Schuh war, immer schön warm.
Beim ersten Lauf der Winterlauf-Challenge bin ich in diesem Schuh gestartet und kam auf dem schneebedeckten Untergrund sehr gut damit zurecht.
Bei den Bewertungen habe ich gelesen, dass sich viele Leute über die schlechte Qualität bzw. den schnellen Verschleiß des Schuhs beschwert haben. Ich kann natürlich nicht einschätzen, wo die Leute damit gelaufen sind. Asphalt ist sicher kein Freund dieses Schuhs. Ich bin mal gespannt, wie lange er bei mir halten wird. Wobei ich diesen Schuh nur im Gelände und bei den Cross-Wettkämpfen nutzen werde. Insofern werden da nicht soooo viele Kilometer im Jahr zusammenkommen.

Fazit:
Ein feiner Schuh, der bei trockenem Wetter im Gelände richtig Spaß macht. Ich habe ihn mir für die Cross-Wettkämpfe im Rahmen des OVL-Cups, die in dieser Saison geplant sind, gekauft und denke, dass ich dort mit ihm in der Lage sein werde, ein ordentliches Tempo vorzulegen. Ob ich in diesem Schuh dauerhaft einen Schnitt um die 04:00 Minuten pro Kilometer oder darunter laufen kann, wird sich zeigen.

Saukalt: Alles friert ein

Lungplus nach 13 KM bei Minus 9 Grad Celsius Ja, ich weiß, dass das im Winter so ist. Aber bei minus 15 Grad Celsius kommt beim Sport keine richtige Begeisterung auf. Daran kann auch das absolut erstklassige Equipment nichts ändern. Die Laufeinheiten sind noch erträglich, nutze seit letzter Woche den Lungplus. Es sieht zwar reichlich bescheuert aus, mit einem Wärmetauscher im Mund rumzulaufen, aber dafür fange ich mir da schon mal keine Erkältung und auch keinen kratzigen Hals ein. Ich habe ihn schon bei einem Tempo bis 04:15 Minuten pro Kilometer benutzt. Vom Luftdurchsatz ging das noch, aber ich denke unter dem 04:00 Minuten Schnitt dürfte es für mich sehr schwierig werden, ausreichend Luft durchzuziehen. Beim Laufen stehen momentan (zum Glück) keine Tempoeinheiten auf dem Plan, würde auch wenig Sinn machen auf einer schneebedeckten Tartanbahn bei zweistelligen Minusgraden.
Beim Langlaufen habe ich das Problem, dass mir IMMER meine Finger einfrieren. Und das trotz der Odlo Handschuhe. Da ich erst vor kurzem mit dem Skaten angefangen habe, kann es nicht an der Geschwindigkeit liegen. Momentan ist das noch alles sehr gemächlich. Spass macht es trotzdem und ich versuche jede Gelegenheit zu nutzen, um einige Runden zu drehen.
Auch mein neuer Garmin Forerunner 910XT ist neulich eingefroren. Allerdings nicht temperaturbedingt. Am Freitag beim morgendlichen Schwimmtraining habe ich die Lap-Taste nach dem Beenden des Einschwimmens gedrückt. Und? Nichts passiert. Es ging nur die Hintergrundbeleuchtung an, aber die Rundenzeit wurde nicht eingeblendet und es wurde auch keine neue Runde gestartet. Ist natürlich etwas unpassend mitten im Training. Ich habe dann die klassische Garmin Soft-Reset Tastenkombination gedrückt (MODE+LAP für einige Sekunden gedrückt halten). Leider brachte das keinen Erfolg. Ich habe dann rund 25 Minuten mit diversen Versuchen verbracht, die Uhr wieder zu resetten. Selbst eine kurze Recherche im Internet dazu (das iPhone macht’s möglich!) ergab keine Lösung. Vielleicht bin ich der erste Anwender, bei dem der 910er eingefroren ist? Die meisten warten ja noch auf die Lieferung. ;-) Schlussendlich konnte ich das Problem lösen: Man muss die POWER-Taste etwas länger gedrückt halten und führt damit einen Soft-Reset durch. Das Schwimmtraining war allerdings für den Eimer und wurde dann vorzeitig beendet. Ich hoffe mal, dass so ein Freeze nicht öfters vorkommt. Beim 310er hatte ich das in den zwei Jahren drei oder vier Mal. An einen kann ich mich noch sehr gut erinnern, das war nämlich beim Amberger Halbmarathon 2010.

Trainings-Statistik Saison 2012 Teil 1

In dieser Saison erstelle ich mir die Pläne selbst und bin bisher ganz glücklich damit. Ich bin zeitlich deutlich flexibler und bei den Schwimmeinheiten bei den Umfängen pro Einheit deutlich niedriger. Meist bin ich in unter einer Stunde fertig und komme so nie in die Zone, in der meine Wade zu Krämpfen neigt. Das ist sehr angenehm. Bisher läuft das Training seit dem 01.11.2011 eigentlich problemlos. Ende November musste ich wegen einer Erkältung sechs Tage pausieren, ansonsten gab es keine Zwangspausen.
Es hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, dass ich im Gegensatz zu den Jahren davor in der Off-Season nicht komplett auf den Sport verzichtet habe. Ich habe deutlich weniger an Tempo verloren als sonst. Es macht richtig Spaß, wenn man den 10 KM Tempodauerlauf relativ gut durchsteht. Von den schnellen Intervallen rede ich gar nicht, denn die sind nahezu problemlos. Das war früher auch anders. Da ich es bisher schon gewohnt war, hohe Umfänge zu trainieren, werde ich das auch diese Saison wieder machen. Ist zwar etwas heftig, wenn man im Januar schon Wochen mit 15 Stunden im Plan stehen hat, aber im Weihnachtsurlaub war das kein Problem. Ansonsten komme ich momentan auf 13 Stunden in der Spitze.

Swim

Beim Schwimmen nehme ich die Pläne aus dem Triathlon-Training Sonderheft. Das sind 16 abwechslungsreiche Wochen mit vier Einheiten pro Woche. Die vier Einheiten schaffe ich zeitlich aber nicht, da mein Schwerpunkt nicht auf dem Schwimmen liegt. In der Regel mache ich drei Einheiten und bin mit den Ergebnissen zufrieden.

Stats:
25:04 Stunden Umfang letzte Saison zu diesem Zeitpunkt
28:27 Stunden Umfang diese Saison


Bike

Hier liegt dieses Jahr auf jeden Fall mein Schwerpunkt. Für die bisher trainierten Umfänge bin ich in den Wettkämpfen einfach viel zu langsam. Insofern habe ich mich dazu entschlossen, dieses Jahr mit der Umfangskeule eine Steigerung der Wettkampfleistung zu bewirken. Ich bin eigentlich sehr optimistisch, dass es funktionieren wird. Ab Ende Juni wissen wir mehr. Mein Daum Ergometer hat mir diese Woche zu 5.000 gefahrenen Kilometern gratuliert.

Stats:
20:40 Stunden Umfang letzte Saison zu diesem Zeitpunkt
53:43 Stunden Umfang diese Saison


Run

Im Januar habe ich mich mit einem angepassten Steffny-Plan über 10 KM vergnügt. Dabei kamen sechs Laufeinheiten von 12 bis 23 Kilometer in der Woche zusammen. Das sind rund 88 Kilometer pro Woche nur beim Laufen. Ich bin sehr gespannt, ob ich die bisher gezeigten Trainingsleistungen dann auch bei den ersten Laufwettkämpfen im Januar und Februar auf den Asphalt zaubern kann. Nach dem Ende des 10er Plans (29.01.) trainiere ich jetzt zwei Wochen “locker” (fünf GA1-Einheiten pro Woche), um dann am 20.02. mit einem 01:20:00er Plan für den Halbmarathon in Freiburg (01.04) wieder gezielter (und härter) zu trainieren.

Stats:
44:07 Stunden Umfang letzte Saison zu diesem Zeitpunkt
62:43 Stunden Umfang diese Saison

Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik Ende Januar lief sehr gut. Ich habe mich die Tage davor etwas geschont, um ausgeruht auf dem Laufband stehen zu können. Ich konnte das 18 km/h Intervall leider nicht zu Ende laufen, da ich nicht mehr genug Luft durch die Maske bekam, nach 02:40 Minuten (von 03:00 Minuten) war Schluss. Die Beine hätten noch mehr gekonnt, aber ohne Luft war nichts zu machen. Die Werte sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser:

  • Aerobe Schwelle: 11,50 km/h (Vorjahr: 10 km/h)
  • Anaerobe Schwelle: 14 km/h (Vorjahr: 13 km/h)
  • Laktat bei 18 km/h: 9,3 mmol/l (Vorjahr: 10,9 mmol/l)
  • Die Erholungswerte zwischen den Intervallen und nach Abschluss der Diagnostik waren auch sehr gut. Insofern steht von den Werten her einer guten 2012er Saison nichts im Weg!

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