Das hat gerockt! Fast 1.300 Starter bei einem 10 Kilometer Wettkampf mitten im Dezember. Ich habe einen Besuch zu Hause mit einem Wettkampf in der Nähe kombiniert und konnte dabei auch gleich noch Jörg und Petra (besten Dank an dieser Stelle für die Einladung und das außerordentlich leckere Mittagessen!) besuchen. Also das Maximum rausgeholt.

Ich bin noch immer von dem Starterfeld beeindruckt. Bei uns lassen sich bei 0 Grad Celsius irgendwie keine 1.300 (!) Leute finden, die bereit sind, sich zwischen 00:31:26 und 01:19:22 über die Wettkampfstrecke zu bewegen. Ich habe das riesige Feld am Anfang unterschätzt und stand beim Start dementsprechend irgendwie in Reihe 30. Nach dem Startschuss ging es erstmal im Schritttempo zur Startlinie. Selbst danach war an laufen geschweige denn rennen überhaupt nicht zu denken. Daher habe ich an meinem Garmin den Start-Knopf erst gedrückt, als es auch Sinn machte. Die Spuren wurden wild gewechselt, wenn man schnell vorwärts kommen wollte. Der erste Kilometer war absolut unrund und schon ganz schön hart. Danach wurde es etwas lockerer, weil sich das Feld bis dahin schon etwas entzerrt hatte. Trotzdem hatte man immer fünf bis zehn Leute in seiner unmittelbaren Nähe. Es war schon ein komisches Gefühl, als ich mit einer 5er Durchgangszeit von 18:49 immer noch mitten im Feld war. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine feine Sache, wenn man so viele Leute um sich rum hat. Man kommt nicht ins Grübeln und verfällt auch sicher nicht in das berüchtigte Wohlfühltempo. Bei Kilometer neun kam die von Jörg angekündigte “Rampe”. Im Training läuft man da einfach drüber weg und bemerkt sie vielleicht überhaupt nicht. In einem Wettkampf an der Leistungsgrenze macht sie sich aber ziemlich bemerkbar. Bei Kilometer acht stand eine 03:52 auf dem Display. Bei Kilometer neun waren es dann schon 04:00. Zum Glück ist am Ende der “Rampe” ein Wendepunkt, so dass man sie dann auf dem letzten Kilometer wieder runter rennen kann. Das führte dann zu einer 03:50 für den letzten Kilometer.
Da es keine Brutto-/Nettozeiten gibt, stimmt die offizielle Zeit von 38:57 Minuten natürlich nicht. Mein Garmin gibt für eine Strecke von 10,04 Kilometern eine Zeit von 38:25 Minuten an. So nebenbei also mitten im Winter eine neue Bestzeit auf den 10er gerannt. Ich bin begeistert! Letztes Jahr um die Zeit waren 40 Minuten für den 10er unmöglich. Ich bin mir noch nicht sicher, woran es liegt, dass ich jetzt schon so schnell bin, nehme es aber natürlich dankend hin. Die Platzierung Gesamt und auch in der AK zeigen, was das das für ein hartes Feld war. Für Platz 100 musste man eine 36:53 laufen!

Ergebnis: 00:38:25 (offiziell 38:57)
Platzierung: Platz 181 von 1289 (Platz 30 von 56 in der AK M40)