Bergige Geschichte: Halbmarathon Amberg-Weiden am 25.09.2011
- Sonntag, 25.09.2011
- Eingetragen in Wettkampf
- von Ralf
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Auch die sechste Woche der HM Vorbereitung lief nicht glatt. Eine Erkältung hielt mich den größten Teil der Woche davon ab, ordentlich trainieren zu können. Dienstag und Freitag waren zwei Einheiten mit insgesamt 25 Kilometern drin. Mehr ist nicht passiert diese Woche. Entsprechend erwartungsarm bin ich dann heute in den Halbmarathon gestartet. Kaum Training, eine gerade auskurierte Erkältung und ein nicht gerade flaches Streckenprofil auf der ersten Hälfte der Strecke.
Das Wetter war absolut grandios. Wahrscheinlich hat der Sommer ein schlechtes Gewissen und versucht nochmal einige Punkte gut zu machen? Für einen Halbmarathon waren es optimale Voraussetzungen. Da ich wusste, was mir auf dem ersten Teil anstiegstechnisch drohte, wollte ich es relativ locker angehen lassen. Der erste Kilometer war mit 03:39 schneller als geplant, das lag aber an dem leicht abschüssigen Stück am Ende. Zuvor war ich sauber 03:50 gelaufen und konnte die Spitzengruppe im Auge behalten. Am ersten Anstieg setzte sich die Spitzengruppe etwas ab und ich konnte mich aus einer Fünfergruppe lösen. So ging es dann ständig geschmeidig den Berg hoch. Das Profil ist echt unangenehm. Es gab auch Sportler, die den ganzen Marathon gelaufen sind. Die hatten sicher viel Spaß, sich mit 21 Kilometern in den Beinen da hoch zu quälen. Kurz vor der 10er Marke ging es ca. einen Kilometer nur bergab. So richtig wollten die Bergab-Beine nicht, aber es reichte immer noch, um Löcher zuzulaufen und selbst wieder Löcher zu reißen. Das Feld war da schon recht ausgedünnt, was für den Kopf etwas schwer war. Ab Kilometer 11 wurde es dann endlich flach, aber das Tempo wollte nicht unter die 04:00 Minuten Marke fallen. Bestzeit war eh nicht drin, so versuchte ich, den Abstand nach vorne nicht zu groß werden zu lassen und nach hinten immer mit einem Ohr die Abstände einzuschätzen. Von Kilometer 14-17 bin ich immer 04:15 Minuten pro Kilometer plus/minus zwei Sekunden gelaufen. Gefühlt war es deutlich langsamer. Ich konnte das Tempo aber nicht mehr forcieren. Der Kilometer 20 mit 04:21 kam mir ultra langsam vor und ich dachte, dass ich kaum noch vorwärts komme. Ca. 600 Meter vor dem Ziel war es dann soweit: Ich wurde doch noch überholt. Zuerst wollte ich kontern, aber auf dem Kopfsteinpflaster machten mir meine Oberschenkel sehr schnell deutlich, dass sie darauf keine Lust hatten. Insofern dachte ich mir, dass so jeder von uns beiden ein schönes Zielfoto bekommt. Ist ja auch was. Da konnte ich ja nicht wissen, dass mir so der dritte Platz in der AK flöten ging. Ist aber auch egal, da es sowieso keine Preise für die AKs gab.
Das Ergebnis von vor zwei Jahren (9. Platz gesamt) konnte ich leider nicht bestätigen, das Feld war dieses Jahr allerdings auch deutlich stärker. Ergebnis und Zeit passen aber nach fast zwei Wochen erzwungener Trainingspause. Mal schauen, was am 03. Oktober beim Tempel Halbmarathon gehen wird…..
Ergebnis: 01:26:49
Platzierung: Platz 16 von 434 (Platz 4 von 71 in der AK M40)
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