Archiv für August, 2011

Es wird härter: HM-Vorbereitung Woche 2

Letzte Woche war ich total ausgeruht und hatte nur beim TDL mit 04:05 Minuten pro Kilometer kleinere Probleme mit dem Tempo. Diese Woche war das schon etwas härter. Vor allen Dingen waren die 4×1.000 Meter in 03:31 am Dienstag auf der Bahn hammerhart. Es war da ja noch schön warm und ich musste kräftig pumpen, um die Vorgaben zu schaffen. Die ersten beiden Runden waren noch sehr gut (03:31 und 03:29), danach war aber vorbei mit lockerem Laufen. 03:37 und 03:35 war alles, was ich noch auf die Bahn drücken konnte.

Der Rest der Woche war vom Tempo her relativ locker. Den TDL über 10 Kilometer am Freitag konnte ich deutlich besser als letzte Woche absolvieren, wobei ich inzwischen der Meinung bin, dass der Garmin auf der Strecke bei dem Tempo Probleme mit dem Empfangssignal hat. Durch die vielen Bäume, die momentan mehr oder weniger komplett von beiden Seiten über den Weg ragen, kann es schon mal sein, dass das GPS-Signal nicht passt. Ich meine inzwischen einschätzen zu können, ob ich eine 04:40 oder 04:05 laufe. Vor allen Dingen kann es gar nicht sein, dass ich mich laufend (nicht joggend!) mit einem Schnitt von 07:38 Minuten pro Kilometer bewege. Auf dem Kilometer danach wurde das dann automatisch korrigiert und ich hatte die wohl lockerste 03:38 aller Zeiten in meinem Log stehen. ;-)
Beim TDL am Freitag gegen 20:15 Uhr hatte es spät abends noch rund 26 Grad Celsius und HeatGear wäre gar nicht schlecht gewesen. Am Samstag gegen 19:00 Uhr (also rund 24 Stunden später!) hatte es 13,5 Grad Celsius und ColdGear wäre nicht schlecht gewesen. Ich habe in meinem sommerlichen Outfit fast gefroren.  Ich war bei den hohen Temperaturen am Anfang der Woche und auch schon letzte Woche regelmässig mit den CoolWings von DeSoto unterwegs. Die sind richtig gut, tragen sich bequem und kühlen definitiv!
Bei den Plänen bzw. den Wochen habe ich mich übrigens verrechnet. Der Plan läuft genau bis zum HM in Weiden am 25.09.2011. Ich habe jetzt die Wochen vier, fünf und sechs etwas angepasst. Weitere Einheiten mit einem Schnitt von 03:47 oder darunter habe ich aber keine mehr eingefügt. So viel Spaß machen die dann doch nicht. ;-) Die Woche vor dem Wettkampf in Etsdorf werde ich dann aber recht locker gestalten und als Vorbereitung irgendwas zwischen 50 und 70 Kilometer einplanen.

Von fast nix auf 97: Halbmarathon-Vorbereitung mit frisiertem Steffny Plan

Endlich ist wieder Zug drin im Training. Nachdem die letzten Wochen trainingstechnisch gegen Null tendierten - was ich in Regensburg beim Laufen deutlich gespürt habe - , habe ich diese Woche wieder mit klaren Vorgaben gearbeitet und auch die dafür notwendige Zeit investiert. Gemessen an den Triathlon-Wochen war es mit knapp 8,5 Stunden Trainingszeit aber eher eine Entlastungswoche - im Langdistanztraining verschieben sich die Maßstäbe bezüglich der Trainingsumfänge etwas nach oben. ;-)  Die erste Woche meines selbst erstellten und deutlich von Herbert Steffny inspirierten Plans sah 95 Kilometer vor, 97 Kilometer sind es dann geworden. Ich habe aus zwei von Jörg zur Verfügung gestellten Plänen meinen eigenen gebastelt. Einer war deutlich über und einer deutlich unter meiner Wunschzeit. Insofern habe ich mal den Taschenrechner bemüht und den für meine Zeit notwendigen Plan errechnet. Umfangstechnisch bin ich bei den Werten aus dem schnelleren Plan geblieben, die von dem langsamen Plan erschienen mir zu gering. So geht es mit 95, 105, 103, 71, 107 und 58 über die sechs Wochen. Ob die 5. Woche wirklich 107 Kilometer haben wird, ist noch nicht ganz sicher, da sich das Problem ergibt, dass ich in Woche 4, Woche 5 und Woche 6 jeweils einen Halbmarathon als Wettkampf geplant habe.
Von den Trainingseinheiten her ist der Plan eher locker. Ich bin sehr gespannt, ob er nachher zum gewünschten Ergebnis führen wird. Es gibt wöchentlich zwei Tempoeinheiten. Diese Woche fing es gleich mit 4×2 Kilometer mit 03:47 Minuten pro Kilometer auf der Bahn an. Am Freitag gab es dann einen TDL mit 04:05 Minuten pro Kilometer. Das Bahntraining hat sehr gut funktioniert, der TDL war unerwartet hart. Hatte ich diese Saision schon öfter, dass der TDL nicht so richtig klappen will. Heute morgen habe ich den langen langamen Dauerlauf mit 05:32 Minuten pro Kilometer über 23 Kilometer hinter mich gebracht und war heute abend noch eine Stunde Tennis spielen. Da wäre also noch Luft. ;-)

Streichergebnis: Triathlon Regensburg am 14.08.2011

Endlich aus dem Wasser Es gibt so Wettkämpfe, da fragt man sich hinterher, warum man überhaupt gestartet ist. Der Triathlon über die olympische Distanz letzten Sonntag in Regensburg ist so einer. Seit Roth hatte ich nicht mehr strukturiert trainiert und habe durch das Adduktorenproblem mehr als eine Woche sogar komplett auf Sport verzichtet. Am Freitag bin ich 3,5 Stunden nach Baden-Baden gefahren, um am Samstag mit Stone seinen 40.ten Geburstag feiern zu können. Dort bin ich gegen 21:30 Uhr wieder losgefahren und war gegen 00:30 Uhr wieder in Weiden. Am Sonntag klingelte um 05:45 Uhr wieder der Wecker, um das Equipment für Regensburg zu packen. Die Coolwings habe ich auf Grund der Wetterprognose (”26 Grad Celsius”) törichterweise zu Hause gelassen. Unterwegs habe ich noch einen Vereinskollegen mit Fahrrad eingesammelt. Gegen 08:15 Uhr waren wir in Regensburg und es war mir zu diesem Zeitpunkt schon viel zu warm. Auf den ursprünglich geplanten Start im 2XU Einteiler  habe ich aufgrund der Temperaturen verzichtet, weil ich nicht einschätzen konnte, wie sich dieser bei 30 Grad Celsius im Schatten verhält. Da ich als Backup noch den bekannten Zweiteiler dabei hatte, konnte ich ja noch wechseln.

Den Schwimmstart hätte ich fast schon wieder verbummelt, keinen Ahnung, was dieses Jahr los ist. Die Donau mit knapp 18 Grad Celsius war auch im Neo nicht wirklich angenehm. So hatte ich noch damit zu kämpfen, mich auf die Kälte einzustellen, als bereits der Startschuss fiel. Der Schwimmstart in Regensburg ist so ziemlich der übelste, den es gibt. Da wird geprügelt, getreten und geschlagen wie bei einem Kickbox-Fight. Ich bekam einen Schlag in den Unterleib, in den Magen und auf den Kopf. Schon leicht panisch versuchte ich an den Rand zu kommen, was aber nicht ganz so einfach war. Hier war Oma-Brustschwimmen angesagt. Ich kam überhaupt nicht in einen (und schon gar nicht meinen) Rhythmus. Erst nach der Wendeboje konnte ich mit einer akzeptablen Geschwindigkeit durchs Wasser gleiten. Beim Ausstieg stand eine 26:37 auf der Uhr, was für die gerade Strecke absolut kein guter Wert ist und deutlich unter meinen Fähigkeiten (und meiner Erwartung) liegt.

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