Die letzte Woche hatte ich quasi sportfrei. Montag und Dienstag war der Wunsch nach Bewegung nicht sonderlich ausgeprägt, Mittwoch, Donnerstag und Freitag war keine Zeit. Am Samstag war ich morgens einen lockeren Zehner laufen und hatte schon am Nachmittag Muskelkater im Bauch (!?) und in den inneren Oberschenkeln. Trainingspausen sind einfach Gift für mich. ;-) Gestern habe ich ein lockere Radrunde abgekurbelt und bin danach direkt fünf Kilometer gelaufen. Das war der Wahnsinn! Der Muskelkater im Bauch hat am Anfang so geschmerzt, dass ich kaum laufen konnte. Heute plagt mich noch ein Ziehen im linken inneren Oberschenkel. Mal schauen, wie lange das noch anhält.

Roth Review:

Ich habe das DNF von Roth gut verkraftet. Ich fand es nicht ganz so schlimm wie ein Teil meiner Umwelt. Ich habe mich riesig über die ganzen Kommentare, E-Mails und Gespräche gefreut. Es ist schön zu wissen, dass sich Leute für meinen Sport interessieren. Roth war als Event der absolute Wahnsinn. Ich denke nicht, dass sich das noch irgendwie toppen lässt. Ich fahre mehrmals in der Woche die erste Durchfahrt beim Solarer Berg in meinen Gedanken. Das führt immer wieder zu Gänsehaut. Das war echt genial. Auch die ganze Stimmung und die Leute haben einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen. Das war einfach schön! Mit der Ferienwohnung hatten wir auch sehr viel Glück. Leider konnten wir aus Zeitmangel nicht im Pool planschen.
Diese Woche geht es sportlich weiter: Am Sonntag steht der Triathlon in Hof im Plan. Über die olympische Distanz wird sicher nicht mit einer neuen Bestzeit zu rechnen sein, da die Beine doch noch etwas schwer sind, wie ich gestern beim Rad fahren feststellen musste.

Prognosen Prüfung:

Ich hätte mal wetten sollen! Am 10. Juni hatte ich in meinem Post schon prognostiziert, dass sowohl bei den Damen als auch bei den Herren die Weltbestzeit fallen dürfte. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass Frau Wellington weiter in Richtung 08:15:00 laufen wird. Wahrscheinlich hat sie sich noch etwas Pulver für das nächste Jahr aufgehoben. Dass Andreas Raelert unter 07:50:00 laufen kann, war mir auch klar. Nachdem aber Marino Vanhoenacker in Kärnten schon eine saubere 07:45:58 in den (wohl etwas zu kurzen) Asphalt gebrannt hatte, habe ich nicht mehr so ganz daran geglaubt, dass Andreas Raelert das unterbieten kann. Konnte er dann doch: 07:41:33 dürfte wohl für längere Zeit stehen bleiben. Und das, obwohl die Radstrecke in Roth dieses Jahr zwei Kilometer länger war - und von meinem Garmin mit genau 178,4 Kilometer gemessen wurde. ;-) Allerdings weist der Garmin nur 553 Höhenmeter aus. Und das waren auf jeden (!) Fall deutlich mehr.
Ich hatte im Vorfeld auch schon einige Bedenken bzgl. der Ernährung geäußert. Ich konnte mir nach Steinberg eigentlich nicht vorstellen, 05:30:00 Stunden lang jede halbe Stunde einen ganzen Riegel zu essen. Das ist ziemlich hart. In Ermangelung von Alternativen blieb mir aber keine andere Wahl. Rückblickend würde ich inzwischen wohl auch auf dem Fahrrad auf das Tomaten-Gel setzen, das ich mit zwei bis drei Riegeln ergänzen würde. Ich werde das auf den kommenden Mitteldistanzen mal ausprobieren.
Die zweite Fahrt über den Kalvarienberg war - wie erwartet - nicht sonderlich lustig. Da ich mich zu dem Zeitpunkt sowieso gerade auf dem Gipfel meines Kohlenhydratdefizits befand, war das eine ganz harte Nummer, die ich nur in einem sehr langsamen Wiegetritt bewerkstelligen konnte. In der ersten Runde bin ich kaum aus dem Sattel gegangen. Da lagen allerdings auch einige Kilometer dazwischen.
Die Wetterprognose hat sich auch erfüllt: Wenn es zu warm wird, kann ich den Marathon nicht schaffen.