Archiv für Juli, 2011

DNS in Hof - Ironman FFM im TV

Neulich wurde ich noch zu meiner geringen Verletzungsanfälligkeit beglückwünscht. Kurz danach hat es mich dann richtig übel erwischt. Drei schlaflose Nächte wegen massiver Schmerzen im linken Oberschenkel trieben mich schließlich zum Arzt. Die Diagnose: Adduktorenzerrung. Wie das passiert ist, kann ich nicht sagen. Mir wäre auch keine klassische Aktion aufgefallen, die zu einer Zerrung hätte führen können. Nach mehreren Sitzungen beim Physio geht es jetzt aber schon wieder deutlich besser und es deutet eher auf eine Muskelverhärtung hin. Den Start beim Triathlon in Hof musste ich trotzdem schweren Herzens absagen. Wobei 12 Grad Celsius und Regen bekanntlich keine meiner präferierten Wettervarianten ist. Die armen Kerle, die in Frankfurt den Ironman durchstehen mussten.

Das war nämlich wegen Bewegungsunfähigkeit am Sonntag mein Alternativprogramm: Sechs Stunden Ironman Frankfurt auf HR3. Das war ganz schön spannend. Faris ballert bei 14 Grad Celsius auf dem Rad in Badehose einsam vorne weg und meckert kurz vor T2 über das Motorrad, das ihm den Weg versperrt. Caroline Steffen drückt ständig übelst dicke Gänge mit einer geringen Trittfrequenz durch, ich dachte schon, dass sie Kraftausdauertraining macht. Als sie beim Marathon schon nach wenigen Kilometern Krämpfe bekommen hat, habe ich nicht gedacht, dass sie das bis zum Ende durchstehen kann. Da aber alle anderen - bis auf Sonja Tajsich - wohl auch ziemlich unter der Kälte gelitten hatten, konnte keine andere mehr die Führung an sich reißen. Sehr interessant war auch die Tatsache, dass Faris kurz vor dem Ziel die blanke Angst ins Gesicht geschrieben war, da er befürchtete, auf den letzten Metern noch überholt zu werden.

Die Übertragung war recht kurzweilig. Warum “Sportreporter” der Meinung sind, einen sichtlich extrem angeschlagenen Sportler fragen zu müssen, wie es im geht, kann ich nicht nachvollziehen und finde es ehrlich gesagt auch reichlich daneben. Wundert mich direkt, dass Faris nicht handgreiflich wurde, nachdem er zuvor schon mehrfach wütend geschimpft hatte. Wahrscheinlich war er einfach nur fertig.

Diese Woche ist für mich noch sehr lockeres (reines) Lauftraining angesagt, muss erstmal die Beine langsam austesten. Ab nächster Woche wird es wieder etwas triathlonspezifischer, um am 14.08. in Regensburg gut über die olympische Distanz zu kommen. Danach geht dann direkt die Halbmarathonvorbereitung los. Für den Oktober habe ich noch ein schönes Schmankerl entdeckt. Dazu demnächst mehr.

Besten Dank an die Veranstalter des Triathlons in Hof. Sie haben mir aufgrund meiner Verletzung einen Freistartplatz für 2012 gegeben. Ein Termin für 2012 steht also schon mal fest.

Roth Review mit Prognosen Prüfung

Die letzte Woche hatte ich quasi sportfrei. Montag und Dienstag war der Wunsch nach Bewegung nicht sonderlich ausgeprägt, Mittwoch, Donnerstag und Freitag war keine Zeit. Am Samstag war ich morgens einen lockeren Zehner laufen und hatte schon am Nachmittag Muskelkater im Bauch (!?) und in den inneren Oberschenkeln. Trainingspausen sind einfach Gift für mich. ;-) Gestern habe ich ein lockere Radrunde abgekurbelt und bin danach direkt fünf Kilometer gelaufen. Das war der Wahnsinn! Der Muskelkater im Bauch hat am Anfang so geschmerzt, dass ich kaum laufen konnte. Heute plagt mich noch ein Ziehen im linken inneren Oberschenkel. Mal schauen, wie lange das noch anhält.

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Challenge Roth 2011: Handtuch geworfen - DNF

Das Handtuch (eigentlich sind es meine Coolwings) geworfen. Und das ist nicht mein Bauch, sondern die ca. 15 Gels, die ich in meinem Oberteil stecken hatte!

Geschätzte Sportsfreunde,

zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die am Sonntag in Roth vor Ort
oder am Live-Ticker das Rennen verfolgt haben. Vielen Dank für die Anrufe,
E-Mails, SMS und Kommentare.

Es war für mich im Vorfeld klar, dass es zwei Möglichkeiten gibt, die zu einem Scheitern führen könnten: Zum einem die Wärme und zum anderen die Ernährung. Beides entwickelte sich gestern leider zu meinen Ungunsten. Bei Kilometer fünf auf der Laufstrecke habe ich mich dazu entschlossen, das Abenteuer Langdistanz aufzugeben und meinen Rücktritt von derselben etwas vorzuziehen.

Nach fünf Jahren hartem Training und ungezählten Hungerästen weiß ich inzwischen sehr gut, wann mein Körper keine Lust mehr hat, weiterhin Sport zu treiben. Am Sonntag war es bei Kilometer fünf soweit. Es macht keinen Sinn, sich 37 Kilometer gehend durch den Marathon zu quälen und womöglich noch die Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

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Mannschaftszeitfahren mit Crosslauf: Nonstop Triathlon Baunach 2011

Das war ein lustiger Wettkampf! Die Organisation war einwandfrei, alle Helfer waren leidenschaftlich dabei. Das hat echt Spaß gemacht. Das Wetter war leider nicht so ganz optimal: Relativ kalt und zwischendrin leichter Regen.

Schwimmen:

Das Schwimmen fand in einem Weiher statt, der auf jeden Fall nicht die Wasserqualität des Steinberger Sees hatte. Ich habe noch nicht mal die Füße des jeweiligen Vordermannes gesehen, so dass ich zwei Mal voll auf Schwimmer aufgeschwommen bin. Ich wurde auch mehrfach auf- bzw. überschwommen, so dass es sicher nicht nur an mir gelegen hat. Landstarts sind eigentlich eine feine Sache, weil man nicht schon zehn Minuten vor dem Start im Wasser rumpaddeln muss. Aber wenn rund 150 Athletern auf rund zehn Meter Breite gleichzeitig ins Wasser stürmen ist das nicht mehr ganz so entspannt. Ich hatte mir den Start der Sprintdistanzler, der eine Stunde vor meinem Start stattfand, angeschaut und habe mich daher am linken Rad positioniert und kam dann auch recht gut weg. Die Schwimmstrecke war etwas verwinkelt: Boje 1, Boje 2, Boje 3, Boje 1, Boje 2, Boje X waren die Stationen. Offiziell waren es 1,4 Kilometer, der Garmin zeigt 3 KIlometer an (in der Regel ist es die doppelte Strecke). Bei den vielen Bojen bin ich aber sicher nicht immer die optimale und gerade Strecke geschwommen. Mit 22:58 Minuten bei der amtlichen Zeitnahme bin ich zufrieden.

Wechsel 1:

Beim Ausziehen des Neos habe ich mir fast mit dem Zeitnahmechip einen Riss im rechten Ärmel des neuen 2XU C:2 Neos zugezogen, weil sich der Chip verdreht hatte. Da es recht kalt war, musste ich erstmal Socken (die schicken Skinfit Socken, die es in Krailling als Finisher-Geschenk gab) und Armlinge anziehen. Dann strümpfig durch den Rasen. Als ich auf das Rad gesprungen bin und die Socken auf die Schuhe gestellt habe, musste ich leider feststellen, dass das keine gute Idee war. Die Socken haben sich wunderbar in dem Klettverschluss der Radschuhe “verkeilt”. In Zukunft also wieder nur Baumwollsocken, die machen keine Probleme mit dem Klettverschluss. Mehr …

T Minus 7 Tage

Die Spannung steigt, das Kribbeln ist schon zu spüren. Nächsten Sonntag geht es über die 226 Kilometer in Roth. Gestern habe ich als letzte “Spitze” noch beim Nonstop Triathlon über die olympische Distanz in Baunach teilgenommen. Jetzt gibt es für mich nicht mehr viel zu tun. Montag und Dienstag werde ich nochmal locker mit dem Rad auskurbeln und kurze (und lockere) Koppelläufe machen, um die Spannung noch etwas hochzuhalten. Mittwoch stehen nochmal drei Kilometer im Neo auf dem Schwimmplan. Ab Donnerstag werde ich in Roth vor Ort sein und mir am Freitag die Örtlichkeiten genau anschauen, um einen Platz für die Trinkgurtübergabe auszusuchen. Als Betreuer werden meine Schwester und meine Freundin am Sonntag an der Strecke stehen. Wir werden für beide Fahrräder mitnehmen, da auch die Strecken, die die Zuschauer zurücklegen müssen, bei einer Langdistanz etwas länger sind als beim lokalen Volkstriathlon.

Ich denke, dass ich sehr gut vorbereitet bin. Bei pasendem Wetter (keine Affenhitze und bitte keine 14 Grad Celsius!) müsste ich gut durchkommen. Wenn ich dann noch diszipliniert meinen Ernährungsplan einhalte, sollte einem ordentlichem Finish nichts im Wege stehen. Aber auf einer Langdistanz kann viel passieren, insofern mache ich mich nicht durch Zeitvorgaben verrückt und werde einfach versuchen, gut über alle drei Disziplinen zu kommen.

Die erste Herausforderung dürfte es sein, beim Besuch der Triathlonmesse nicht gleich alle angebotenen Schnäppchen einzukaufen. Bei Saucony und High 5 dürfte mir das sicher sehr schwer fallen. ;-)

Ein sehr guter Freund von mir kann leider am Sonntag nicht in Roth vor Ort sein. Er hat meine Enwicklung vom Gelegenheitsfußballer zum Langdistanzler von Anfang an (also ab 2006) miterlebt. In einer E-Mail schrieb er mir diese Woche, dass “mit Roth ja quasi eine Ära ihrem Kulminationspunkt zusteuert.” Das sehe ich auch so. Fünf Jahre hartes Training werden nächsten Sonntag in einem einzigen Wettkampf münden. Ich freue mich!

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