Buchtipp: Born to run
- Mittwoch, 4.05.2011
- Eingetragen in Allgemein
- von Ralf
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Dieses Buch wurde mir von einem Bekannten ausgeliehen und empfohlen. Da ich zuerst keine Zeit für die Lektüre hatte (Training geht ja schliesslich vor!), lag es relativ lange ungelesen in der Ecke. Als ich dann mal damit angefangen habe, dachte ich zuerst, dass es ein Roman sei. Ich habe eher zufällig die genannten Namen im Netz recherchiert und festgestellt, dass das mehr oder weniger ein Tatsachenbericht ist. Ab da war das Lesen gleich eine Nummer kurzweiliger. Absolut durchgeknallte Geschichten über die Ultraläufer werden da erzählt. Totaler Wahnsinn! Da erscheint einem das Triathletenleben vom sportlichen Aspekt her gleich wieder langweilig und höchstens durchschnittlich. Die Geschichten über Caballo Blanco, Scott Jurek, Billy “Bonehead” Barnett, Jenn Shelton, Barefoot Ted und noch einige andere sind höchst amüsant und lassen einen manchmal durchaus am Verstand der Protagonisten zweifeln. Ziemlich beeindruckend fand ich die Message, dass Laufen nichts mit Arbeit zu tun haben sollte.
Und nach der Lektüre von Kapitel 26 finde ich das Essen von bei 30 Grad Celsius auf das Oberrohr geklebten PowerBar Riegeln (was ich persönlich nicht mache, nehme nur High 5 Riegel und klebe diese sicher nicht auf das Oberrohr!) und das Trinken von ca. 28 Grad warmer Aldi Cola ohne Kohlensäure, die schon mindestens eine Stunde im Plastikbecher in der prallen Sonne steht und einem häufig bei den Verpflegungsstationen gereicht wird, überhaupt nicht mehr schlimm. Macht euch da auf was gefasst.
Weiterhin habe ich gelernt, dass ein massiv gedämpfter Schuh eher schlecht für all die Körperteile ist, die eigentlich durch die Dämpfung geschützt werden sollten. Davon bin ich sowieso schon länger überzeugt und laufe fast nur noch in leicht bis wenig gedämpften Schuhen. Von Adidas gab es mal diesen chipgesteuerten Schuh, der die richtige Dämpfung zur Laufzeit (schöner Wortwitz für alle, die aus der Softwareentwicklung kommen) errechnen sollte. Hat sich aber (vielleicht auch wegen den 250 Euro Anschaffungskosten) nie durchgesetzt. Ich habe tatsächlich noch nie jemanden mit diesem Schuh gesehen. Mit dem Dämpfungsungeheuer Kinsei von ASICS bin ich damals meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Danach habe ich ihn aber kaum noch benutzt, weil er mir viel zu schwer war. Vielleicht wage ich dieses Jahr sogar mal einige Läufchen in den BIKILA Laufschuhen von VIBRAM? Dazu muss ich aber erstmal hier in der Nähe einen Laden finden, wo man die Schuhe probieren kann.
Born to run
Christopher McDougall
ISBN: 978-3896673664
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