Archiv für März, 2011

Bergrennen III: Oberpfälzer Winterlauf Challenge Teil III

Zuerst: Besten Dank für die vielen Glückwünsche zur neuen Halbmarathon Bestzeit. Freut mich sehr, dass sich die Welt für meine Ergebnisse interessiert. ABER: Das waren keine 21,1 Kilometer. Laut Garmin waren es 20,18 Kilometer. Trotzdem bin ich bei dem Streckenprofil (laut Garmin 125 Höhenmeter, gefühlt locker das Doppelte!) mehr als zufrieden mit der erzielten Zeit.
OWC 2011 Lauf 3 Das Wetter war einwandfrei. Sonnenschein, irgendwas um die 11 Grad Celsius. Nach diesem Winter bin ich temperaturmäßig echt genügsam geworden. Gegen Ende kam ein leichter Wind auf, der im Triathlon Zweiteiler und einem total durchnässten Under Armour Coldgear Longsleeve gerade noch erträglich war. Der Wettkampf an sich war sehr unterhaltsam. Nach dem Startschuss ging es in einem relativ gemäßigten Tempo (03:53 und 03:50 Minuten pro Kilometer - da habe ich schon ganz andere Starts erlebt) los. Das vordere Feld war bis Kilometer vier relativ dicht zusammen. Einer direkt hinter dem Führungsfahrrad, dann eine Fünfergruppe, dann eine Gruppe mit ca. 15 Läufern, in der ich mich befand. Bis Kilometer fünf walzte diese Gruppe wie ein Zug über die Strecke. Zwei entgegenkommende Radfahrer mussten auf einem relativ schmalen Wegstück spontan auf den Randstreifen ausweichen, da einer aus der vorderen Reihe “wir sind mehr und stärker” schrie. Bei Kilometer fünf kam dann der erste Anstieg und die Gruppe wurde recht schnell gesprengt. Die stärkeren Läufer zogen das Tempo einigermaßen durch, der Rest platzte nach und nach weg. Nach ca. 300 Metern war ich mit deutlichem Abstand Letzter der ehemaligen Gruppe. Ich hielt es aber nicht für angebracht, nach sechs Kilometern ans Limit (bzw. darüber hinaus) zu gehen, um das Loch wieder zuzulaufen. Da es auf der Strecke mehrere heftige Anstiege gibt und es eine Wendepunktstrecke ist, sollte man etwas mit den Kräften haushalten. Ich vertraute zu diesem Zeitpunkt noch voll auf meine Bergab-Stärke, um wieder etwas Zeit aufholen zu können. Nach 04:57 Minuten hatte ich den sechsten Kilometer hinter mir und war schon auf einem bergab Stück unterwegs, als ich feststellen musste, dass die Bergab-Beine nicht wollten. Entweder hatte ich nur starke Bergab-Läufer um mich rum oder total schlechte Beine: Ich konnte die Abstände zu den anderen Läufern nicht verringern. 03:53 und 03:52 Minuten für Kilometer acht und neun sind jetzt auch nicht wirklich die Hammerzeiten wenn es bergab geht. Danach kam ein flaches Stück hin zur Wendemarke. Die Wendemarke war auf jeden Fall 500 Meter zu früh, was dann in der Summe zu dem fehlenden Kilometer führte. Vielleicht sollte der zuviel gelaufene Kilometer vom zweiten Rennen wieder kompensiert werden? ;-)
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Die absolut unerwartete Rückkehr der Tempohärte: Frühjahrslauf TB Weiden am 20.03.2011

So kann es dann auch mal laufen: Ohne jegliche Vorwarnung ist meine Tempohärte gestern absolut unerwartet wieder aufgetaucht. Vielleicht lag es am endlich mal einigermaßen warmen Wetter? Oder an der schnee- und eisfreien Strecke? Oder an den Nudeln zum Mittagessen? Wäre tatsächlich sehr interessant zu wissen. Unterm Strich ist es auch egal, ich bin glücklich, dass ich beim gestrigen Wettkampf über 15,1 Kilometer einen Schnitt von 04:02 Minuten pro Kilometer laufen konnte. Die ersten drei Kilometer bin ich mit der vorderen Menge mitgeschwommen und konnte so deutlich unter 04:00 Minuten pro Kilometer laufen. Danach konnte ich bis Kilometer 10 das Tempo recht stabil knapp über 04:00 Minuten halten. Bei Kilometer 11 kam dann ein kleiner Einbruch, der zu einem 04:22er Schnitt führte. Entgegen den bisherigen Rennen in diesem Jahr konnte ich danach aber wieder zulegen und zog das Tempo etwas an. Lief einfach gut gestern.

Nach dem Wettkampf ging es direkt nach Hause. Sonntag ist ja der Tag der langen Läufe. Daher musste ich mich schnell umziehen und für den geplanten GA1 15 Kilometerlauf vorbereiten. Deutlich dicker eingepackt als beim Wettkampf lief ich los und fühlte mich bis Kilometer sieben sehr gut. Danach waren die Schritte schon etwas schwerer. Ab Kilometer 12 kamen leichte Schmerzen in der Wade dazu. Ab Kilometer 13 durfte ich schon mal erleben, wie sich die letzten zehn Kilometer beim Marathon in Roth anfühlen dürften: Extrem hart! Der letzte Kilometer war wohl der härteste Kilometer mit einem 06:00er Schnitt, den ich je gelaufen bin. Das war absolut grenzwertig. Aber es hat sich gelohnt: Guten Wettkampf gemacht und insgesamt 30 Kilometer gelaufen. Sehr schön! Freue mich schon auf den Halbmarathon in Steinberg am Wochenende.

Ergebnis: 01:01:10 (für 15,1 Kilometer)
Platzierung: gibt nur die AK-Wertung: 3 von 11

Das Training wird nicht langweilig - Krafttraining im Schwimmbad

Um in der sportlichen Entwicklung vorwärts zu kommen, muss man seinen Körper ständig neuen Reizen aussetzen. Kann man in jedem Trainingsratgeber nachlesen. Drei Einheiten jede Woche über acht Kilometer mit einem 05:00er Schnitt werden einen nicht unbedingt dem erträumten 10er Sub40 oder gar Sub38 näherbringen. Außerdem gewöhnt sich der Körper recht schnell an die zuvor noch als stark empfundenen Belastungen. Deshalb sollte das Training abwechslungsreich und fordernd sein. Nach fast drei Jahren strukturiertem Training habe ich ja schon allerhand (sinnvolle und weniger sinnvolle) Einheiten gesehen und auch selbst gemacht. Gestern beim Schwimmtraining wurde auf jeden Fall mal wieder ein Reiz in einer ganz neuen Kategorie gesetzt. Pierre hat seine Trickkiste ausgepackt und kam mit einer hammerharten Einheit an:

  • Einschwimmen, Wasser- und Technikübungen (600 Meter)
  • 6×50m F 2x(10/15/20 Liegestütze +25m Sprint + 25m locker Brust stretching) - 30 sek Pause
  • 50m lo Brust stretching
  • 3×200m  50m Rücken, 20 Liegestütze, 50m Kraul Sprint volles Rohr, 50m Kraul locker, 15-20 Dips, 50m Brust locker - 45sek Pause
  • 50m lo R Gleichschlag
  • 4×25 F volles Rohr bis zu Beckenmitte, danach locker ausgleiten

Im Schwimmbad ist ein circa 20 Zentimeter “hohes” Absperrgitter, das die Leute daran hindern soll, vom Rand aus reinzuspringen. Da muss man sich erstmal drüber hieven, um danach die Liegestütz (am Boden) oder Dips (am Startblock) zu machen. Am Anfang habe ich immer daran gedacht, dass wir uns ganz schön zum Affen machen, so mittten unter den “normalen” Schwimmern und den Aqua-Joggern, aber spätestens nach den 20 Liegestütze habe ich nur noch Sterne gesehen und habe gar nicht mehr daran denken müssen. Das Schwimmen danach war eher instinktiv, kann mich nicht mehr erinnern, wie ich das hinbekommen habe. Die 20 Dips in dieser Kombination sind der Hammer und führen zu einem schönen Muskelkater!

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Es gibt kein schlechtes Wetter …

… es gibt nur schlechte Kleidung.

Den Spruch hat jeder mindestens schon 12.000 fach gehört. Und mindestens 11.999 Anmerkungen dieser Art gingen einem auf die Nerven, weil sie meistens von Leuten kommen, die angeblich 1972 im Herbst die Alpen nur in einer kurzen Sporthose und ohne warmen Tee überquert haben. Aber: An der Grundidee könnte ja tatsächlich was dran sein?
Diesen Winter bin ich dabei, den Inhalt dieser Aussage mit einer absolut unwissenschaftlichen (und höchst subjektiven) empirischen Studie zu belegen. Bisher konnte ich feststellen, dass es in der Tat so ist, dass wetterangepasste Kleidung den Spaß am Sport deutlich verlängern kann. Alles hat natürlich seine Grenzen und ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Ich z.B. leide im Sommer bei Temperaturen über 27 Grad Celsius überdurchschnittlich. Da kann man leider nicht viel machen, außer Hektoliter von Flüssigkeit in sich zu schütten und zu hoffen, dass das Funktionsmaterial genug kühlt.
Im Winter ging es mir bisher immer so, dass ich dauerhaft beim Laufen draußen gefroren habe. Das Ergebnis war dann meist eine schöne Erkältung nach einigen Laufeinheiten. Daraufhin habe ich viele Einheiten indoor auf dem Laufband gemacht, was die Sache in punkto “Kältehärte” natürlich nicht verbessert hat. Vor dem Winter hatte ich noch gehofft, dass er nicht so hart und lang wird. Ich habe irgendwo eine Aussage von irgendeinem Meteorologen gehört, der sowas in der Richtung erzählt hatte. Das habe ich natürlich gleich als Fakt wahrgenommen. Ist aber leider nicht so gekommen. Inzwischen höre ich zunehmend Stimmen, die sagen, dass das einfach mal wieder ein normaler Winter sei. Bin ich froh, dass ich bisher viele nicht “normale” Winter erleben durfte. ;-) Inzwischen fast fünf Monate Permafrost, Schnee und Eis sind nicht so mein Ding und dem täglichen Training auch nicht unbedingt zuträglich.
Daher habe ich vor kurzem angefangen, mein Equipment diesbezüglich zu optimieren. Für Läufe von ca. 30 Minuten kommen die meisten Leute mit den Sportklamotten vom Discounter sicher sehr gut durch den Winter. Wer aber auch im Winter Läufe von 30 Kilometern oder mehr, die dann auch schon mal drei Stunden dauern können, auf dem Plan hat, der sollte sich durchaus eine etwas bessere (und leider auch deutlich teurere) Garderobe zulegen. Ich persönlich habe diesen Winter mein Herz für Odlo (und in eingeschränktem Umfang auch für Gore) Funktionskleidung entdeckt. In der Regel sind die relativ teuer, wenn man aber mal die wahrscheinliche Benutzungsdauer, die Benutzungshäufigkeit, den persönlichen (und natürlich subjektiven) Nutzen und den Preis in Relation setzt, kommt ein gar nicht so schlechter Wert raus. Zumindestens wenn ich es für mich rechne.
Nachfolgend meine optimale Bekleidung für den Winter. Damit habe ich als “härteste” Einheit bei minus sechs Grad Celsius einen 26 mit 05:39er Schnitt, der insgesamt 02:27:38 Stunden gedauert hat, hinter mich gebracht und fühlte mich den größten Teil der Einheit sehr gut.
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T minus 4 Monate

Der Countdown für meinen geplanten “Raketenstart” tickt erbarmungslos nach unten. Jetzt sind es nur noch vier Monate bis zur Challenge in Roth. Bei den Läufen in drei Schichten Thermokleidung kann ich es mir momentan noch nicht so ganz vorstellen, dass es im Juli wahrscheinlich richtig ordentlich warm sein wird. Ich hoffe mal, dass es kein Hitzerennen wird, sonst muss ich mir irgendwas ziemlich schlaues einfallen lassen, da große Hitze für mich der Leistungskiller Nummer 1 ist. Neulich habe ich mir auf dem Radergometer über zwei Stunden Videos aus Roth angeschaut. Wahnsinn! Da steppt jedes Jahr der ganz große Bär. Ich freue mich riesig!

Das Training zur Zeit läuft sehr gut. Die relativ großen Umfänge kann ich alle problemlos leisten. Die Regeneration funktioniert auch einwandfrei. Und da ich in Roth sicherlich keinen 03:15:00 Marathon hinlegen werde, macht mir auch die fehlende Tempohärte im Moment noch keine riesigen Sorgen.

Heute konnte ich mir eine Ferienwohnung in der Nähe von Roth sichern. Hat sich zufällig so ergeben. Sie liegt rund 7 Kilometer von Roth und rund 25 Kilometer vom Schwimmstart entfernt. Eine Wohnung gefällt mir irgendwie besser als ein Hotel. Ich muss die Wohnung leider eine volle Woche buchen, ist aber trotzdem noch billiger als drei Nächte im Hotel. Und: Es gibt dort einen Pool im Garten. Könnte mich also am 10.07. gegen 04:00 Uhr morgens ordentlich einschwimmen. ;-)

Wettkampftermine 2011

Dieses Jahr dreht sich eigentlich alles nur um die Challenge Roth am 10.07.2011. Alle anderen Termine sind vom Ergebnis her mehr oder weniger nur B-Wettkämpfe. Durch den relativ späten Termin der Pfingstferien bekomme ich das Problem, dass ich zur Vorbereitung nur eine Mitteldistanz und (wegen der Überschneidung mit dem Trainingslager) auch nur einen Duathlon machen kann. Überhaupt ist der “frühe” Termin Mitte Juli eher schlecht, ist das doch quasi mitten in der Saison. Da es reichlich ungeschickt wäre, danach die Saison für beendet zu erklären, werde ich auch nach Roth noch einige Wettkämpfe machen. Die Saison geht schließlich bis Anfang/Mitte Oktober!

So sieht der aktuelle Plan aus, wobei da noch einige Termine gestrichen werden könnten. Regensburg (nur ungern, weil vor der Haustüre und ein schöner Wettkampf) und Plettenberg sind solche potentielle Streichkandidaten. Hof muss ich mal abwarten, wie sich die Leidens- und Renerationsfähigkeit im Training entwickelt. Bin mir nicht sicher, ob ich schon zwei Wochen nach Roth ein “schnelles” Rennen über die olympische Distanz machen will. Ich werde dann wohl auf den letzten Drücker buchen, leider wird das aber nicht nach Roth sein können, da der Wettkampf immer recht schnell voll ist. Sehr gerne würde ich im September in Plettenberg die Kombi aus MTB und HM machen. Aufgrund diverser privater Termine, denke ich aber, dass es nicht realistisch sein wird, da die Entfernung doch schon eine Nummer ist: Einfacher Weg rund 520 Kilometer. Mehr …

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