Glatt und deutlich zu lang: Oberpfälzer Winterlauf Challenge Teil II
- Montag, 28.02.2011
- Eingetragen in Wettkampf
- von Ralf
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Tja, meine Bitten wurden nicht erhört. Nach dem ersten Lauf der Oberpfälzer Winterlauf Challenge hatte ich mir für den zweiten Lauf fünf Grad Celsius ohne Schnee und Eis gewünscht. Es sah unter der Woche auch alles sehr gut aus. Freitag und Samstag: Strahlender Sonnenschein, knappe Plusgrade. Und am Sonntag? Ganz wenig Schnee und minus 2 Grad Celsius. Der Schnee war nur dazu da, um die Leute zu ärgern. Mehr nicht!
Der Start war wie gehabt auf der Aussenbahn und man musste zuerst rund einen Kilometer über die Kartbahn laufen. Und da kommt jetzt der Schnee ins Spiel: Einige Läufe sind sauber auf den schneebedeckten Curbs ausgerutscht. Wer schon mal bei Gran Turismo oder Need for Speed Shift versucht hat, über nasse Curbs zu fahren, hat die Erfahrung schon gemacht: Null Grip und keine Kontrolle mehr. Nachdem die ersten Läufer gestürzt waren, habe ich mich immer schön in der Mitte der Bahn aufgehalten, was aber mit den LunaRacern auch nicht unbedingt die Garantie für rutschfreies Vorwärtskommen war. Nach der Kartbahn ging es erstmal eine Weile über schneebedeckten Asphalt geradeaus, bis zu einem Wendepunkt mit Radfahrer. Das kam mir schon komisch vor, da das letztes Jahr nicht so war. Danach wieder zurück Richtung Kartbahn und vor der Kartbahn links ab auf die bekannte Strecke. Das waren zuerst ca. 3 Kilometer über teilweise verschneiten Asphalt, die sich aber recht gut laufen liessen. Danach ging es um den Murner See, was auf den verschneiten Schotterwegen mit ihren unzähligen Schlaglöchern ziemlich anstrengend und auch etwas gefährlich war: Da kann man ganz schnell umknicken.
Als mein Garmin bei Kilometer 12 piepste und vibrierte, war ich mir sicher, dass die Strecke niemals 15 Kilometer lang sein kann, da wir noch viel zu weit weg waren. Bei Kilometer 13 war ich kurz davor, total entnervt aus dem Rennen auszusteigen, weil es sich abzeichnete, dass es definitiv deutlich mehr als 15 Kilometer werden. Ich bin dann ein “Wohlfühltempo” gelaufen, weil mehr sowieso nicht mehr drin war. Die Tempohärte kam nämlich leider nicht auf einen kurzen Besuch vorbei. ![]()
Schlussendlich waren es auf meinem Garmin 16,1 Kilometer. Da ich von anderen Werte zwischen 16,5 und 16,8 Kilometern gehört habe, nehme ich an, dass die Jungs am Murner See mal falsch abgebogen sind, da dort keine Markierungen waren. Keine Ahnung, wo das Problem war, letztes Jahr waren alle “wichtigen” Punkte ordentlich markiert.
Nach knapp 69 Minuten war mein längster Lauf aller Zeiten über 15 Kilometer zuende und ich glücklich, dass ich wenigstens bei den Bergabpassagen mal wieder beweisen konnte, dass ich schneller bin als mancher Konkurrent. Aber leider nur da.
Den ersten Lauf habe ich noch gelobt, beim zweiten fällt mir das etwas schwer. Ich bin mir nicht sicher, warum der Streckenverlauf vom letzten Jahr eigentlich geändert wurde, aber irgendwie wirkte das auf mich ziemlich improvisiert und daher kam wahrscheinlich auch der Fehler mit dem zu viel gelaufenen Kilometer. Letztes Jahr fand ich den Zieleinlauf in der Halle absolut klasse, da es dort schön warm war und man beim Tee oder der Suppe nicht gefroren hat. War dieses Jahr leider nicht mehr so: Das Ziel war auf der Kartbahn im Freien.
Ergebnis: 01:08:47 (für 16,1 Kilometer)
Platzierung: Platz 40 von 138 (AK: 9 von 29)
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