Ich suche sie schon seit Weihnachten, kann sie aber leider nirgendwo finden. Vielleicht habe ich sie versehentlich irgendwo liegen lassen oder ausgeliehen?
Es ist manchmal ganz schön erschreckend, wenn man feststellt, dass das ganze Training tatsächlich nur in einem zeitlich begrenztem Rahmen wirkt. Letztes Jahr im Sommer fand ich Läufe mit einem Schnitt von 04:30 Minuten pro Kilometer sehr angenehm und ein Tempodauerlauf hatte einen Schnitt in Richtung 04:00 oder drunter. Dieses Jahr musste ich den Tempodauerlauf mit 04:15 schon zwei Mal abbrechen bzw. das Tempo ganz deutlich nach unten reduzieren. Null Power! Was mich allerdings positiv stimmt ist die Tatsache, dass ich die Intervalle auf der Bahn noch nach Vorgabe schaffe. Angefangen mit 60 Metern im November, ging es dann auf 100 Meter im Dezember, 200 Meter im Januar, 400 im Februar. Im Moment bin ich bei 600 Metern mit der Zeitvorgabe 02:04-02:08 Minuten. Das ganze zwischen 6 Mal (Woche 1) und 10 Mal (Woche 3). In Woche 4 stehen 10×100 Meter auf dem Plan.
Aber: Man muss ja nicht im Winter schnell sein, sondern erst zum Hauptwettkampf im Sommer. Wie letztes Jahr angekündigt, soll der Schwerpunkt zuerst auf den langen und langsamen Läufen liegen. In der aktuellen Saison habe ich im Januar einen 24er und einen 26er hinter mich gebracht. Im Februar waren es bereits zwei 30er. Die liefen alle einwandfrei, dass man bei Minusgraden nach 02:30:00 Stunden nicht mehr ganz so locker durch die Gegend rennt, sollte klar sein. In der letzten Saison habe ich im Vergleich dazu im Januar zwei 22er und einen 24er gehabt. Im letzten Februar habe ich keinen längeren Lauf im Trainingslog stehen.
Ein weiterer (und nicht unwesentlicher) Unterschied dürfte die Tatsache sein, dass ich im letzten Jahr die Läufe deutlichst schneller angegangen bin. Den 24er habe ich 2010 mit einem Tempo von 05:16 Minuten pro Kilometer bewältigt. Dieses Jahr bin ich auf den langen Strecken immer mit einem Schnitt in Richtung 05:40 (laut Garmin 05:33) Minuten pro Kilometer unterwegs. Insofern dürfte es wohl total normal sein, dass ich keine Tempohärte habe und eher schildkrötenmässig daherkomme.
Bei der letzten Leistungsdiagnostik wurde ich nochmals darauf hingewiesen, dass man für einen Marathon mindestens sechs lange Läufe von 30 oder mehr Kilometern haben sollte. Zudem wurde mir für die GA1 ein Tempo von 05:45 bis 06:00 Minuten pro Kilometer empfohlen. In der einschlägigen Literatur ist immer wieder zu lesen, dass man darauf achten sollte, die Einheiten immer in den vorgegebenen Bereichen zu absolvieren. GA1 ist GA1 und WSA ist WSA. Die langen Läufe mit 05:40er Schnitt sind dieses Jahr auf jeden Fall in der GA1, was letztes Jahr bei 05:16 sicher nicht der Fall war. Dieses Jahr kommt auch noch dazu, dass ich - obwohl ich die meisten Einheiten draußen absolviere - bisher noch nicht mit einer Erkältung pausieren musste. Das war die Jahre davor nicht immer so. Auch das dürfte sich im Laufe des Jahres noch auswirken. Ich denke, dass ich mit dem momentanen Tempo besser fahre. Von der Belastung her stecke ich die Einheiten auch gut weg.

Letztes Jahr habe ich mir auch vorgenommen, mehr (bzw. überhaupt) Bergläufe zu machen. Am Samstag war es dann soweit: 4×1,5 Kilometer nur bergauf standen auf dem Plan. Pierre hat sich da eine tolle Strecke einfallen lassen. Das ist ein Berg, der tatsächlich 1,5 Kilometer nur steil ist. Mal mehr, mal weniger, aber da ist definitiv kein flaches Stück drin. Die letzten 200 Meter rauben einem echt die Luft. Für die Ortskundigen: Ich spreche vom Edeldorfer Berg von Edeldorf in Richtung Theisseil. Die vier Einheiten sollten progressiv gelaufen werden. Die letzte also schneller als die erste. Das war hammerhart! Mit ein- und auslaufen kam ich insgesamt auf 19 Kilometer, davon sechs bergauf und sechs bergab. Laut Garmin waren es 430 Höhenmeter. Die Zahlen, die der Garmin diesbezüglich ausgibt, sind aber nicht sonderlich genau. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es mehr Höhenmeter sind.
Am Sonntag stand dann der 30er auf dem Plan. ;-) Ich war echt überrascht, dass der trotz der Vorbelastung so gut vom Fuß ging. Nur bei nicht flacher Strecke habe ich die Oberschenkel gespürt. Dafür haben mir heute morgen die Oberschenkel richtig ordentlich geschmerzt. Nach der Schwimmeinheit heute Abend fühle ich mich aber schon wieder besser. Wie gesagt, die Regeneration ist wohl nicht mein Problem.
Nächsten Sonntag geht es zum nächsten Wettkampf: Der zweite Teil der Oberpfälzer Winterlauf Challenge über 15 Kilometer um den Murner See steht auf dem Plan. Vielleicht kommt da meine Tempohärte für einen kurzen Besuch vorbei?