Archiv für Januar, 2011

Minus acht Grad Celsius: Oberpfälzer Winterlauf Challenge Teil I

Der Mediziner zuckt wahrscheinlich resigniert mit den Schultern, der Hobby-Sportler (”mache auch viel Sport und laufe so ca. 10-15 Kilometer die Woche”) schaut etwas ungläubig und der Nicht-Sportler zeigt einem glatt den Vogel: Bei Minusgraden Sport zu machen führt nicht immer zu Anerkennung oder Verständnis. Dieses Jahr ist der Winter bisher ganz schön hart, kalt und schneereich, so dass ich schon öfters in den Genuss von knöcheltiefem Neuschnee und/oder hohen einstelligen Minusgraden gekommen bin.

Beim ersten Teil der Oberpfälzer Winterlauf Challenge über 10 Kilometer hatte es geschmeidige minus acht (!) Grad Celsius. Dafür war aber die Strecke mit deutlich weniger Schnee und Eis versehen als noch 2010 und 2009. Nach einer kurzen Streckenbesichtigung entschied ich mich dazu, mit dem Icebug Pytho2 BUGrip zu laufen. Die Strecke hätte es im nachhinein betrachtet nicht notwendig gemacht, zumal rund zwei Kilometer absolut schneefreie Asphalt-Kilometer zu laufen waren, aber so hatte ich wenigstens schön warme Füße. Dieses Jahr war das Feld deutlich stärker besetzt als die Jahre zuvor, was man sehr einfach daran erkennen kann, dass die ersten 17 Herren alle unter 37 Minuten für 9,9 Kilometer gebraucht haben. Entsprechend wurde das Tempo schon am Anfang recht hoch gehalten. Ich habe mich da etwas anstecken lassen und bin den ersten Kilometer mit 03:47 Minuten gelaufen. Das war dann doch etwas zu schnell und ich bin beim zweiten Kilometer “vernünftige” und vor allen Dingen Leistungs- und Trainingsstand entsprechende 04:10 Minuten gelaufen. Danach Richtung 04:15. DIe Kilometer fünf und sieben waren mit deutlich über 04:20 Minuten etwas zäh, aber mehr Kraft war nicht mehr in den Beinen. Schlussendlich kam ein 04:14 Schnitt raus, was nicht unbedingt mein Wunschergebnis war, aber die Strecke war auch nicht ganz einfach und deutlich profilierter als der Silvesterlauf in Wintersdorf.

DIe Veranstaltung wird jedes Jahr besser. Dieses Jahr gab es warmen Tee und leckere warme Suppe (schön salzig!) in einem mit Folie “isoliertem” Bereich auf der Terrasse. War echt gut. Danach direkt zum Auto und ab nach Hause. Am 27. Februar geht es mit dem 15 Kilometerlauf weiter. Wenn es da (plus) 5 Grad Celsius und keinen Schnee oder Eis mehr hätte, wäre ich nicht böse.

Ergebnis: 00:41:45 (für 9,9 Kilometer)
Platzierung: Platz 54 von 157 (AK: 9 von 29)

Silvesterlauf in Wintersdorf

Da ich über Weihnachten bei meinen Eltern war, konnte ich leider nicht beim Amberger Silvesterlauf mitmachen. Ich wollte nach den “langweiligen” Trainingseinheiten aber mal wieder etwas Wettkampfluft schnuppern und entschloss mich daher, beim Silvesterlauf der RSG Ried Rastatt in Wintersdorf zu starten, was nur ca. zehn MInuten von Baden-Baden entfernt liegt.
Nachdem es über die Weihnachtstage heftig geschneit hatte, war es klar, dass es kein entspannter Lauf werden wird. Die Strecke war aber vom tiefen Schnee befreit und im Wald teilweise sogar komplett schneefrei. Ob die matschigen Wege allerdings besser sind als eine schneebedeckte Strecke lasse ich mal dahingestellt. Mit den Icebugs macht es auf jeden Fall mehr Spaß über Eisplatten und eine feste Schneedecke zu rennen.

Das Rennen ist schnell erzählt: Bei ca. 90 Startern habe ich mich in der ersten Reihe aufgestellt. Den ersten Kilometer bin ich mit 03:48 angegangen und konnte damit in der Spitzengruppe mitlaufen. Das Feld hat sich sehr schnell sortiert. Vorne liefen vier sehr starke Läufer vorneweg, dann kamen zwei Einzelkämpfer mit einigem Abstand. Ich hatte die komplette Strecke einen Mitläufer, der sich einfach nicht abschütteln ließ. Ich habe das Tempo bei vier oder fünf Situationen verschärft, aber er konnte die Lücke immer wieder schließen.

Ab Kilometer sechs gingen die Rundenzeiten Richtung 04:20 Minuten pro Kilometer. Die Kraft, längere Zeit unter 04:10 Minuten pro Kilometer zu laufen, ist einfach noch nicht da. Zumal der Untergrund trotz Icebugs nicht ganz einfach war. Auf der Zielgeraden habe ich frühzeitig das Tempo verschärft und konnte so den minimalen Vorsprung ins Ziel retten.

Der Wettkampf ist sehr gut organisiert, die Strecke dürfte bei trockenen und schneefreien Bedinungen für eine Bestezeit gut sein.

Ergebnis: 00:43:04 (für 10,45 Kilometer)
Platzierung: Platz 7 von 90 (AK: 2 von 11)

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