An dieser Überschrift habe ich die komplette Off-Season getüftelt. Ich denke, dass sich die Anstrengungen absolut gelohnt haben! ;-)
Das Ende der Saison ist immer ein guter Zeitpunkt, um sich von seinen alten Schuhen zu trennen. Damit es in meinem Laufschuhschrank nicht irgendwann aussieht wie bei Imelda Marcos früher, werden jetzt einige der Abfallwirtschaft zugeführt. Da man aber nicht nur mit einem Paar Laufschuhen unterwegs sein soll, kommen natürlich auch wieder neue dazu. ;-)

Geht: ASICS DS Racer

Nach 482 Kilometern hat die Sohle ganz schön gelitten. Bis zu diesem Schuh war ich der absolute ASICS Fanboy. Der DS Racer ist eigentlich ein guter Schuh, aber wenn sich die Sohle schon nach rund 300 Kilometern auflöst, habe ich doch ernste Qualitätssorgen. Billig ist der DS Racer auch nicht wirklich. Da würde ich mir schon eine etwas längere Lebensdauer wünschen. Diese negative Erfahrung war aber gar nicht schlecht, so habe ich mir auch mal die Schuhe der anderen Hersteller angeschaut und bin inzwischen deutlich breiter aufgestellt.

Kommt: Newton Distance Racer

Newton Distance Racer: Neuartiger Sohlenaufbau. DER Schuh für den Vorfußläufer. Leider bin ich bisher noch keiner. Da die Umstellung auf jeden Fall langsam erfolgen soll, bin ich bisher immer nur kurze Distanzen mit dem Newton Distance Racer gelaufen. Vielleicht kann ich an ein oder zwei Tagen einen lockeren Frühstückslauf mit dem Newton etablieren. Mal schauen, was zeitlich geht.

Gewicht: 268 Gramm pro Schuh

Geht: Adidas Adizero Adios

Nach 820 Kilometern ist er aber fertig. Der München Marathon war der letzte Einsatz. Mein LIEBLINGSSCHUH! Der ist absolut genial und macht(e) immer wieder Spaß. Vor diesem Schuh traute ich der Laufkompetenz von Adidas nicht so richtig. Adidas macht unbestritten die besten Fußballschuhe. Aber Laufschuhe? Nach 820 Kilometern kann ich feststellen, dass Adidas auch Laufschuhe kann. Für die Nicht-Triathlon-Läufe habe ich ihn immer gerne benutzt, da er trotz des geringen Gewichts und der Ausprägung Racer noch ausreichend Stabilität verleiht, um auch noch bei Kilometer 19 beim Halbmarathon sicher über ein Kopfsteinpflaster zu kommen.

Kommt: Adidas Adizero Adios 2011

Adidas Adizero Adios 2011: Wahrscheinlich mein neuer Lieblingsschuh. Wahrscheinlich mein neuer Lieblingsschuh! Ganz frisch bei mir eingetroffen. Muss auch ganz neu sein, denn letzte Woche gab es den bei Wiggle noch nicht. Jetzt isser da und leuchtet ziemlich krass durch die Gegend. Bei dem momentanen Schnee-/Schneematsch-/Regen-Wetter konnte ich ihn noch nicht einsetzen. Aber ich bin mir sicher, dass es eine Freude sein wird. ;-) Der Aufbau der Sohle hat sich im Vergleich zum Vorgänger etwas geändert. Dürfte den Schuh aber sicher nicht schlechter machen.

Gewicht: 233 Gramm pro Schuh

Kommt: Saucony Fastwitch 4

Saucony Fastwitch 4: Trägt sich sehr angenehm. Nach den sehr guten Erfahrungen mit dem Type A3 von Saucony entschloss ich mich, die etwas stabilere Triathlonvariante von Saucony ebenfalls auszuprobieren. Auch der Fastwitch hat Ablauflöcher in der Sohle. Es sind nicht so viele wie beim Type A3 und sie sind etwas anders angeordnet. Aber ich denke, dass es trotzdem wieder “Probleme” mit den eingeklemmten Steinen geben wird. Damit kann ich aber leben, wenn ich dafür nicht 0,5 Liter Wasser im Schuh rumschleppen muss. Diesen Schuh habe ich nur mit Blick auf den Marathon bei der Challenge in Roth gekauft. Den werde ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in diesem Schuh laufen. Der Type A3 erscheint mir für die volle Distanz nicht stabil genug.

Gewicht: 231 Gramm pro Schuh.

Kam nie an und geht direkt wieder: Reebok SmoothFit

Reebok SmoothFit: Für diese Zungenkontruktion sollten die Ingenieure abgemahnt werden. Das ist mit Abstand der schlechteste (!) Laufschuh, den ich je hatte. Das war so ein typischer “im-Outlet-super-billig-mit-300-Prozent-Rabatt-kann-ja-nicht-schlecht-sein-Kauf”. Ich weiß nicht mehr genau, was ich dafür bezahlt habe, rückblickend muss ich allerdings sagen, dass es um jeden Cent absolut schade ist. Vielleicht habe ich im Outlet ja einen Prototypen erwischt? In diesem Schuh kann man auf jeden Fall NICHT (!) ordentlich laufen. Da passt nichts, aber wirklich gar nichts zusammen. Die Schnürung ist für den Eimer, die Ferse und die Seiten sind viel zu niedrig, durch die Zungenkonstruktion kann man den Schuh nicht “fest” binden. Das war definitiv mein letzter Reebok Laufschuh. Ich bin mit dem Schuh ganze zwei Einheiten, bei denen ich die ganze Zeit Angst hatte, den Schuh zu verlieren, über insgesamt 18 Kilometer gerannt. Da dürfte mein Bowling-Schuh noch ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis haben. Den habe ich immerhin schon drei Mal getragen.

Gewicht: Viel zu schwer!

Kommt: Icebug Pytho2 BUGrip

Wahrscheinlich wird er nicht lange so aussehen. Laut Verkäufer auf der Marathon Messe in München kann ich damit locker senkrecht die Wand hochlaufen. ;-) Ich freue mich jetzt schon auf die Winterlaufserie und hoffe, dass bei den beiden ersten Läufen über 10 und 15 Kilometer Schnee auf der Strecke liegt. Da dürfte dieser Schuh ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Neulich bin ich einen lockeren Lauf über acht Kilometer gelaufen. Der Untergrund war entweder Schnee oder Eis und es gab als Zugabe noch Schneeregen. Der Lauf war klasse: Der Schuh hat wirklich einen grandiosen Grip und hat im Vergleich zu den ganzen Lightweight-Racern (dort ist der Fokus ja auch auf dem Gewicht!) eine wasserdichte Außenhaut. Die Füße waren schön warm und absolut trocken.

Gewicht: 366 Gramm pro Schuh.

Geht: Nike LunaRacer

Nike LunaRacer: Leicht, schnell, aber nicht sonderlich langlebig. Nach 644 Kilometern ist Schluss. Schade, sehr schade. Die Haltbarkeit des LunaRacer war leider nicht sonderlich ausgeprägt - er hielt nur 644 Kilometer. Bei Sportlern, die Wert auf ein “ordentliches” Erscheinungsbild der Schuhe legen, wäre schon nach rund 500 Kilometern eine Trennung unvermeidbar gewesen.  Auf meiner Beliebtheitsskala rangiert dieser Schuh knapp hinter dem Adidas Adizero Adios. Einziges Manko: Ich bekomme bei längeren oder schnellen Einheiten mit diesem Schuh am linken Fußballen Blasen. Das ist auch mit dem LunaRacer 2 so und geht auch einigen Sportsfreunden so. Muss wohl an der Konstruktion liegen. Nichtsdestotrotz ist das ein grandioser Schuh. In der ersten Version noch mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Optik, die in der zweiten Version leicht angepasst wurde.

Kommt (vorerst nur ins Fitness-Studio): Nike Free Run

Nike Free Run: Ab sofort für das Fitness-Studio zuständig. Der neue Schuh fürs Fitness-Studio und die Rumpfstabi-Übungen. Ich empfinde diesen Schuh bei einigen Übungen als deutlich angenehmer als den Nike LunarGlide. Ich denke nicht, dass ich mit diesem Schuh jemals ernsthaft draußen laufen werde. Dürfte eher so ein “normaler” Strassenschuh für jeden Tag werden wie es momentan der Nike Free 3.0 bereits ist. Bin sogar schon einen 14 Kilometer Lauf auf dem Laufband damit gelaufen: War in Ordnung.

Gewicht: 294 Gramm pro Schuh.

Kommt (auf die Laufstrecke): Nike LunarGlide

Nike LunarGlide: Kohlenbrikett für die Füße. Das war bisher der Schuh für das Fitness-Studio. Doch dafür habe ich mir jetzt den Nike Free Run gekauft. Der erscheint mir dort geeigneter zu sein als der relativ schwere und klobige Nike LunarGlide. Ich bin letztes Saison einige lange Läufe auf dem Laufband mit ihm gelaufen. Der ist schon ziemlich schwer und auf jeden Fall ein Stabi-Schuh. Wahrscheinlich wird er in meinem Schrank einstauben wie der ASICS DS Trainer 14. Das ist auch so ein Betonklotz. Meine zarten Füßchen bevorzugen lieber Light-Trainer oder reine Racer. Da ich bisher keine Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen habe, werde ich das in Zukunft wohl so weitermachen.

Gewicht: 268 Gramm pro Schuh