Archiv für Oktober, 2010

München Marathon: Solider Halbmarathon mit anschließender Walking-Einlage

Zu schnell angefangen und dann schnell nachgelassen Fast ein Jahr Training mit insgesamt 2.171 Laufkilometern, 4.420 Kilometern auf dem Rad/Radergometer und 231 Kilometern im Schwimmbecken sollte sich beim München Marathon 2010 mit einer Zeit um (am liebsten unter) 03:00:00 Stunden bezahlt machen. So hatte ich es geplant und habe dafür fast 450 Stunden Training und ungezählte Euro investiert. Wunsch und Wirklichkeit sind manchmal aber leider nicht deckungsgleich. Rückblickend muss ich sagen, dass die 03:00:00 ziemlich utopisch waren.
Das Rennen fing sehr gut an und die ersten 15 Kilometer waren richtig locker. Die Beine waren gut, der Schnitt stimmte und Johannes und ich konnten einige Läufer einsammeln. Bei Kilometer 17 ging es dann die Montgelasstrasse hoch und der Schnitt ging auf 04:23 runter. Das war irgendwie schon der Anfang vom Ende. Danach wurden die Schritte schon schwerer und zur 21 Kilometermarke fiel der Schnitt auf 04:22 Minuten pro Kilometer. Ab da gab es nur noch eine Richtung: Abwärts!
Bei Kilometer 30 gab es dann die erste Gehpause, gegen die ich mich zuvor lange gewehrt hatte. Aber es half nichts, die Beine wollten nicht mehr. Es ging immer weiter runter mit dem Schnitt, der bei Kilometer 40 mit 08:19 (!) Minuten pro Kilometer seinen absoluten Tiefpunkt erreichte. Die Ernährung hat meiner Meinung nach gepasst, die zwei Fuel Belt Gürtel mit dem High5 4:1 waren eine gute Idee. Aber die Kraft fehlte einfach. Ich denke, dass es zum einen damit zusammenhängt, dass ich nicht sonderlich viele reine langen Läufe in den Beinen hatte. Die langen Koppeleinheiten erzielen bei mir offensichtlich nicht den gewünschten Effekt. Und zum anderen waren die angepeilten 03:00:00 von Anfang an nicht zu erreichen und ich habe mich beim Halbmarathon mit 01:29:15 schon abgeschossen.
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Vorschau München Marathon

Start! Am Sonntag ist es also endlich soweit: Der Saisonabschluss 2010 mit dem München Marathon steht an. Abgesehen von der Tatsache, dass ich hier soweit wie möglich an die 03:00:00 ranlaufen will, muss ich noch die Scharte von meinem Start im Jahr 2008 ausmerzen und erstmal überhaupt ins Ziel kommen. Damals musste ich bei Kilometer 36 abbrechen und landete vollkommen unterzuckert im Notarztwagen und schließlich in der Notaufnahme im Schwabinger Krankenhaus. Dieses Erlebnis will ich mir dieses Jahr ersparen. Lange Läufe habe ich auch dieses Jahr nicht sonderlich viele gemacht. Pierre (momentan auf Hawaii und am Samstag bei der Ironman World Championship am Start) vertritt die Meinung, dass ein Koppeltraining über vier Stunden (oder etwas mehr) den gleichen Effekt hat, aber die Beine weniger belastet und die Regeneration erleichtert. Mal schauen, ob das dann so hinhaut. Ich werde mir auf jeden Fall eine Packung Dextro Energy und einen Mars-Riegel in die Rückentasche stecken, man kann ja nie wissen …… Das Handy werde ich auch wieder dabei haben. Brauche ich ja spätestens, wenn ich meine Zielankunft für 02:59:59 ankündigen werde, damit dieser Moment im Bild festgehalten werden kann ;-) .

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Rampen und Kurven: Halbmarathon Neumarkt am 19.09.2010

Zu schnell für die Fotografin Eigentlich wusste ich das schon vor diesem Wettkampf, aber so bekam ich es nochmal deutlich vor Augen geführt: Rampen, 90 Grad Kurven, Brücken und Kopfsteinpflaster sind nichts für mich. Auf jeden Fall nicht, wenn ich eine neue Bestzeit für den Halbmarathon aufstellen will. Der Kurs in Neumarkt wurde mir im Vorfeld von einem Vereinskollegen als flach und mit weiten Kurven beschrieben, deshalb habe ich mich dort auch angemeldet, die Alternative wäre der Halbmarathon in Karlsruhe gewesen.
Spätestens bei Kilometer drei wusste ich, dass da ein Interpretationsfehler vorliegen muss. Gefühlt bin ich die ganze Zeit nur den Berg hochgerannt, die Kurven durch die Wohngebiete gingen immer im 90 Grad Winkel um die Ecke, die Brücke bei Kilometer neun und 19 geht richtig übel in die Oberschenkel, der Anstieg kurz vor dem Zielbereich ist auch kein Spaß. Dafür darf man dann anschließend rund 600 Meter über Kopfsteinpflaster rennen. Da es ein Kurs mit zwei Runden ist, hat man die ganzen schönen Stellen gleich zwei Mal zu bewältigen. Mehr …

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