München Marathon: Solider Halbmarathon mit anschließender Walking-Einlage
- Montag, 11.10.2010
- von Ralf
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Fast ein Jahr Training mit insgesamt 2.171 Laufkilometern, 4.420 Kilometern auf dem Rad/Radergometer und 231 Kilometern im Schwimmbecken sollte sich beim München Marathon 2010 mit einer Zeit um (am liebsten unter) 03:00:00 Stunden bezahlt machen. So hatte ich es geplant und habe dafür fast 450 Stunden Training und ungezählte Euro investiert. Wunsch und Wirklichkeit sind manchmal aber leider nicht deckungsgleich. Rückblickend muss ich sagen, dass die 03:00:00 ziemlich utopisch waren.
Das Rennen fing sehr gut an und die ersten 15 Kilometer waren richtig locker. Die Beine waren gut, der Schnitt stimmte und Johannes und ich konnten einige Läufer einsammeln. Bei Kilometer 17 ging es dann die Montgelasstrasse hoch und der Schnitt ging auf 04:23 runter. Das war irgendwie schon der Anfang vom Ende. Danach wurden die Schritte schon schwerer und zur 21 Kilometermarke fiel der Schnitt auf 04:22 Minuten pro Kilometer. Ab da gab es nur noch eine Richtung: Abwärts!
Bei Kilometer 30 gab es dann die erste Gehpause, gegen die ich mich zuvor lange gewehrt hatte. Aber es half nichts, die Beine wollten nicht mehr. Es ging immer weiter runter mit dem Schnitt, der bei Kilometer 40 mit 08:19 (!) Minuten pro Kilometer seinen absoluten Tiefpunkt erreichte. Die Ernährung hat meiner Meinung nach gepasst, die zwei Fuel Belt Gürtel mit dem High5 4:1 waren eine gute Idee. Aber die Kraft fehlte einfach. Ich denke, dass es zum einen damit zusammenhängt, dass ich nicht sonderlich viele reine langen Läufe in den Beinen hatte. Die langen Koppeleinheiten erzielen bei mir offensichtlich nicht den gewünschten Effekt. Und zum anderen waren die angepeilten 03:00:00 von Anfang an nicht zu erreichen und ich habe mich beim Halbmarathon mit 01:29:15 schon abgeschossen.
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