01:24:33 - neue persönliche Bestzeit! Yeah, yeah, yeah! Das Schönste habe ich mir für den Schluss des Wettkampffestivals aufgehoben: Den Regensburger Halbmarathon. Wenn das Wetter einigermaßen so gewesen wäre, wie man es Mitte Mai eigentlich erwartet, also sonnig und irgendwie um die 20 Grad Celsius, wäre das für mich der perfekte Renntag gewesen. So muss ich leider einige Abstriche bei der Temperatur machen: 12 Grad Celsius sind für diese Jahreszeit definitiv viel zu kalt. Keine Ahnung, was dieses Jahr los ist. Aber ich war mit Mütze, Under Armour Cold Gear (es gibt nichts Besseres!) und Handschuhen auch für die üblen Passagen mit Gegenwind gewappnet.

Die Vorgabe für diesen Wettkampf war es, so nah wie möglich an die 01:24:00 ranzulaufen. Nach dieser Woche mit bereits zwei Wettkämpfen und einigem Schwimm- und Radtraining (2,3 Kilometer und rund 160 Kilometer) sicherlich kein sonderlich leichtes Unterfangen. Nachdem ich beim Amberger Halbmarathon Anfang April am Anfang einfach überzockt habe, war mir dieses Mal klar, dass ich disziplinierter um den 04:00 Minuten pro Kilometer Schnitt laufen muss. Daher habe ich mich heute besonders am Anfang zurückgehalten und immer wieder auf den Garmin geschaut. Es ist mir zwar nicht ganz gelungen, immer an der 04:00 Marke entlangzulaufen, aber wer bekommt das im Wettkampf schon hin? So bei Kilometer sechs ging es etwas raus aus der Stadt und man lief mit Rückenwind leicht den Berg hinab. Die Durchgangszeit bei der zehn Kilometermarke waren 00:39:18 Stunden. Alles im Lot! Nach dem Wendepunkt musste man dann allerdings bergauf und mit Gegenwind laufen. Da war Gruppenbildung oberstes Gebot. Ich fand auch eine Gruppe, aber die lief mir einen Tick zu langsam, so dass ich einen kurzen Zwischensprint einlegte, um mich von dieser Gruppe zu lösen und zur nächsten aufzuschließen. Bei dieser angekommen, stellte ich fest, dass das lauter Marathon-Läufer waren, die ab dem Halbmarathonwendepunk auch wieder auf der Strecke waren. Die liefen mir natürlich zu langsam. Also habe ich die überholt und schon stand ich alleine da. Daher habe ich das Tempo etwas gedrosselt und gewartet, bis einige Läufer der HM-Gruppe wieder aufgeschlossen hatten. Wir wechselten uns dann ca. zwei Kilometer bei der Führungarbeit ab und kamen relativ gut voran.
So bei Kilometer 16 kam man wieder in die Fußgängerzone und da war gleich ein riesiger Lärm und viele Zuschauer. Die Motivation kam zur rechten Zeit. Der Gegenwind hatte mich ziemlich ausgekühlt und trotz Mütze, Cold Gear und Handschuhen war mir kalt. Jetzt kamen die übelsten Passagen: Kopfsteinpflaster mit müden Beinen. Das war unheimlich anstrengend, hier noch den 04:00er Schnitt zu laufen. Es kamen einige Kurven und sehr leichte Anstiege, die aber in dem Zustand richtig schmerzen, dazu. Am Ende nochmal einen leichten Berg runter, Rechtskurve, Linkskurve, Zielgerade. Die war allerdings ca. 800 Meter lang. Ich lief inzwischen durch die Massen der zehn Kilometer Läufer, die zehn (!) Minuten nach mir gestartet waren und dann mit mir ins Ziel kamen. Ich kam mir vor, als ob ich fliegen würde, so “raste” ich an denen vorbei. Kurz vor dem Ziel zeigte der Garmin leider schon 01:24 Stunden an. Trotzdem gibt es hier nur Vollgas!
Im Ziel angekommen, gab es die Medaille und dann ab zum Cola-Stand. Erstmal zwei Dosen quasi auf Ex und dann nochmal zwei mitgenommen. Der Versorgungsbereich ist super organisiert, die Zugänge werden kontrolliert, so dass sich hier tatsächlich nur Sportler aufhalten. Die Kleiderbeutel konnte man zuvor abgeben. Diese wurden in Postautos trocken gelagert und gegen die Startnummer ausgegeben. Alles in allem ist das ein richtig guter Wettkampf, bei dem - bis auf das Wetter - alles gepasst hat. Vielleicht lasse ich nächstes Jahr den Citytriathlon in Amberg ausfallen und konzentriere mich im Mai nur auf den Regensburger Halbmarathon?

Meine Vorgabe mit 01:24:00 habe ich nicht ganz erreicht. Trotzdem bin ich glücklich. Eigentlich wollte ich nur einen 04:00er Schnitt laufen. Das gab bei meiner Rechnung eben jene 01:24:00. Dabei habe ich aber vergessen, dass das ja 21,1 und nicht nur 21 Kilometer sind. Bei einem Schnitt von 04:00 Minuten pro Kilometer kommt man so auf eine Zeit von 01:24:24. Laut Garmin war die Strecke heute 21,33 Kilometer lang und so komme ich mit meiner Zeit sogar auf einen 03:57er Schnitt. Nachdem die Strecke aber DLV-vermessen ist, denke ich, dass der Garmin einen kleinen Messfehler hat. Ist aber am Ende egal, ich bin zufrieden.

Fazit:

  • Der Saucony Type A3 ist ein gigantischer Laufschuh, den man auf jeden Fall bis zum Halbmarathon nutzen kann.
  • Diszipliniertes Laufen zahlt sich am Ende aus.
  • Taktisches Laufen in der Gruppe macht Sinn.
  • Ich habe meine Rennverpflegung gefunden: Aktiv3 Liquid - die ersten paar Tuben musste ich noch mit dem starken Geschmack kämpfen. Jetzt habe damit keine Probleme mehr und auch keine Magenschmerzen!
  • Wetterangepasste Kleidung ist für mich sehr wichtig.
  • Der Regensburger Halbmarathon ist eine absolute Top-Veranstaltung, die ich nur empfehlen kann.

Ergebnis: 01:24:23
Platzierung: Platz 42 von 1844 (Platz 7 von 284 in der AK M35)