Das war schon etwas schwerer als gestern, aber auch den zweiten Teil des Wettkampffestivals habe ich gut hinter mich gebracht. Das Wetter war für einen Triathlon auf jeden Fall viel zuuuuu kalt. Kurz nach dem Bike Check-In gab es schon die erste Schrecksekunde: Es wurde über ein Neoprenverbot diskutiert. Ganz schlecht, denn nachdem das Wasser vor zwei Tagen noch 19 Grad Celsius hatte und letztes Wochenende ein Schwimmwettkampf im Hockermühlbad wegen zu kalter Wassertemperatur abgesagt werden musste, hatte ich natürlich meinen Sailfish Furious Speedsuit nicht eingepackt. Zum Gück wurde dann eine Stelle im Becken gefunden, die genau 21,9 Grad Celsius hatte. Alles im Lot also!
Pünktlich zum Schwimmstart der ersten Welle (insgesamt gab es sieben) fing es leicht an zu regnen. Als ich in der zweiten Welle startete, war der Regen schon etwas stärker, aber im Neo und mit Badekappe habe ich das nicht so richtig mitbekommen. Ich war auf einer richtig guten Bahn mit lauter erfahrenen Leuten. Kurze Absprache vor dem Start: Alle schwimmen so um die 24 Minuten. Ist auch klar, da die Bahnen ja nach der Angabe bei der Anmeldung zusamengestellt wurden. Nach dem Startschuss habe ich erstmal die Führung an mich “gerissen”, um nicht gleich am Anfang hinten in der Schlange zu hängen. War eine gute Entscheidung und die ersten 200 Meter konnte ich die Führung auch behaupten. Das Feld auf unserer Bahn blieb bis zum Schluss absolut dicht zusamen. Am Schluss sind alle innerhalb von ca. 30 Sekunden aus dem Wasser. Ich war am Ende zwar das Schlusslicht auf der Bahn, aber mit 24:33 voll in meinem Plan.

Der Weg zur ersten Wechselzone ist in Amberg immer die Hölle: 400 Meter im Neo über die Wiese rennen. Das macht einen echt fertig. Hinten angekommen, habe ich (dummerweise) die Socken zum Radfahren angezogen, da ich der Meinung war, dann nicht so frieren zu müssen, da es ca. 10 Grad Celsius Außentemperatur hatte. Der Wechsel dauerte viel zu lange, da ich noch (schlauerweise) eine Regenjacke angezogen habe. Die ersten Kilometer waren noch einigermaßen lustig, doch dann ging es schon den Grammerberg hoch, der mit 800 Metern Länge gar kein Spaß ist. Danach fährt man ständig einen Berg hoch und einen Berg runter. Es gibt so gut wie keine Rollerstücke. Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf den Triathon in Großweier, da es dort nur zwei Autobahnbrücken als “Anstiege” gibt. So nach ca. 10 Kilometer waren die Socken triefend nass, die Beine fühlten sich schon etwas kalt an. Der Oberkörper war aber dank der Regenjacke warm. Die Beine waren nicht so gut, was durchaus mit dem Nofi-Lauf von gestern zusamenhängen könnte……. Bei Kilometer 20 fingen die Füße zu brennen an und die Oberschenkel wollten nicht mehr so richtig. Danach bin ich das Radfahren etwas entspannter angegangen, um micht hier nicht abzuschießen. Ab Kilometer 30 waren die Füße nahezu taub und ich wollte nur noch in die Wechselzone.

In der Wechselzone angekomen, spürte ich die Füße überhaupt nicht mehr. Das Einsteigen in die Laufschuhe gestaltete sich extrem schwierig. Die tropfnassen  Socken habe ich lieber ausgezogen, weil die wahrscheinlich schon schwerer waren als die Laufschuhe. Die ersten Meter waren der Wahnsinn. So rumgetorkelt bin ich wahrscheinlich noch nie. Aber wenn man seine Füße nicht mehr spürt, ist es echt etwas schwierig, normal zu laufen. Nach ca. 600 Metern ging das schon wieder besser. Die Saucony Type A3 fühlten sich absolut gut an. Das Laufen in den Schuhen macht einfach Spaß! Ich konnte bis Kilometer sechs noch drei oder vier Sportsfreunde einsammeln, bin aber nicht auf Kante gelaufen, weil ich nach der schlechten Radzeit keine Notwendigkeit mehr dazu sah. Am Sonntag steht schließlich noch ein Halbmarathon auf dem Plan. So bin ich die restlichen drei Kilometer (die Strecke ist keine zehn, sondern nur neun Kilometer lang) relativ entspannt nach Hause gelaufen. Wegen dem schlechten Wetter war im Zielbereich leider so gut wie nix los. Dort angekommen, habe ich mir ca. 0,5 Liter Cola und fünf Stück Kuchen gegönnt, danach gleich umziehen und direkt zum Bike Check-Out.

Der Wettkampf war wie immer erstklassig organisiert. Aufgrund der frühen Startwelle habe ich diesmal auch bei der ersten Verpflegungsstation Wasser bekommen. Das Ergebnis ist rein von der Zeit her nicht der Hit, aber mit der Vorbelastung, bei dem Wetter und mit dem Ausblick auf Sonntag, der meinen Bike-Split auf jeden Fall beeinflust hat, bin ich damit absolut zufrieden. Der Wettkampf war auch nur als C-Wettkampf geplant. Die Schwimmzeit mit 24:33 stimmt mich positiv. Auch die Zeit beim Laufen ist im Gesamtbild gesehen ziemlich gut, in der AK dürfte das auf jeden Fall für die Top Ten reichen.
Nach dem Rennen ist es schon fast Tradition, beim McDonald’s um die Ecke einzukehren. Ist echt lustig, welche Profi-Triathleten und -Triathletinnen man da so trifft.

Ergebnis: 02:27:50 (00:24:33 Swim, 01:21:13 Bike, 00:37:50 Run - Bike inklusive T1 und T2)
Platzierung: 100 von 190 (AK: 24 von 33)