Auch das noch: Der Triathlon-Wettkampfschuh 2010
- Dienstag, 27.04.2010
- Eingetragen in Equipment
- von Ralf
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Im Jahr 2006 entschloss ich mich als unbedarfter und bestenfalls schlecht trainierter Mensch dazu, mit dem Triathlon anzufangen. Damals war Triathlon noch der Volkstriathlon um die Ecke, zwar schon mit dem Ziel, 2011 in Roth zu starten (hey, der Blog hier heißt schließlich Projekt 2011!), aber ohne jegliches Wissen, dass das alles ganz schön hart werden kann. Damals war ich auch der Meinung, dass man nur einen Laufschuh benötigt und er locker 2.000 Kilometer (also geschätzte vier Jahre) hält. Nun gut, jetzt haben wir 2010 und ich weiß inzwischen, dass man mit nur einem Laufschuh überhaupt nicht auskommt, dass ein Schuh keine 2.000 Kilometer hält und ich für 2.000 Kilometer auch keine vier Jahr benötige. Man lernt halt immer was dazu.
Letztes Jahr in Wiesbaden habe ich zum Beispiel endlich verstanden, warum es Schuhe mit Ablauflöchern für das Wasser gibt: Nicht wegen dem Regen, der eventuell in die Schuhe eindringen kann, sondern wegen dem ganzen Wasser, das man sich bei einem heißen/warmen Wettkampf über den Kopf und den restlichen Körper schüttet. Bei einem 1,5 stündigen Volkstriathlon, bei dem man 20 Minuten laufen muss, spielt das sicher keine Rolle, bei einer Mittel- oder gar Langdistanz ist das aber durchaus schon relevant. Ich hatte in Wiesbaden mindesten 0,2 Liter Wasser in jedem Schuh und die Socken waren auch voll mit Wasser. Das macht das Laufen nicht wirklich angenehmer.
Als ich neulich im Sportladen den neuen Scott T2C stehen sah, habe ich mir den mal genauer angeschaut und wurde dabei wieder daran erinnert, dass so ein Wasserablauf prinzipiell wohl eine gute Sache sein könnte. Optisch ist er allerdings (für mich) keine Schönheit. Der T2Pro mit der aufklappbaren Ferse kommt für mich überhaupt nicht in Frage, dem Konstrukt traue ich nicht so richtig. Da passte es sehr gut, dass Europas größtes Triathlonmagazin in der Special 01/2010 Ausgabe einen großen Laufschuhtest veröffentlichte. Ich fand den Test sehr aufschlussreich und schließlich gab es für mich die folgenden Optionen:
- Scott T2 Pro
- Zoot Ultra Race 2.0
- Saucony Grid Type A3
- K-Swiss K-Ona S
Der Asics Gel Noosa Tri 5 kam für mich nicht in Frage. Ist ja nur ein bunt angemalter DS Trainer. Den Scott hatte ich ja schon beim Händler betrachten können, daher schied er aus “optischen Gründen” aus. Der Zoot ist so unverschämt teuer, dass ich ihn schon aus Prinzip nicht kaufen werde. Der K-Swiss fällt auch optisch irgendwie durch. Blieb also nur der Saucony. Da ich bisher noch keinen Saucony in meinem Schuhschrank habe, war ich mir mit den Größen nicht sicher. Trotzdem habe ich versucht, ihn online zu bestellen. Der Händler konnte ihn mir allerdings in der gewünschten Größe nicht liefern, so dass ich hier vor Ort einen Laden finden musste, der Saucony-Schuhe im Angebot hat. Ich fand dann auch einen, der allerdings den Type A3 nicht in meiner Größe am Lager hatte. Ich habe einen anderen Saucony anprobiert und dann den Type A3 in Größe 46 bestellt. In leuchtorange! Vier Tage später war er dann da. Allerdings die weiße Variante. Leuchtorange gibt es nicht mehr in meiner Größe und überhaupt soll Ende Mai schon der Type A4 kommen. Inzwischen habe ich entdeckt, dass es von Solebox auch ein absolut schickes schwarzes Modell gegeben hätte - und das auch noch zehn Euro billiger als das Saucony Modell. Das soll noch einer verstehen.
Inzwischen bin ich einige schnelle und kurze Einheiten mit dem Type A3 gelaufen und ich kann nur sagen: Ein TRAUM! Dieser Schuh ist absolut gigantisch. Man spürt ihn nicht und hört ihn auch nicht. Der LunaRacer hat immer geflatscht, der LunaRacer 2 hat immer geflappt und der DS Racer hat auch immer komische Geräusche von sich gegeben. Der Type A3 ist wahnsinnig leicht - 188 Gramm, das sind 10 Gramm weniger als der LunaRacer 2 von Nike - nicht, dass es mir einen Vorteil bringen würde, aber es fühlt sich einfach gut an! Der Type A3 macht echt Laune. Einziges Manko: Das Saucony-Logo an der Außenseite der Schuhe drückt durch das dünne Mesh-Material, wenn man den Fuß stark knickt. Das hört sich zwar harmlos an, führt aber - wenn man in die Hocke geht und den Fuß anwinkelt - zu einem unangenehmen Druckschmerz am Fuß. Ich muss das mal auf einer längeren Laufstrecke beobachten, bei den kurzen (<11 KM) habe ich es beim Laufen bisher nicht gespürt. Im Zweifelsfall entferne ich das Logo einfach.
ich habe den schuh in orange… ich liebe ihn.. echt sehr geiles ding… der “kiss this” schriftzug setzt dem ganzen noch die krone auf
Hallo Markus,
yep, der rockt. Hätte ihn auch lieber in der orangefarbenen Variante gehabt. Wer zu spät kommt, muss halt die weiße Version nehmen.