Bergrennen: Triathlon Hof am 26.07.2009

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Ralf

Puh, das war anstrengend. Pierre hatte mit vorher geraten, beim Radfahren nicht auf “all out” zu gehen und noch einige Körner für den Lauf zu sparen. Ok, ich zweifele solche Aussagen von Pierre nicht mehr an. Und das war auch gut so, denn die Laufstrecke hatte es echt in sich.

Das Schwimmen lief solide, die ersten 500 Meter sind immer eine Qual, weil es recht eng zugeht und man Tritte, Schläge und Fausthiebe abkriegt. Das ist im Schwimmbad nicht ganz so schlimm. Wahrscheinlich waren es bei meinen Schlangenlinien im See etwas mehr als 1,5 Kilometer, dennoch bin ich nach 24:38 Minuten aus dem Wasser gekommen. Da war ich schon mal glücklich.

Hof 2009: Bike Der erste Wechsel lief auch einwandfrei, ab aufs Rad. Gleich nach dem Start geht es einen schönen Berg hoch. Danach kurz flach, dann Berg runter, scharfe Kurve, Berg hoch, Berg runter, scharfe Kurve. Die ersten Kilometer waren nichts für mich. Mit meinen Bremsen brauche ich nicht schnell und bergab Kurven fahren. Zwei Mal hat es mich fast bis an den Bordstein getragen. Mit den Vision Bremshebeln bekomme ich keinen Druck auf die Bremse. Vor Wiesbaden werde ich auf jeden Fall noch die Bremsbacken wechseln. Direkt nach dem Start ist ein Mountainbike-Fahrer mit Trinkrucksack und Bermuda-Shorts an mir vorbeigefahren, als wenn das Rennen nur über zwei Kilometer ginge. Sachen gibts……. Der Rest der Radstrecke ist wellig, geht mal hoch, mal runter. Laut Garmin insgesamt 220 Höhenmeter auf 37,51 Kilometer.

Hof 2009: Run Der zweite Wechsel klappte auch reibungslos. Noch kurz einen Schluck Wasser ins Gesicht und auf die Laufstrecke. Die ersten Kilometer waren absolut harmlos. Schotterpiste halt, aber eigentlich flach. Bei Kilometer vier gings dann zum ersten Mal ans Eingemachte. Ein leichter Anstieg, der sich nach einer Rechtskurve zu einer echten Herausforderung entwickelte. Nachdem ich die ersten drei Kilometer jeweils in 04:01 Minuten gelaufen war, wurde nun die Pace auf 04:26 Minuten pro Kilometer gedrückt. Wahnsinn! Danach gings den Berg wieder runter und ich hatte eine Pace von 03:48 Minuten pro Kilometer auf der Uhr. Dann kam der Hammer: Zuerst über die Brücke am Ziel und dann einen Anstieg hoch, der - ohne jetzt übertrieben zu wollen - fast senkrecht noch oben zeigte. Der war zwar nicht so lange, wie der bei Kilometer vier, aber dafür deutlich steiler. Danach begann Runde zwei und es ging wieder flach weiter. Ich habe mich dann echt etwas zurückgehalten, weil ich großen Respekt vor dem Anstieg hatte, der mich bei Kilometer neun wieder erwartete. Beim zweiten Mal wurde die Pace auf 04:33 Minuten pro Kilometer gedrückt. Der letzte Kilometer war dann wieder flach (aber leider nicht wirklich locker. ;-) ) und nach 03:56 Minuten vorbei. Im Ziel erstmal direkt zum Geränkestand, dann kurzer Blick auf die Uhr: 02:14:53. Yeah! Da ich den Kurs nicht kannte, habe ich mir die Ergebnisse vom Vorjahr angeschaut und mir eine 02:15:00 erträumt. Das hat letztes Jahr locker für die Top 30 gereicht, dieses Jahr konnte ich damit gerade mal den 71. Rang erreichen. Nun ja, Berti Vogts hat es ja schon vor Jahren gesagt: “Die Kleinen haben aufgeholt.”.

Wer schon immer mal eine einigermaßen profilierte Radstrecke und anschließend noch eine selektive Laufstrecke mit 155 Höhenmetern auf zehn Kilometern machen wollte, muss unbedingt in Hof starten. Auch sonst ist dieser Wettkampf absolut zu empfehlen. Alle Helfer sind mit Herz dabei, alles läuft reibungslos ab. Auf der Radstrecke gibt es einen Anstieg mit Zuschauern, Musik und bester Stimmung, der ein wenig an den Solarer Berg in Kurzform erinnert. Auf der Laufstrecke gibt es eine Dusche, falls es mal richtig warm sein sollte. Die Zielverpflegung ist genial, es gibt Kuchen, Käse- und Wurstsemmeln, Erdinger alkoholfrei,  Apfelsaft, Orangensaft, Mineralwasser. Aber leider keine Cola. Die hätte ich zu gerne getrunken. Ein Magazin zum Wettkampf gibt es auch noch. Der Checkout mit dem Rad funktioniert nur, wenn auf der linken Wade die gleiche Nummer steht wie auf dem Rad. Das Body marking wird beim Abholen der Startunterlagen erledigt.

Ergebnis: 02:14:52 (00:25:11 Swim, 01:08:11 Bike, 00:41:30 Run - Bike inklusive T1 und T2)
Platzierung: 71 von 261 (AK: 13 von 33)

Fazit:

  • Auch 10 Kilometer gehen in den LunaRacern ohne Socken, es zeigen sich aber schon Reibstellen. Wiesbaden also mit Socken.
  • Swim ist solide, Bike passt, Run ist hervorragend. Wiesbaden kann kommen.
  • Der Triathlon in Hof ist auf jeden Fall eine Reise wert.
  • Der Forerunner 310 XT und der Pulsgurt sind wasserdicht. Ist wichtig für Wiesbaden.
  • Bei Puls 160 ist es etwas schwierig, einen High5 Riegel beim Radfahren zu essen. Muss ich mir für Wiesbaden was einfallen lassen.

2 Kommentare zu “Bergrennen: Triathlon Hof am 26.07.2009”

  1. jörg sagt:

    Was sind den das für alberne Dinger an deinen Waden?
    Da kostet das Anziehen ja mehr Zeit als das sie bringen auf der Kurzdistanz.

  2. Ralf sagt:

    Hallo Jörg,

    das sind keine albernen Dinger. Das sind die 2XU compression calf guards. Die kann man schon vor dem Rennen unter dem Neo anziehen. Ist laut Reglement erlaubt. Auf jeden Fall in den Wettkämpfen, bei denen ich starte. Ich finde die gut und werde sie auch in Wiesbaden tragen. Kann sie Dir gerne Anfang August mal ausleihen, damit Du Dir eine fundierte Meinung darüber bilden kannst. ;-)

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