Dass der Sommer kein Sommer mehr ist, halte ich inzwischen für bewiesen. Und die Wettervorhersage ist heutzutage auch nicht mehr wirklich genau. Oder ich habe früher nie die Vorhersage mit dem tatsächlichen Wetter verglichen.

Für heute war auf jeden Fall morgens Regen angesagt und am Nachmittag trockenes Wetter. Nun ja, irgendwo war es sicher so, aber leider nicht da, wo ich mit dem Fahrrad rumgefahren bin. Als etwas “fortgeschrittener” Radfahrer habe ich natürlich eine Regenjacke dabei: Man kann ja nie wissen, ob man sie nicht doch benötigt. Nach ca. einer Stunden habe ich unter einem Vordach eine kurze Regenpause gemacht. Danach ging es ca. 10 Minuten gut, dann kam die nächste Pause. Danach war die Straße leider total nass, so dass ich nach weiteren 10 Minuten erstmal die Regenjacke übergestreift habe. War alles noch ganz angenehm. In Nabburg musste ich dann kurz Zuflucht unter dem Vordach einer Tankstelle suchen. Dann sah alles wieder gut aus. Nach ca. 1 Kilometer hat es dann richtig übel zu regnen angefangen.  Mir sind innerhalb von zwei Minuten die Schuhe mit Wasser vollgelaufen. Da es nicht kalt war, war es einigermaßen erträglich. Der Regen dauerte so ca. zehn Minuten. Danach war alles wieder gut und ich richtig nass. Hilft aber nix, bin meine drei Stunden Runde zu Ende gefahren.

Danach ging es zum geschmeidigen Lauf über 20 Kilometer mit sechs Sekunden Sprint alle fünf Minuten (ich habe den Sprint einfach bei jedem vollen Kilometer gemacht). Neulich sind mir bei dieser Übung kurz vor Schluss fast die Lichter bei einem Hungerast ausgegangen. Die Versorgung mit Kohlenhydraten ist momentan der limitierende Faktor. Deshalb habe ich heute meine geplane Verpflegung für Wiesbaden getestet: Beim Radfahren habe ich drei High5 Riegel gegessen und für den Lauf habe ich mir zwei der neuen High5 Iso-Gels Citrus mitgenommen und auch “getrunken”. Die Iso-Gels sind geschmacklich absolut super, aber irgendwie ist es mir nicht gelungen, den Verschluss so zu öffnen, dass ich ordentlich daraus trinken konnte. Das mar maximal ein Loch mit einem Durchmesser von 0,5 Millimetern. Ich musste ohne Ende auf die Tube drücken, damit sich ein kleines Rinnsal in meinem Mund ergoss. Dabei bin ich fast erstickt, weil ich nicht gleichzeitig atmen und schlucken kann. Das muss ich bis Wiesbaden üben. Oder das Iso-Gel ordentlich aufreissen.
In den drei Stunden auf dem Rad habe ich bei einem Durschnittsplus von 118 Schlägen pro Minute eine Strecke von 85,14 Kilometer (28,1 km/h) zurückgelegt. Die Einheit war als GA1 mit einem Puls von 115-125 geplant. Beim Lauf war die Vorgabe ein Puls von 140-145 Schlägen pro Minute. Ich habe die 20 Kilometer mit einem Durchschnittspuls von 145 und einer Pace von 04:37 Minuten pro Kilometer in 01:32:27 zurückgelegt. Vorgaben eingehalten, ich bin zufrieden.
Nächste Woche steht am Donnerstag der Firmenlauf in München und am Sonntag der Triathlon in Hof auf dem Terminplan. Wird lustig. In München sollte eine neue Bestzeit drin sein und Hof wird der Härtetest für Wiesbaden. Vielleicht kann ich so hart fahren und laufen wie in Pressath letzte Woche?