I pushed really hard: Triathlon Pressath am 11.07.2009
- Montag, 13.07.2009
- Eingetragen in Wettkampf
- von Ralf
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Yeah! Am Donnerstag sah es noch nach einem Nicht-Start aus. Dank der guten Versorgung durch die Physios war der Start in Pressath doch noch möglich und ich habe das beste Rennen bisher abgeliefert.
Beim Schwimmen bin ich ohne größere Probleme durchgekommen und konnte mein Tempo schwimmen. Mit 09:30 Minuten und ca. 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze bin ich aus dem Wasser gekommen. Die 09:30 sind 30 Sekunden schneller als 2008. Und ich fühlte mich auch wesentlich besser als letztes Jahr.
Der Wechsel auf das Rad klappte einwandfrei. Die Radstrecke in Pressath ist definitiv kein Rollerkurs und hat mich die ersten Jahre ganz schön Nerven gekostet. Man fährt eigentlich ständig einen Berg hoch. Fast 200 Höhenmeter auf einer Streckenlänge von etwas mehr als 24 Kilometern ist auf jeden Fall nicht flach! Ich hatte immer eine fünfer Gruppe im Auge, die ca. 200-500 Meter vor mir fuhr. Obwohl ich ohne Ende drückte und Pierres Laktatmessgerät sicher auseinandergeflogen wäre, wenn er da gemessen hätte, schaffte ich es leider nicht, zu dieser Gruppe aufzuschließen. Es stimmt mich absolut optimistisch für Wiesbaden, dass ich es auf diesem Niveau über die kompletten 24 Kilometer ausgehalten habe.
Der Wechsel zum Laufen ging auch reibungslos, die Stimmung am Kiesi Beach war sehr gut, der Moderator hat wieder zu allen Vorgängen ein Paar Geschichten parat gehabt. So richtig mitbekommen habe ich das allerdings nicht. Ich habe nur mit einem Ohr zugehört und irgendwie versucht, möglichst schnell in die Laufschuhe zu kommen. Am Ausgang noch schnell einen Becher Wasser ins Gesicht und dann ab auf die Laufstrecke. Der erste Kilometer läuft immer etwas unrund. Optisch war das wahrscheinlich nicht schön und die Zuschauergruppe ca. 500 Meter nach der Wechselzone, die jeden Athleten lautstark anfeuerte, dachte sicher, dass ich kurz vor dem Kollaps stehe. Beim leichten Anstieg bei Kilometer 1 konnte ich den ersten Läufer überholen und bekam 04:13 auf dem Garmin angezeigt. Nach dem Anstieg fand ich meinen Rhythmus und konnte ab da deutlich schneller laufen. Bei Kilometer 2 konnte ich den nächsten Läufer sehen und habe mich förmlich an ihn ransaugen können. An einem leichten Abhang konnte ich ihn überholen und lief einen 03:38er Schnitt auf den Kilometer (Yeah!). Bei Kilometer 4 konnte ich einen weiteren Läufer einsammeln und musste wieder einen leichten Anstieg hoch. Danach wieder ein flaches Stück bis zur 5 Kilometermarke. Dann den Anstieg von Kilometer 1 runter und nochmal Tempo gemacht. Leider hat mein Garmin den Kilometer 5 nicht richtig gesetzt. So kann ich nur die Zeit für die letzten 1,86 Kilometer liefern: 03:47 Minuten pro Kilometer. Das Koppeltraining, das mir Pierre in die Pläne eingetragen hat, zahlt sich nun aus.
Insgesamt war es ein richtig schöner Wettkampf. Ich bin noch nie so hart mit dem Rad gefahren und auch noch nie so hart gelaufen. Ich bin mir eigentlich sicher, dass ich dieses Niveau auch in Hof Ende des Monats über die Olympische Distanz bringen kann. Für Wiesbaden wird es allerdings nicht reichen, da würde ich mit diesem Tempo beim Halbmarathon wahrscheinlich jämmerlich eingehen.
Die Organisation in Pressath war wie immer vorbildlich. Viele Helfer, gute Verpflegung, kurzweiliges Programm für die Zuschauer. Das ist mein Lieblingswettkampf! Vielen Dank an alle Helfer der DJK Pressath, die diesen Wettkampf jedes Jahr mit viel Liebe veranstalten.
Ergebnis: 01:18:32 (00:09:30 Schwimmen = 500 Meter | 00:43:54 Rad = 24,34 Kilometer | 00:23:03 Lauf = 5,85 Kilometer | Rest= Wechselzeit)
Platzierung: Platz 14 von 67 (AK: 3 von 10)
Zum Vergleich: 2008 Gesamtzeit von 01:23:24, 2007 Gesamtzeit von 01:29:23, 2006 Gesamtzeit von 01:40:03.
Fazit:
- Das beste Rennen bisher
- push until the acid burns your legs - then push harder: Das muss die Devise sein
- Die LunaRacer ohne Socken laufen sich genial!
- Pressath ist immer wieder ein schöner Wettkampf

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