Der Laktat-Boy fährt durch den Regen
- Freitag, 3.07.2009
- Eingetragen in Training
- von Ralf
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Im Moment fallen mir nur zwei Möglichkeiten ein: Entweder ich bin ein medizinisches Wunder oder irgendwas läuft in meinem Training schief. Heute waren wieder Belastungsintervalle mit Laktattest angesagt. Nach dem Laktatschock neulich, wurden die Pulwerte etwas nach unten (145-152) korrigiert und ich bin wirklich innerhalb dieser Grenzen gefahren. Das Wetter war da auch noch in Ordnung. Ich fühlte mich gut, nachdem ich die letzten beiden Tage quasi pausiert habe (das ist aber ein anderes Thema). Ich bin die gleiche Strecke wie vor zwei Wochen gefahren und bin das erste Intervall auch sehr kontrolliert gefahren. Nach dem ersten Intervall hat Pierre wieder den Laktatwert gemessen. Nun ja, was soll ich sagen? 11,8 mmol/l! Irgendwie gibt es das nicht. Bei meinen Trainingseinheiten und Umfängen, kann es eigentlich gar nicht sein, dass ich nach so einer kurzen Belastung einen so hohen Wert aufweise. Letzte Woche in Weißenbrunn bin ich die knapp 18 Kilometer mit einem Durschnittspuls von 156 gefahren. Und bin danach noch die Bergetappe gelaufen. Alles recht komisch.
Bin echt gespannt, wie es in Pressath und in Hof wird. In Pressath wird Vollgas (für mein Niveau) auf dem Rad gefahren, in Hof mit kontrolliertem Puls, als Vorbereitung für Wiesbaden. Denn dort werde ich sicher nicht die 90 Kilometer mit einem Durschnittspuls von 156 durchblasen können.
Nach der Messung zeichnete sich ein ganz übles Gewitter ab, ich habe aber noch etwas mit Pierre gequatscht. Natürlich zu lange. So musste ich in einem Regenschauer der ersten Klasse ca. vier Minuten durch die überfluteten Straßen fahren. Eigentlich war es gar nicht so schlimm, da die Temperatur der Luft und des Regens ganz angenehm war. ABER: Die Sorge um mein iPhone (könnte ja nass werden) und die ca. zwei Liter Wasser, die sich schon nach kürzester Zeit in meinen Schuhen befanden, brachten mich dann schließlich doch dazu, direkt nach Hause zu fahren. War trotzdem ein tolles Gefühl, den Regen zu spüren. Jetzt kann ich es ja machen, früher wurde einem sowas immer von den Eltern verboten. ![]()
Die restlichen Intervalle bin ich dann zu Hause nicht mehr gefahren. Keine Lust mehr gehabt. Den acht Kilometer Tempodauerlauf bin ich dann aber noch gegangen: 31:42 Minuten, durschnittliche HF 159, durschnittliches Tempo 03:57 Minuten pro Kilometer. Ist doch in Ordnung. Die ganzen Koppeleinheiten Rad/Lauf machen sich auf jeden Fall bezahlt. Aber das sind riesige Zeitfresser - wie soll man entspannt drei Stunden Rad plus 20 Kilometer Lauf machen, wenn man in der Mittagspause schon schnell (01:30:00) im Schwimmbad war?
Übrigens: Bei der letzten Messung bin ich mit der Bibshort von Skins gefahren. Trotz einer höheren durchschnittlichen Herzfrequenz (damals 155) wurden “nur” 9,0 mmol/l Laktat gemessen. Das ist doch ein klarer Unterschied. Ich hatte bei allen Fahrten mit der Skins bisher das Gefühl, dass sie was bringt. Muss mir auch mal eine Laufhose besorgen.

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