Das war action: Triathlon Weißenbrunn am 28.06.2009
- Mittwoch, 1.07.2009
- Eingetragen in Wettkampf
- von Ralf
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Am Sonntag stand der kurzfristig gebuchte Volkstriathlon in Weißenbrunn auf dem Plan. Drei Stunden Fahrt, zwei Stunden Ausfahren, eine Stunde Wettkampf ist nicht unbedingt ein optimales Verhältnis, aber es hat sich gelohnt.
Die Fahrt über diverse Bundes- und Landstraßen zog sich etwas und dauerte rund 90 Minuten. In Weißenbrunn angekommen, sah ich auch sofort, warum Pierre meinte, dass die Radstrecke hart sei: Berge, überall nur Berge. Selbst die Anfahrt zum Schwimmbad (also der Wechselzone) war ein geschmeidiger Anstieg. Nun gut, erstmal Startunterlagen abholen. Etwas schockiert musste ich festsellen, dass das Schwimmbad in Weißenbrunn tatsächlich nur aus einem Schwimmbad besteht. Ich hatte mir das etwas größer vorgestellt. Startnummernausgabe lief sehr organisiert ab und selbst Nachmeldungen stellten kein Problem dar. Gut, bei einer Teilnehmerzahl von um die 40 sollte das auch keine Probleme aufwerfen.
Die Wechselzone lag leicht am Hang, war aber im Wettkampf nicht so schlimm, wie es vorher aussah. Vor dem Rad Check-In bin ich das erste Stück der Radstrecke abgefahren und musste da schon etwas schlucken. Berge, immer nur Berge! Nach dem Rad Check-In habe ich mir die Laufstrecke angesehen, da eine gute Streckenkenntnis auf jeden Fall von Vorteil ist. Und auch hier wieder: Berge, Berge, Berge. Eigentlich war es nur ein Berg. Und den musste man hochlaufen. 900 Meter bergauf (und nicht zu knapp!), Wendepunkt, 900 Meter wieder runter. Das ganze zwei Mal. Sehr lecker!
Beim Schwimmen habe ich mich von meinen Trainingsergebnissen blenden lassen und frech behauptet, dass ich die 500 Meter unter 08:00 schaffe. Mit dem Sailfish Furious sollte das kein Problem sein, dachte ich mir, und musste mal wieder feststellen, dass Zeiten im Training alleine auf der Bahn nicht mit Zeiten im Wettkampf zu sechst oder zu acht (weiß ich gar nicht mehr) auf der Bahn vergleichbar sind. Am Anfang war ich Dritter auf der Bahn, war so von den Zielzeiten her abgesprochen. Hinter mir kam dann die Lokalmatadorin (und spätere Siegerin bei den Frauen) Katrin Garber, die knapp über 08:00 Minuten schwimmen wollte. Am Anfang wäre ich lieber etwas schneller geschwommen, blieb aber im Wasserschatten meines Vordermannes, weil mir ein Überholmanöver zu anstrengend erschien. Nach 300 Metern klopfte mir dann die Dame auf die Füße und zog schließlich vorbei. Da musste ich dann auch schon die ersten überrundeten Schwimmer überholen. Ich schwimme echt lieber im See, da kann ich in der Regel mein Tempo schwimmen. Ich habe nicht so richtig auf die Uhr geschaut beim Ausstieg, aber ich glaube es waren so um die 08:30 Minuten. Ist natürlich zu langsam. Aber das Wasser hatte auch nur 19° Celsius!
Der Wechsel aufs Rad war etwas langsam, da ich noch den Pulsgurt anlegen musste. Danach den ersten Berg runter und dann gleich wieder einen üblen Berg hoch. Das zieht ordentlich in den Beinen. Irgendwie gab es, glaube ich, keine Stelle an der man etwas “entspannt” fahren konnte. Entweder Berg hoch oder Berg runter. Es gab auch eine schöne Abfahrt, bei der man locker mal 60 km/h erreichte. Die Radstrecke ist zwei Mal zu durchfahren und bietet allerhand Gemeinheiten, die der wettkämpfende Radfahrer liebt: Zwei Wendepunkte, eine Spitzkehre mit schönem Anstieg und eine steile Abfahrt mit anschließender 90° Linkskurve. Ich war ganz schön froh, als ich das Rad wieder abstellen konnte.
Dann ging es ab zur Laufstrecke. Berg hoch mit den schweren Beinen vom Radfahren. Als ich gerade auf den ersten Metern meiner Laufrunde war, kam mir Steffen Alex entgegen (Kumpel von Krelli), der gerade am Ende der ersten Runde war. Er überholte mich recht schnell nach seiner Wende und hatte ein ziemlich hohes Tempo drauf. Er ist echt eine Maschine, Hut ab! Aber ohne Power wird man auch nicht 67. mit 09:17:40 auf Hawaii.
Beim Laufen konnte ich dann noch einen Sportsfreund einsammeln, für den zweiten (der Mann, in dessen Wasserschatten ich am Anfang geschwommen bin) fehlte mir der Mut, da ich nicht glaube, dass er sich so einfach hätte überholen lassen.
Ein Ausscheidungsrennen bergab wollte ich mir sparen.
Obwohl ich am Anfang etwas skeptisch war, hat mich der Wettkampf echt überzeugt. Das After-Race-Kuchen-Buffet war wohl das größte, das ich bisher gesehen habe. Ich denke, jeder Teilnehmer hätte einen eigenen Kuchen bekommen können. Sensationell! Es gab auch einen Moderator, der fachkundig durchs Programm führte und die wenigen unkundigen Gäste mit dem Triathlon-Sport vertraut machte. Man spürte, dass dieser Wettkampf von allen Beteiligten mit Herzblut veranstaltet wird. Wirkte alles sehr professionell. Hat echt Spaß gemacht. Wer sich mal kurz aber heftig quälen will, sollte sich nächstes Jahr anmelden.
Ergebnis: 01:00:08
Platzierung: Platz 7 von 36 (AK-Wertung: gab es nicht)
Wieder was gelernt:
- 19° Celsius im Wasser ohne Neo sind verdammt kalt
- Für die letzte Abfahrt in Wiesbaden werde ich mir einen Anker mitnehmen. Mit meinen Bremsen kann ich nicht sportlich den Berg runterfahren, das könnte schnell mal ins Auge gehen.
- Streckenkenntnis ist alles! Die Laufstrecke hätte mich nach 600 Metern zermürbt, wenn ich sie mir nicht vorher angeschaut hätte
- Radfahren und Laufen geht auch ohne Socken (auf jeden Fall bei diesen Distanzen!) - werde das Pressath auch nochmal ausprobieren.
- Ich muss mir eine Checkliste machen, habe die Ohrenstöpsel fürs Schwimmen vergessen. War nicht gut, denn das kalte Wasser und die “rasante” Radfahrt führten dazu, dass mir am Tag nach dem Wettkampf das linke Ohr schmerzte. Montag habe ich erstmal auf die Schwimmeinheit verzichtet.
- In Bayreuth gibt es ein Ferrari Autohaus
- Es gibt (!) einen Unterschied zwischen PKW normal und PKW schnell bei meinem Navi: Variante 1 fährt sehr viel Landstrasse, Variante 2 jagt einen auch schon mal wegen 5 Kilometern über einen Autobahnabschnitt
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