Kurz vor Weihnachten habe ich mich beim IPS in Regensburg einer Leistungsdiagnostik unterzogen. Das war meine erste Leistungsdiagnostik und ich wusste nicht so ganz, was mich erwartet. Am Anfang wurde ich von Herrn Dr. Möckel sportmedizinisch untersucht. Dabei wurde unter anderem ein Ruhe-EKG angefertigt, der Ruhepuls und der Blutdruck gemessen, Blut abgenommen, eine Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) durchgeführt und eine Verkürzung der hinteren Oberschenkel- und der Wadenmuskulatur festgestellt.
Die Ergebnisse der BIA sind Größtenteils im Normbereich. Ein Wert hat mich allerdings geschockt: 18,5% Körperfett! Das ist ein dickes Ding. Ich hatte nicht wirklich viel trainiert seit dem München Marathon und hatte auch einiges an Gewicht zugelegt. Aber 18,5% Körperfett? Ich bin noch immer geschockt. ![]()
Der andere Wert, der nicht im Normbereich liegt, ist die Aktivzellmasse mit 42,1 Kilogramm, Norm wären 25,4 bis 38,0 Kilogramm. Ist aber nicht schlecht, da die Aktivzellmasse ein Teil der fettfreien Körpermasse (Magermasse) ist und maßgeblich an der Fettverbrennung beteiligt ist. Offensichtlich verbrennt sie aber nicht genug.
Die Leistungsdiagnostik fand auf dem Laufband mit Atemmaske statt. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn es später etwas schneller wird. Die Tatsache, dass ich “gegen” einen Spiegel laufe, hat mich teilweise etwas irritiert. Allerdings nur in den unteren Tempobereichen, weiter oben hatte ich für sowas keine Zeit mehr.
Angefangen habe ich bei 8 km/h. Jede Stufe dauerte 3 Minuten, danach 30 Sekunden Pause, in der das Blut am Ohrläppchen abgezapft wurde. In der sechsten Stufe bei 18 km/h musste ich nach 1,2 Minuten abbrechen, da ich kaum noch Luft bekommen habe. Die aerobe Schwelle lag bei 10 km/h (HF 148), die anaerobe Schwelle bei 12 km/h (HF 163). Die maximale Herzfrequenz wurde mit 184 Schlägen bei 18 km/h gemessen.
Alle Auswertungen zeigten keine Auffälligkeiten, die Schwellen sind etwas niedrig, hängt aber sicherlich damit zusammen, dass ich vorher nicht sonderlich viel trainiert habe.
Ich habe mich mit dem Sportmediziner auch über mein Marathon-Erlebnis unterhalten. Er meinte, dass es sehr wahrscheinlich eine Unterzuckerung war, da mein Fettstoffwechsel damit nicht zurecht kam. Da ich in der Marathon-Vorbereitung nur einen drei Stunden-Lauf und zwei längere Koppeleinheiten gemacht habe , kann das schon hinkommen. Für meine Überheblichkeit und den fehlenden Respekt vor der Streckenlänge habe ich also büssen müssen. Das wird 2009 besser.


13.01.2010 um 22:50
[...] vor einem Jahr. Der Körperfettanteil wurde dieses Jahr nicht gemessen, aber er war DEFINTIV unter 18,5 % wie noch 2008. Die schönste Entwicklung: Ich habe meine individuelle anaerobe Schwelle um 2 km/h (!) nach oben [...]