In einem älteren Post hatte ich ja schon von der SUUNTO T3 geschrieben, heute möchte ich sie mit dem GPS-Platzhirsch Forerunner 305 von Garmin vergleichen. Der Vergleich ist natürlich hochgradig subjektiv und ich habe auch nur die für mich wichtigen Punkte verglichen. Die rot hinterlegte Seite ist der Verlierer, grün hat gewonnen.

SUUNTO T3
Garmin Forerunner 305
Verbindung zum PC: Schnurlos, über optionalen Adapter
Verbindung zum PC: Über Dockingstation, im Lieferumfang enthalten
Kann auch beim Schwimmen getragen werden
Nicht wasserdicht
Trägt sich sehr angenehm, ist inzwischen eigentlich meine Jederzeit-Uhr
Ist ein riesiger Klotz am Arm
GPS kalibriert sehr schnell (30 sec.)
>Kalibrierung dauert sehr lange (90-120 sec.) - Ich habe auch schon mal 15 Minuten gewartet, bis die Kalibrierung zu Ende war
Externer GPS-Empfänger, der separat gekauft (129 Euro) werden muss. Kann am Arm (Neoprentasche) oder an der Hüfte (Clip) getragen werden. Ist aber nicht unangenehm
Interner GPS-Empfänger, alles in einem Gerät
Pulswert ist jederzeit gut ablesbar, da er als Ring dargestellt wird
Puls ist beim Laufen praktisch nicht ablesbar, da die Darstellung sehr klein in der oberen rechten Ecke stattfindet
Gleichzeitige Anzeige von bis zu vier verschiedenen Werten:

  • Strecke
  • Tempo
  • wählbarer Wert (Gelaufene Zeit pro Runde, Uhrzeit, Durchschnittstempo insgesamt, gelaufene Strecke pro Runde,Training Effect)
  • Herzfrequenz
Gleichzeitige Anzeigen von bis zu vier verschiedenen Werten:
Die Werte sind mehr oder weniger frei wählbar. Bei vier angezeigten Werten wird die Herzfrequenz nicht mehr angezeigt. Aufgrund des größeren Displays ist der Garmin hier klar im Vorteil
Der Batteriewechsel am Pulsgurt und an der Uhr kann selbst durchgeführt werden. Für den GPS-Empfänger werden Standard-Batterien (ich benutze Akkus) benötigt
Batterie am Pulsgurt kann selbst gewechselt werden, in der Uhr befindet sich ein Akku, der nicht selbst gewechselt werden kann
Die aufgezeichneten Daten können leider nicht in SportTracks benutzt werden. Die Uhr kann nicht mit SportTracks synchronisiert werden –> Doppelte Datenhaltung im Suunto Training Manager und SportTracks
GPS-Daten werden in SportTracks wunderbar auf Google Earth Karten angezeigt, man kann die Daten der Uhr direkt in SportTracks einlesen
Arbeitet nicht mit dem Trittfrequenz-Sensor, geht leider nur mit der T3c oder größer. Das angeblich bald erscheinende Software-Update (Stand September 2008), das auch bei der T3 den Anschluss eines Trittfrequenz-Sensors ermöglichen soll, ist leider noch nicht erschienen
Optional kann ein schnurloser Trittfrequenzsensor problemlos angeschlossen werden, die Übertragung funktioniert einwandfrei
Navigation innerhalb der Menüs ist einfach, angenehme Knöpfe
Der hierarchische Aufbau der Menüs nervt manchmal, die Knöpfe sind nicht so bequem zu bedienen. In den neueren Versionen wurden die Knöpfe überarbeitet, sie reagieren nun auf geringeren Druck
In der Grundausstattung ist keine Übertragung auf den PC und auch keine Wegstreckenmessung via GPS integriert. Datenübertragung und GPS ist erst mit Zubehör für rund 200 Euro möglich. Preis für die Uhr: 150 Euro.
Momentan erhält man für knapp 200 Euro ein Gerät, das GPS-Daten erfassen kann und über die mitgelieferte Dockingstation Daten auf den PC übertragen kann
Die in der Uhr gespeicherten Trainingsdaten können nicht gelöscht werden. Es werden maximal 15 Einträge gespeichert, danach löscht das System automatisch die ältesten. Bei der Übertragung auf den PC werden immer die maximal 15 Datensätze übertragen. Das nervt! Meistens sind ja nur 1 bis 3 neue Datensätze hinzugekommen
Daten können jederzeit gelöscht werden. Bei der Übertragung werden alle gespeicherten Datensätze auf den PC übertragen. SportTracks fragt bei doppelten Einträgen nach

Insgesamt lässt sich sagen, dass ich die Suunto T3 im Vorteil sehe, weil man sie wesentlich einfacher benutzen kann als den Garmin. Dickster Pluspunkt für die Suunto T3: Man kann sie eigentlich immer tragen. Über den optional erhältlichen PC-USB-Stick (59 Euro) kann man die Uhr auch mit dem PC koppeln. Zum einen, um die gespeicherten Daten zu übertragen und zum anderen kann man dadurch im Training Manager seine Herzfrequenz in Echtzeit anzeigen lassen und aufzeichen.
Beim Garmin Forerunner 305 ist der Preis hervorzuheben, da man für (inzwischen) rund 200 Euro gleich loslegen kann. Für die Suunto T3 muss man, je nachdem wo man einkauft, zwischen 100 und 150 Euro mehr investieren