heaed.jpg
Am letzten Wochenende fand in München der Triathlon am ehemaligen BuGa-Gelände statt. Die letzten Wochen vor dem Wettkampf kam etwas negative Stimmung auf, da zum einen die Windschattenfreigabe dazu führte, dass ich mein schickes B2 nicht benutzen konnte und zum anderen waren die Meinungen zu diesem Triathlon in den letzten Jahren in den einschlägigen Foren nicht die besten.
Als Leihfahrrad bekam ich vom Radhändler meines Vertrauens ein Krafstoff R1 Evo mit schicken DT Swiss Laufrädern zur Verfügung gestellt. Ich konnte aber leider vor dem Wettkampf nur 500 Meter mit dem Fahrrad fahren, so dass die Einstellungen sicher nicht optimal waren.

Das Schwimmen ging auf einem Rundkurs inklusive Landgang zwei Mal durch den BuGa-See. Die Schwimmstrecke war mit großen Bojen abgesteckt, trotzdem habe ich in der ersten Runde die Orientierung verloren und bin einige Meter zuviel geschwommen. Das Freiwasserschwimmen und ich werden irgendwie keine Freunde mehr. Der Landgang über die spitzen Steine am Strand war sehr geschmeidig und dürfte eine erstklassige Fußreflexonenmassage gewesen sein.

Der Wechsel auf das Rad war definitiv suboptimal. Da ich sehr an meinem Neopren-Anzug hänge, gebe ich ihn bei den größeren Wettkämpfen immer nach draußen. Die Wege beim München Triathlon sind generell sehr lang, so dass man rund 300 Meter bei jedem Wechsel rennen muss. Der Aufstieg auf das Rad und der Einstieg in die eingeklickten Schuhe hat nicht geklappt und ich habe dabei einen Schuh verloren. Das Radfahren an sich im Windschatten ist eine anstrengende Sache. Mit dem Leihfahrrad war ich sowieso sehr vorsichtig und nachdem im ersten Pulk mit sechs Fahrern dem Sportsfreund neben mir bei ca. 36 km/h der Hinterreifen geplatzt ist und ich einen anderen absolut heftigen Unfall mit schlittern über den Asphalt und einer Landung an einem Baum gesehen habe, hat es mich nicht mehr so richtig in die Pulks gezogen. Durch die vielen 180°-Kurven habe ich auch immer den Anschluss an eine starke Radgruppe verpasst. Da muss man taktisch ganz anders fahren als bei den “normalen” Rennen.

Das Laufen war mit Abstand die beste Disziplin an diesem Tag. Mit einer Splitzeit von 00:46:15 konnte ich für diese Disziplin den 97. Rang erreichen. Zwei Mal den Rodelberg hochzulaufen ist bei über 30° aber nicht sonderlich lustig. Ansonsten hat die Laufstrecke bis auf die vielen Ecken und Kurven keine großen Herausforderungen mehr.

Der Wettkampf hat mich positiv überrrascht. Die Windschattenfreigabe ist bei der Teilnehmerzahl eine logische Konsequenz und birgt natürlich einige Gefahren. Das sollte aber jedem Teilnehmer klar sein. Die Getränkeversorgung auf der Laufstrecke war absolut in Ordnung, die Zielverpflegung war mit Wasser und ISO, Bananen und Melonen und Alpro Soya Drinks etwas dürftig, aber dafür war alles in ausreichenden Mengen vorhanden. Dieses Jahr gab es auch Duschen, was in den letzten Jahren immer wieder bemängelt wurde. Der Kracher war natürlich die München Hero-Extrawurst. Es gab einen eigenen Toilettenwagen (kein DIXI-Klo), eigene Kleiderabgabe und einen eigenen Physio-Bereich, der optisch etwas schicker aussah als der der “normalen” Starter. Und als Krönung noch die München Hero-Lounge, in der man nach dem Rennen nach Lust und Laune essen und trinken konnte. Es gab alkoholfreie (und alkoholhaltige) Cocktails, Kaffee, Mineralwasser, Apfelsaft etc., am Buffet konnten verschiedene Speisen ausgewählt werden. War mal was anderes. Vor allen Dingen galt der Eintritt für zwei Personen, so dass die Begleitung nicht nur blöd rumstehen und zuschauen musste.

Nach dem Wettkampf wollte ich mich eigentlich mit meiner “Betreuerin” treffen, aber da wir den Treffpunkt nicht konkret ausgemacht hatten, sind wir ca. 1,5 Stunden aneinander vorbei gerannt. Da ich die ganze Zeit in der prallen Sonne in meinen Wettkampfklamotten rumgerannt bin, habe ich mir einen ordentlichen Sonnenstich zugezogen, der dazu führte, dass ich am Montag eigentlich nicht arbeitsfähig war und erstmal einen Tag Pause einlegen musste. Für den Rest der Woche ist daher kein Sportprogramm mehr geplant.

Ergebnis: 02:31:29 (00:30:28 Schwimmen = 1.500 Meter | 01:08:58 Rad = 40 Kilometer | 00:46:15 Lauf = 10 Kilometer | Rest= Wechselzeit)
Platzierung: Platz 149 von 655

Am Rande: Bei der Wettkampfbesprechung am Samstag für die olympische Distanz wurde vom Oberwettkampfrichter klar gemacht, dass das Benutzen von iPods und Handys während des Wettkampfes nicht erlaubt ist. Darauf hin meldete sich eine empörte Teilnehmerin zu Wort: “Das heißt also, dass ich 40 Kilometer mit dem Rad fahren und 1o Kilometer laufen muss, ohne den iPod benutzen zu dürfen?” Solche Leute in ein Windschattenrennen zu lassen ist natürlich schon eine gefährliche Sache.

Fazit:

  • Schwimmen wird dieses Jahr nichts mehr
  • Windschattenfahren ist eine eigene Geschichte
  • Laufleistung war in Ordnung
  • Die Hitze macht mich fertig - ich muss mir eine ordentliche Kopfbedeckung besorgen
  • Den Treffpunkt nach dem Rennen immer genau festlegen
  • Die Organisation des München Triathlons war dieses Jahr einwandfrei

Vor dem Schwimmen Wunderschönes Badewetter Endlich aus dem Wasser Kurz vor dem Ziel Die München Hero-Lounge