Als echter Triathlet auf der Olympischen Distanz mit Zeitfahrmaschine und Aerolenker muss man natürlich auch einen Trinkbehälter haben, der einem die Flüssigkeitsaufnahme während der Fahrt gewährleistet, ohne den Körper aus der günstigen Position zu bewegen.

Meint man auf jeden Fall. In der Praxis wird der Zeitverlust wahrscheinlich nicht wirklich viel ausmachen (auf der OD), aber 6×10 Sekunden sind dann auch schon eine Minute! Da es nicht wirklich viele gute Systeme auf dem Markt gibt, habe ich mich relativ schnell für den Aerodrink von Profile Design entschieden. Den sieht man bei den meisten Pros und auch bei den Amateuren sieht man ihn oft, was für mich meist ein Indiz dafür ist, dass er taugt (oder dass das Marketing gut ist ;-) ). Schon der erste Zusammenbau fiel mir etwas schwer. Und das obwohl das Ding nur aus vier Einzeilteilen besteht.

Aerodrink: Einzelteile
Vier Einzelteile: Trinkbehälter, Schwamm, ein hartes und ein flexibles Röhrchen.

Den Schwamm habe ich einfach in den Behälter gesteckt, war irgendwie einleuchtend. Die beiden Röhrchen habe ich zusammengesteckt und habe dann aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund gedacht, dass das flexible Röhrchen nach unten muss. Da dieses Röhrchen im Durchmesser stärker ist als die dafür vorgesehene Öffnung im Behälter, musste ich zuerst das flexible Röhrchen in den Behälter stellen und dann das harte Röhrchen in das flexible stecken. Das ist extrem schwer und hat auch nicht so richtig funktioniert. Da habe ich mich schon gefragt, warum so viele Leute das Ding benutzen? Aber ich habe nicht weiter darüber nachgedacht. Passt schon!

Beim Triathlon in Amberg ist mir dann in der ersten Kurve mit Schlagloch (bzw. Bodenunebenheiten) sauber der Schwamm aus dem Behälter gesegelt. Das ist natürlich suboptimal, da so das ganze Wasser rausschwappt. Inzwischen habe ich realisiert, dass es beim Schwamm ein dickes und ein dünnes Ende gibt. Das dicke Ende muss in den Behälter gesteckt werden, dann fliegt der Schwamm auch nicht raus. Hoffe ich auf jeden Fall. Ich werde es am Sonntag im Kraichgau testen.

So ist das richtig mit dem Schwamm
So sitzt der Schwamm richtig im Trinkbehälter.

Vor ein paar Tagen habe ich dann im Internet das Bild eines Triathleten auf dem Fahrrad mit eben jenem Hydration-System gesehen. Der hatte das durchsichtige flexible Röhrchen oben. Ich glaube, dass man das Rattern in meinem Gehirn gehört haben muss. 1, 2, 3 Sekunden, dann hatte ich es endlich kapiert, dass ich die Röhrchen falsch herum gesteckt hatte. Ich habe das natürlich gleich ausprobiert. Und siehe da: geht einwandfrei. Da ich Wirtschaftsingenieur mit einer technischen Berufsausbildung (Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Frästechnik) bin, hat mich das schon etwas an meinem technischen Sachverstand zweifeln lassen. Aber wahrscheinlich war meine Wahrnehmung vor lauter Freude über das neue Stück Equipment beeinträchtigt.

Aerodrink, richtig zusamengebaut
So sieht es richtig zusammengebaut aus.

Da ich zuvor schon gehört hatte, dass man das Ding am besten mit dem speziellen Bracket am Lenker befestigt, habe ich das damals auch gleich dazu gekauft. Das Ding besteht auch nur aus wenigen Einzelteilen, hat mich aber fast noch mehr zur Verzweiflung gebracht als die beiden Röhrchen. Inzwischen hält das irgendwie an meinem Lenker, aber ob das so richtig ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht kann mir das mal einer auf einem der nächsten Wettkämpfe erklären?

Aerodrink Bracket
Und so sieht der zugehörige Halter aus.