Tag 1 08.05.08

Heute haben Petra und ich uns auf den Weg zum FCO gemacht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Dachträger konnte es auch recht flott los gehen. Da der FCO bekanntlich sehr nahe an Baden-Baden liegt haben wir auch gleich noch einen Abstecher in den Decathlon gemacht. Was zumindest für die Urlaubskasse fatal war :) Alles in allem haben wir es geschafft in weniger als 2 h 3 riesen Tüten für knapp 400 € zu füllen. Natürlich nur für Sachen die man auch benötigt. So bin ich nun stolzer Besitzer einer Kettenpeitschen und eines Zahnkranzwerkzeuges, damit ich mein Radel auch richtig pflegen kann. Dazu gab es noch diverse Funktionsteile, Hosen, T-Shirts usw. Petra war vor allem von den Radlerhosen für Frauen im Decathlon begeistert. Hier scheint Decathlon wirklich gut auf die Frauenwelt eingegangen zu sein.
Anschließend ging es dann nun weiter auf den FCO. Da wir nun aber schon nach 15:00 hatten und uns auch erst einmal einrichten wollen, haben wir beschlossen kein Rad mehr zu fahren. Dafür haben wir jedoch die Freiluftsaison eröffnet. Natürlich erst mit Neo wobei das Wasser schon ziemlich angenehme Temperaturen hatten. Petra ist dann sogar noch ohne Neo ins Wasser, dass habe ich mir verkniffen! Warum in das kühle Nass wenn Mann auch einen warmen Neo dabei hat.
Zum Tagesabschluss bin ich dann noch eine kurze Runde gelaufen. Eine Runde um den FCO, außerhalb, auf dem kürzesten Weg beträgt 3,5 km. Die Runde innerhalb des FCO beträgt ca. 2,5 km, so bin also zum Abschluss noch auf ca. 6,1 km gekommen.

Am zweiten Tag (09.05.08) sollte es dann auf den Rad losgehen. Wir hatten uns natürlich gleich große Ziele gesetzt und heute sollte es die Hornesgrinde sein. Um halb Elf haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir sind von Stollhofen über Schwarzach, Lichtenau, Muckenschopf, Unzhurst und Achern nicht wirklich auf dem direkten Weg nach Sasbach gefahren und da wir eh schon bei Achern waren habe ich Petra noch den See des Grossweieres Triathlon gezeigt. Nach ca. 35 km begann dann der Aufstieg. Über knapp 18 km ging es nun auf zur Hornesgrinde. Auf dem Weg ging es von Sasbach über Obersasbach und dem malerischen Sasbachwalden mit all seinen Ortseilen zum Mummelsee. Auf zur Hornesgrinde

Der „lange“ Anstieg wurde bei tollem Wetter von unglaublichen Ausblicken ins Rheintal begleitet.

Petra beim Aufstieg 

 So kamen einem die ersten 7 – 8 km recht kurz vor.

Blick ins Rheintal

Mit einer Steigung die wohl selten deutlich über 6 % lag war der Anstieg auch nicht zu hart. Allerdings war, zumindest gefühlt, dass Teilstück bei Brandmatt etwas steiler. Nach einer kurzen Abfahrt, gefolgt von einem weiteren Anstieg erreichten wir dann die Glück in Grenzen gehalten und war nicht wirklich störend. Am Mummelsee (ca. 1040 NN) angekommen, an dem leider vor kurzem das Mummelseehotel abgebrannt ist, haben wir gleich das letzte Teilstück zum Gipfel in Angriff genommen. Zum Abschluss gab es nun noch einmal 120 HM zu überwinden und dann war es geschafft! Petra und ich standen vor dem Hornesgrindeturm. Insgsamt haben wir für den Anstieg ca. 1:20:00 benötigt und nun gab es erst einmal ein kurzes Päuschen. Wir haben die Aussicht genossen und natürlich ein paar Fotos gemacht. Auf der Hornesgrinde

Als wir uns dann auf die Abfahrt zum Mummelsee machen wollte passierte ES! Petras Mantel ist gerissen und der Schlauch sofort geplatzt. Die Luft aus dem Reifen war schneller draußen als man in der Wüste ne Flasche Wasser trinken kann. Also was soll’s, kurz überlegt. Einen Ersatzschlauch hatten wir natürlich dabei, aber was machen wir mit dem gerissenen Mantel. Reifenwechsel

Ich hatte die Befürchtung, dass sich durch den Riss direkt wieder der Schlauch herausdrückt und bei der geringsten Belastung platzt. Da erinnerte ich mich an einen Tipp von Jan, dem dieses Missgeschick beim 70.3 in Wiesbaden 2007 ebenfalls passiert war. Nachdem er das dritte mal den Reifen gewechselte gab ihm ein Konkurrent den Tipp ein leeres Powergel in den Mantel zu legen. „Das hält wie Sau“ hieß es. Petra war zwar erst etwas skeptisch, aber ich konnte Sie doch noch überzeugen und siehe da. Es hat wirklich gehalten, ob es nun am Powergel lag oder nicht kann natürlich keiner beweisen. Das GEL

Allerdings konnten wir uns so auf die tolle Abfahrt machen. Von der Hornesgrinde ging es über den Mummelsee abwärts, erst ein Teilstück auf der B500 bis Untersmatt und dort links Richtung Neusatz und Bühlertal. Für diese Abfahrt war es den langen Anstieg auf jeden Fall wert. Aufgrund des Reifenschadens sind wir zwar mit angezogener Handbremse gefahren. Aber knapp 1000 HM auf knapp 22 km zu überwinden macht einfach Spaß. In Bühlertal haben wir uns dann bei der Tankstelle nach dem nächsten Radladen erkundigt und haben dann in Bühl auch gleich einen gefunden. Hier wurde dann recht flott Petras Mantel ausgetauscht und anschließend gönnten wir uns im Venezia erst mal je einen großen Joghurtbecher. Frisch gestärkt sind wir dann die letzten 20 km zurück nach Stollhofen gerollt. Dort haben wir dann noch die Kraft aufgebracht einen schnellen 1000er nach der Tour zu laufen. Alles in allem ein richtig toller Tag.

Höhenprofil Hornesgrinde
Tag 3. 10.05.08

Heute wollten wir es nach dem gestrigen Trip zur Hornesgrinde etwas ruhiger angehen lassen. Morgens sind Petra und ich ein wenig joggen gewesen. Es ging einmal rund um den Kriegersee, was für heute auch reichte. Nachmittags waren wir dann noch ein bissel schwimmen. Wir sind im kleinen See kreuz und quer geschwommen. Anhand der benötigten Zeit müssten es ca. 1,8 km gewesen sein. Abends ging es dann zum CARBO-Loading nach Pforzheim zu Christians Geburstagsfeier.
Tag 4. 11.05.08

Heute geht es wieder in den Schwarzwald. Geplant ist eine Tour über die Yburg und Schwarzenbach Talsperre alles andere wird improvisiert. Nach dem reichhaltigen Müslifrühstück machten Petra und ich unsere Räder startklar und siehe DA ! Beim obligatorischen Reifencheck haben wir gesehen, dass nun auch Petras Hinterrad defekt ist. Der Schlauch hat sich schon in einer kleinen Blase durch den Mantel gedrückt. Super als ob wir am Freitag mit dem Vorderrad nicht schon genug Spaß hatten. Aber immerhin haben wir den Schaden ja vor dem Start gesehen. Nun war aber Pfingstsonntag und mit dem Rad konnte man keinen Meter mehr fahren. Also wir rein ins Auto und ab zu nächsten Radläden und hoffen das jemand daheim ist. Beim ersten Laden gleich in Stollhofen hatten wir auch gleich den Inhaber angetroffen. Doch siehe da er führt alles außer Rennräder :) wo lebt der nur. Also weiter auf unserer Tour im Auto über Hügelsheim nach Sinzheim. In Sinzheim haben wir dann einen gebrauchten Reifen bekommen können, allerdings hatte dieser auch schon einen Schnitt in der Lauffläche, sollte aber halten. Zum Abschluss sind wir dann noch nach Bühl gefahren, vielleicht hatten wir noch Glück bei dem Radhändler der uns am Freitag schon geholfen hatte. Natürlich war dieser auch nicht da. Da wir aber wussten, dass der Radladen mit der Tanke gegenüber verbunden ist hat Petra gleich dort eine Nachricht mit der Bitte einen neuen Mantel an der Tanke für sie zu deponieren hinterlassen. Nun ging es zurück auf den FCO und so schnell können 2 Stunden vorbei sein. Auf dem Campingplatz haben wir dann erst einmal den Mantel getauscht

Reifenwechsel 2

und um halb drei konnten wir tatsächlich noch losfahren. Wir haben uns dann aber für eine flache Tour entschieden. Es ging über Sollingen auf die Rheinstraße nach Iffezheim und dann über Wintersdorf ins Elsaß. Dort sind wir entlang des Rheines bis nach Gambsheim gefahren um dort wieder den Rhein zu überqueren und anschließend über Freistett und Lichtenau zurück nach Stollhofen zu fahren. Leider war das Stück von Freistett nach Lichtenau nicht so toll ausgebaut wie in Frankreich und wir mussten sicher 1,5 km das Rad über Schotter schieben. So hat die Tour, die über 70 km ging auch knapp 3h gedauert und hat sich für eine top Trainingstour empfohlen. Zumindest wenn man in Freistett dirket entlang der B36 fährt und nicht versucht den Radwegen durch die Felder zu folgen. Als Finish haben wir nach noch flotte 1,5 km gelaufen um die Muskeln weiter an das Wechseln zu gewöhnen. Zurück auf dem FCO hatte Petra auch noch eine tolle Nachricht auf der Mailbox. Die Tankstelle hat angerufen und es wurde ein Mantel für sie hinterlegt. Also gleich noch einmal rein ins Auto und schnell nach Bühl und knapp 20 Minuten später hatte Petra ihren neuen Mantel in Händen. Zum Abschluss des ungewöhnlichen Tages haben wir dann bei Martin + Daniela gegrillt und es uns richtig gutgehen lassen.
Tag 5. 12.05.08

Morgens stand natürlich mal wieder ein Mantelwechsel an. Petra hat hier nun schon so viel Rutine, dass es fast so schnell geht wie in der Formel 1 ;) um halb elf sind wir dann gestartet. Heute soll es zur Yburg und Schwarzenbach Talsperre gehen. Nach ca. 14 km sind wir auf dem direkten in Steinbach angekommen. Ab hier ging es nun langsam aber stetig bergauf bis wir Steinbach wieder verlassen haben und in Neuweier angekommen sind. Mitten im Ort ging es dann rechts ab Richtung Yburg. Von188 Höhenmeter ging es nun in 3,5 km auf 500 Höhenmeter. Die Anstrengungen haben sich aber für den herrlichen Ausblich gelohnt

 Blick von der Yburg

und da das Essen so toll aussah haben wir auch gleich eine Pause eingelegt. Naja nach einer Stunde Fahrt recht frech :) bei der nächsten Tour werden die Yburg an das Ende legen. Nach der Pause ging es dann weiter. Auf der Yburg haben wir die Badner Höhe gesehen und da diese auf unserem Weg zur Talsperre liegt wollten wir da nun auch hin. Leider mussten wir aber feststellen das es im Schwarzwald in der Ecke nicht all zu viele brauchbare Straßen gibt. Von Neuweier mussten wir dann auf die Schwarzwaldhochstraße B500. Auf der am Pfingstmontag natürlich die Hölle mit Motorrädern und Cabrio fahren los war. Da es keine andere Möglichkeit gab mussten wir halt da durch. Auf der B500 ging es dann über die Bühlerhöhe nach Sand. Leider haben wir von zwei netten Wanderern unterwegs erfahren, dass man mit dem Rennrad nicht auf die Badner Höhe kommt. Es gibt keine geteerte Straße. Man kann eben nicht alles haben. Bei Sand ging es dann links ab, am Mehliskopf vorbei auf einer rassanten Abfahrt zur Talsperre. Hier legten wir dann unser zweites Päuschen ein und haben die tolle Umgebung genossen.

Talsperre

Nach der Pause sind wir dann noch weite Richtung Forbach abgefahren, allerding sind wir kurz vorher rechts abgebogen und über Hundsbach und das Hundseck (886 NN ab hier ging es bergab) wieder nach Sand gefahren. Die Abfahrt über Bühlertal nach Bühl war wieder hammerhart. Geschwindigkeiten über 60 km/h sind hier locker drin und die Straße gibt dies auch her. Zum Glück hielt sich auch der Verkehr in Grenzen und wir wurden kaum überholt. Zum Abschluss rollten wir dann von Bühl auf dem direkten Weg nach Stollhofen. Hier wartete schon der Grill auf uns :D Aber vorher gab es noch einmal einen flotten Lauf 1.000er. Alles in allem ein herrlicher Tag bei tollem Wetter und tollem Ambiente. Morgen geht es nun weiter nach Lenzkirch. Mal sehen was dort alles passiert.

Höhenprofil Yburg Schwarzenbach

Tag 6. 13.05.08

Heute geht es weiter in den Südschwarzwald nach Lenzkirch. Aber vorher wurde morgens erst noch einmal ein wenig im Neo geschwommen. Das Wasser im See wird immer wärmer und so langsam befürchte ich fast ein NEO-Verbot in Forst. Naja mal sehen was kommt. Im See haben wir es auf ca. 40 Minuten Schwimmzeit gebracht, was ungefähr 1,2 km entsprechen müsste. Um 13:00 haben wir uns dann auf den Weg nach Lenzkirch gemacht.