Bananen vor dem WettkampfWow! Was für eine Stimmung. Das war von der Atmosphäre her sicher der beste Wettkampf, den ich bisher mitgemacht habe. Laut Veranstalter waren es 10.000 Zuschauer. Ich habe sie nicht einzeln gezählt, aber mir kam es so vor, als ob es sicher 4.000-5.000 waren. Die Stimmung am Wendehammer beim Radfahren (ich habe meine Schwester immer schreien hören) und entlang der Laufstrecke war sensationell.

Kurz vor demSchwimstartBei der Organisation gibt es allerdings sicher noch einige Dinge zu verbessern. Die Wettkampfbesprechung einfach mal mehr als eine Stunde vorzuverlegen ist nicht sonderlich gut. Die Tatsache, dass man keinen Check-In machen konnte, während noch welche schwammen, hätte man auch mal vorher erwähnen können.

Der SchwimmstartDer Schwimmstart war ein absoluter Witz. Ich (und sicher 40-50 andere Schwimmer) waren an der eigentlichen (virtuellen) Startlinie, der Rest 10-25 Meter davor. Plötzlich kam der Startschuss ohne Ankündigung. Als mir dann beim Start auch noch einer den Reissverschluss meines Neos geöffnet hatte, war meine Laune ganz dahin. Mit einem geöffneten Neo zu schwimmen macht einen nicht wirklich schneller. Der Pulk von mehr als 200 Startern ist beim Schwimmen nicht so richtig angenehm. Man wird aber mit der Zeit etwas lockerer. Ich habe inzwischen schon einige Wettkämpfe mitgemacht. Der Schwimmausstieg war auch extrem, was ich aber schon bei den Staffelstartern sehen konnte und daher darauf vorbereitet war.

Nicht vorbereitet war ich allerdings auf die Zeit, die mir meine Schwester auf meinem Garmin übergab: 00:12:51 (!). Das war der Hammer! Geplant hatte ich 00:08:30, bei optimalem Verlauf 00:08:00. Da war eine Lücke. Sie hatte mir noch etwas zugerufen, ich habe aber nicht zugehört. Sichtlich irrtiert bin ich zum Rad gerannt. Irgendwie war die Luft schon raus. 00:12:51 für 500 Meter? Da bin ich ja normalerweise beim Brustschwimmen schneller. Egal, muss ja weitergehen. Ich habe dann gleich mal meine Wundersocke angezogen, was mit komplett nassen Beinen und Füssen nicht sonderlich gut geht.

Auf dem Rad in der DämmerungAuf dem Rad gleich mal um den Wendehammer und erste Eindrücke der Stimmung mitbekommen. Das war echt der Hammer! Die Radsstrecke war eigentlich ok, aber durch die ganzen Kreisverkehre und Kurven konnte ich meinen zuvor erträumten 40er Schnitt noch nicht mal annähernd erreichen. 33,63km/h stand am Schluss auf meinem Tacho. Auf der dritten Radrunde bin ich von Magenkrämpfen geplagt kurzfristig total eingebrochen und musste einige passieren lassen. Ich hatte sogar kurzzeitig erwogen, das Rad abzustellen.

Laufen in der DunkelheitDer Laufwechsel verlief ohne Probleme und ich hatte noch Zeit, mit einem Sportskollegen einen kurzen Plausch über das Schwimmen zu halten. ;-) Die Laufstrecke war zuerst flach, ging aber dann einen kurzen Anstieg mit Kurven hoch. Das war so bei Kilometer 1,5. Sehr unangenehm. Und danach auch wieder den Berg runter. Da musste ich fast kotzen. Die Asia-Nudeln um 17:00 Uhr waren keine gute Idee gewesen. Bei Kilometer 2,5 hatte ich mich wieder gefangen und konnte dann nochmal etwas Gas geben. Meine angepeilte Zeit von 00:20:00 habe ich auch klar verfehlt und war mit einer Laufzeit von 00:23:51 eher beim 5er als beim 4er Schnitt. Aber egal. Insgesamt habe ich eine Zeit von 01:13:53 erreicht und konnte damit den 58. Platz insgesamt (von 203) belegen. In der Altersklasse wurde ich 21. - Wobei hier die Altersklassen in 10er Schritten gezählt wurden.

Im ZielEs hat echt Spaß gemacht, auch wenn es sehr anstrengend und kostenintensiv war. Für meinen Trip Weiden - München - Sinzheim - Oberhausen - Sinzheim - München - Weiden habe ich rund 2.000 Kilometer auf den Touran gefahren und habe sechs Euro für den Parkplatz und 13 Euro für 24 Stunden Internet im Hotel zahlen müssen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Leistung meiner Schwester: Sie kam am Freitag um 13:00 Uhr von den Malediven in Frankfurt an, war um 16:00 Uhr in Sinzheim. Um 17:00 Uhr sind wir nach Oberhausen gestartet und kamen dort gegen 22:00 Uhr an. Sylv vor der WechselzoneSie war ca. 30 Stunden wach und hatte den Flug hinter sich. Am Samstag den ganzen Tag durch das Centro gelaufen (Schuhe (!) schauen - Wahrscheinlich war ich abends deshalb so erschöpft ;-) ) und zum Schluss noch zur Finisher-Party. Und schöne Bilder hat sie auch noch gemacht.

Allerdings hat sie mir beim Schwimmen drei Minuten zuviel auf den Garmin gedrückt, da sie nicht wusste, wann denn nun der Schwimstart war. Das hat sie mir auch bei der Übergabe zugerufen, aber ich habe nicht zugehört …….

Stone im ZielStone, die alte Kampfsau, hat sich trotz minimalster Vorbereitung mit einer Zeit von 01:48:18 durch den Wettkampf geschoben und konnte sich damit den 201. von insgesamt 203 Plätzen sichern. Den 202. Platz konnte er durch einen leidenschaftlichen Endspurt um acht Sekunden distanzieren. Gratulation! Sehr schade ist es allerdings, dass ihm in der Wechselzone der Neo geklaut wurde. Sollte also jemand demnächst einen älteren Aquaman Neoprenanzug in XXL angeboten bekommen, soll er sich bitte bei Stone melden, damit er den Verkäufer kontaktieren kann.